Günter Ferdinand Ris
Günter Ferdinand Ris (* 16. Mai 1928 in Leverkusen; † 15. Mai 2005 in Darmstadt) war ein deutscher Bildhauer.
Leben
Nach einem freiwilligen Kriegsdienst in den Jahren 1943 bis 1945 studierte Ris von 1947 bis 1951<ref name="Zabel-Zottmann" /> an den Akademien in Karlsruhe, Düsseldorf und Freiburg im Breisgau. Er begann seine Laufbahn 1952 als Typograf, Porträtmaler und Werbeberater.<ref name="Zabel-Zottmann" /> 1960 erfolgte seine Hinwendung zur Bildhauerei,<ref name="Zabel-Zottmann" /> in der er erste Erfolge erzielte (Biennale Musée d’Art Moderne, Paris; documenta II (1959) und documenta III (1964), Kassel; Deutscher Pavillon, Biennale von Venedig 1966). Sein Atelier hatte Ris an seinem Wohnort Oberpleis.<ref>Günter Ferdinand Ris, Bildhauer, Virtuelles Heimatmuseum Oberpleis</ref><ref>[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 2015-04-21.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>
Seine klaren, konkreten Plastiken im öffentlichen Raum sind von sinnlicher Strenge und unpathetischer Klarheit und gaben um 1970 formal einer gesellschaftlichen Grundhaltung Ausdruck, die sich politisch in der Ära Brandt/Scheel im Bemühen um Transparenz und Toleranz niederschlug. So wie der Neubau des Bonner Bundeskanzleramtes als bauliches Understatement ohne jegliches repräsentatives Dekor allein funktionalen Überlegungen folgte, so lud die raumbestimmende Lichtwand, die Ris im Foyer – vor dem Presseraum – installierte, spontan und eindrucksvoll zu Reflexionen über diese neue Offenheit ein.
Seine Werke wurden auch international zum deutschen Exportgut und Aushängeschild der neuen Epoche, die das Ende des Kalten Krieges einläutete, zum Beispiel die Brunnenanlage vor der deutschen Botschaft in Brasília oder seine Werke auf der Expo ’70 in Osaka.
Die Verknüpfung von Zeichnung, Malerei und Architektur in der Plastik war eines seiner künstlerischen Hauptanliegen, denen er sich aus den unterschiedlichsten Richtungen annäherte. In seinem Alterswerk ab 1996 knüpfte er an die Werkgruppe „Paysages architectuals“ der 1960er Jahre an und entwickelte diese architektonischen Landschaften aus weißem Kunststoff in einer Vielfalt wie musikalische Variationen über ein Thema fort. Unter anderem arbeitete er auch als Designer und entwickelte Möbel, Inneneinrichtungen und zum Beispiel für Rosenthal ein Kaffee- und Tee-Service, Gläser und den „Sunball“-Kugelstuhl (1969), der seit 2015 als Nachbau erneut produziert wird.
Ris war verheiratet mit Hildegard Hofmann, mit der zusammen er die Kinder Frank, Eva und Daniel Ris hatte.
Ehrungen
- 1961: Bremen, Kunstpreis der Böttcherstraße<ref name="Zabel-Zottmann" />
- 1963: Florenz, Villa-Romana-Preis<ref name="Zabel-Zottmann" />
- 1984: Meschede, August-Macke-Preis der Stadt<ref name="Zabel-Zottmann" />
- 1984: Bonn, August-Macke-Medaille der Stadt<ref name="Zabel-Zottmann" />
Galerie
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Säulenkopf (1963), auf dem Schulhof des Heinrich-Hertz-Europakollegs in Bonn
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Fortifikation (1965), Campus Kreuzbauten vor Haus A 2 in Bonn
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Edelstahl-Wandrelief (1970) am Haus für alle, Moislinger Mitte, in Lübeck-Moisling
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Bonner Wand (1972), Franziskanerstraße 3 in Bonn
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Wasserlichtfeldspiegel (1977) am Stadthaus Bonn
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o.T. (Objekt 2/01) (2001) – Rheinisches Landesmuseum Bonn
Literatur
- Boris von Brauchitsch: G. F. Ris, das plastische Werk 1958–2001. Wienand, Köln 2002, ISBN 3-87909-777-1.
- Dieter Ronte (Hrsg.): G. F. Ris. Kunstmuseum Bonn 1998.
- Joachim Heusinger von Waldegg: G. F. Ris. Rothe, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-920651-22-7.
- Dierk Stemmler: G. F. Ris. Lichtwände, Lichtpfeiler, Lichtfelder. Rothe, Heidelberg 1983, ISBN 3-920651-01-4.
- Eduard Trier: G. F. Ris. Bongers, Recklinghausen 1971, ISBN 3-7647-0219-2.
Weblinks
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- Literatur von und über Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Eberhard Marx: [Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] (PDF) Archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 2007-09-26.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.
Einzelnachweise
<references> <ref name="Zabel-Zottmann"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> </references>
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ris, Günter Ferdinand |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Bildhauer |
| GEBURTSDATUM | 16. Mai 1928 |
| GEBURTSORT | Leverkusen, Deutschland |
| STERBEDATUM | 15. Mai 2005 |
| STERBEORT | Darmstadt, Hessen, Deutschland |
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