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Fürstenau (Vechelde)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Fürstenau
Gemeinde Vechelde
Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben!
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(93)&title=F%C3%BCrstenau 52° 18′ N, 10° 20′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(93) 52° 18′ 8″ N, 10° 19′ 59″ O
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Höhe: 73 m ü. NHN
Fläche: 4,13 km²
Einwohner: 93 (31. Jan. 2024)<ref name="Vechelde24" />
Bevölkerungsdichte: 23 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 38159
Vorwahl: 05302
Lage von Fürstenau in Niedersachsen
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Fürstenau ist ein Ortsteil der Gemeinde Vechelde im niedersächsischen Landkreis Peine.

Geographie

Lage

Fürstenau ist der kleinste Ort der Gemeinde Vechelde. Durch seine Lage am Landschaftsschutzgebiet Fürstenauer Holz, der größten zusammenhängenden Waldfläche im sonst waldarmen Landkreis Peine, und der Nähe des Mittellandkanals ist das Dorf ein beliebtes Ausflugsziel.

Nachbarorte

Peine Meerdorf Sophiental (Wendeburg)
Woltorf (Peine) Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Bortfeld
Schmedenstedt (Peine) Sierße Wahle

Klima

Fürstenau liegt innerhalb der gemäßigten Breiten im Übergangsbereich zwischen ozeanisch und kontinental geprägten Gebieten.

Geschichte

Geschichte des Ortsteils

Datei:Elisabeth Sophie of Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg, duchess of Brunswick-Wolfenbüttel.jpg
Herzogin Elisabeth Sophie Marie,
Gemälde von Christoph Bernhard Francke, vor 1729

Fürstenau steht auf der Stelle der Wüstung Haslere, das 1318 erstmals urkundlich erwähnt wurde.<ref name="Ringgraben">Ringgraben im Denkmalatlas Niedersachsen</ref> 1716 erwarb Herzogin Elisabeth Sophie Marie (1683–1767) den dort noch bestehenden Häßler- oder Hasselhof und ließ ein Lustschloss errichten, das den Namen Schloss Fürstenau erhielt.<ref name="Ringgraben" /> Das Schloss wurde wenig genutzt, diente um 1802 nur noch als Gefängnis des Gerichts in Vechelde<ref name="Hassel" /> und wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts abgebrochen. Heute sind auf dem ehemaligen Schlossgelände, außer Teilen des Grabens, keinerlei Baureste sichtbar.<ref name="Ringgraben" />


In den 1720er Jahren untersuchte Rudolph August Behrens, Leibarzt des Herzogs August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel, die Heilwirkung einer Mineralquelle in der Nähe des Dorfes.<ref name="Behrenslat" /><ref name="Behrensdt" /> Die Quelle blieb jedoch ungenutzt.<ref name="Ventutini58" />

Im Jahr 1802 hatte Fürstenau 65 Einwohner in zehn Feuerstellen.<ref name="Hassel" />

Mit dem Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel wurde Fürstenau 1807 in das von Napoleon geschaffene Königreich Westphalen eingegliedert. Durch ein königliches Dekret vom 5. Januar 1813 wurde die Commune Fürstenau im Landkanton Peine (Distrikt Braunschweig im Departement der Oker) aufgehoben und mit der Commune Sophienthal vereinigt.<ref name="Münster" />

Nach der Auflösung des Königreichs Westphalen im selben Jahr, gehörte der Ort bis 1918 zum Herzogtum Braunschweig.

Eingemeindungen

Im Zuge der Gebietsreform in Niedersachsen, die am 1. März 1974 stattfand, wurde die zuvor selbständige Gemeinde Fürstenau in die Gemeinde Vechelde eingemeindet. Zeitgleich wechselte Fürstenaus Zuordnung vom Landkreis Braunschweig in den Landkreis Peine.<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982" />

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1802 65 <ref name="Hassel" />
1847 84 <ref name="Venturini190" />
1863 75 <ref name="Lambrecht" />
1910 76 <ref name="Gemeindeverzeichnis1910" />
1925 76 <ref name="Rademacher" />
1933 65
1939 79
Jahr Einwohner Quelle
1950 1350 <ref name="Gemeindeverzeichnis1956" />
1956 1130
1973 73 <ref name="destatis1973" />
2011 86 <ref name="Vechelde11" />
2016 94 <ref name="Vechelde16" />
2020 93 <ref name="Vechelde20" />
2024 93 <ref name="Vechelde24" />

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Politik

Gemeinderat und Bürgermeister

Auf kommunaler Ebene wird Fürstenau vom Rat der Gemeinde Vechelde vertreten. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Ortsvorsteher (chronologisch)

  • seit 2019: Hasso Becker<ref name="Becker" /><ref>Bürgerinformationssytem | Gemeinde Vechelde. Abgerufen am 15. August 2024.</ref>
  • 2016–2019: Martin Knoche<ref name="Knoche" />
  • 1982–2016: Marieluise Dambroth<ref name="Dambroth" />

Wappen

Der Entwurf des Kommunalwappens von Fürstenau stammt von dem Heraldiker und Wappenmaler Arnold Rabbow.<ref name="Rabbow" /> Das Wappen wurde auf der Bürgerversammlung am 26. April 1986 angenommen.<ref name="Wappen" /><ref name="ngw" />

[[Datei:{{#property:p94}}|100px|links|Wappen von Fürstenau]] Blasonierung: „In Rot auf einem silbernen holsteinischen Nesselblatt, ein grünes Haselblatt.“<ref name="Wappen">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3926701595 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
Wappenbegründung: Arnold Rabbow erwähnt hierzu in seinem Wappenbuch:<ref name="Wappen" />

„Fürstenau hat es zweimal gegeben. Das erste Dorf hieß Haslere. Es wird 1314 urkundlich erwähnt und noch 1401 als Hasler genannt, ist aber vor 1481 aus unbekannten Gründen wüst geworden. Nur ein einzelner Wirtschaftshof, 1664 Haßelhof genannt, hielt den Namen des untergegangenen Ortes lebendig. Das grüne Haselblatt hält die Erinnerung an dieses erste Dorf auf der Gemarkung des heutigen Fürstenau wach. 1716 erwarb Herzogin Elisabeth Sophie Marie (1683–1767) von Holstein-Norburg, die seit 1710 mit dem braunschweigischen Erbprinzen und späteren Herzog August Wilhelm verheiratet war, das Gut Haselhof und ließ dort ein Schloss und darum herum ein kleines Dorf anlegen, dem sie 1719 den Namen Fürstenau gab. Die Neugründerin des Ortes wird durch ihr Stammwappenbild, das silberne holsteinische Nesselblatt im roten Schild (Schauenburger Grafen), geehrt.“

Literatur

  • Wilhelm Bornstedt: Fürstenau: Wüstung Haslere – Wasserschloss – Gesundbrunnen – Dorfgeschichte. Hrsg.: Landkreis Braunschweig (= Denkmalpflege und Geschichte. Nr. 18). Eigenverlag, Braunschweig 1971 (44 S.).

Weblinks

Einzelnachweise

<references responsive> <ref name="Becker">

Harald Meyer: Ortsvorsteher Hasso Becker kennt Fürstenau aus dem Effeff. In: Webseite Peiner Nachrichten. 8. Januar 2019, abgerufen am 12. Februar 2021.
</ref>

<ref name="Behrenslat">

Rudolph August Behrens: Examen aquarum mineralium Fürstenauiens et Vechteldensium. Helmstedt 1724.

</ref> <ref name="Behrensdt">

Rudolph August Behrens: Untersuchung der Mineralischen Wasser zu Fürstenau und Vechtelde. Braunschweig 1725.

</ref> <ref name="Dambroth">

Harald Meyer: Beifall für Marieluise Dambroth zum Abschied. In: Webseite Peiner Nachrichten. 24. Oktober 2016, abgerufen am 12. Februar 2021.

</ref> <ref name="destatis1973">

Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Gemeindeverzeichnis für Niedersachsen. Gemeinden und Gemeindefreie Gebiete. Eigenverlag, Hannover 1. Januar 1973, S. 55, Landkreis Braunschweig (Digitalisat [PDF; 21,3 MB; abgerufen am 12. Februar 2021]).

</ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1910">

Ulrich Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Kreis Braunschweig. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: gemeindeverzeichnis.de. 5. Januar 2020, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 13. November 2022; abgerufen am 12. Februar 2021.

</ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1956">

Vorlage:Gemeindeverzeichnis Deutschland 1956

</ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"> </ref> <ref name="Hassel">

G. Hassel und R. Bege: Geographisch-statistische Beschreibung der Fürstenthümer Wolfenbüttel und Blankenburg. Band 1. Friedrich Bernhard Culemann Verlag, Braunschweig 1802, S. 480 (Digitalisat in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. [abgerufen am 12. Februar 2021]).

</ref> <ref name="Knoche">Der Ortsvorsteher von Fürstenau. In: Webseite CDU Gemeindeverband Vechelde. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. März 2021; abgerufen am 12. Februar 2021.</ref> <ref name="Lambrecht">

August Lambrecht: Das Herzogthum Braunschweig. A. Stichtenoth Verlag, Wolfenbüttel 1863.

</ref> <ref name="Münster">

Gesetz-Bülletin des Königreichs Westphalen. Teil 1. Kassel 1813 (Digitalisat in Sammlungen der Universitäts- und Landesbibliothek Münster [abgerufen am 12. Februar 2021]).

</ref> <ref name="ngw">

Wappen von Fürstenau. In: ngw.nl. Abgerufen am 12. Februar 2021.

</ref> <ref name="Rabbow">

Wappenentwürfe von Arnold Rabbow. In: Wikimedia Commons. Abgerufen am 12. Februar 2021.

</ref> <ref name="Rademacher">

Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de

</ref> <ref name="Vechelde11">

Einwohnerzahlen 2011. In: Webseite Gemeinde Vechelde. 31. Dezember 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. Januar 2012; abgerufen am 12. Februar 2021.

</ref> <ref name="Vechelde16">

Einwohnerzahlen 2016. In: Webseite Gemeinde Vechelde. 30. November 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. Dezember 2016; abgerufen am 12. Februar 2021.

</ref> <ref name="Vechelde20">

Einwohnerzahlen 2020. In: Webseite Gemeinde Vechelde. 31. Dezember 2020, abgerufen am 12. Februar 2021.

</ref> <ref name="Vechelde24">

Einwohnerzahlen 2024. In: Webseite Gemeinde Vechelde. 31. Januar 2024, abgerufen am 27. Februar 2024.

</ref> <ref name="Ventutini58">

Karl Venturini: Das Herzogthum Braunschweig in seiner vormaligen und gegenwärtigen Beschaffenheit. C. G. Fleckeisen, Helmstedt 1847, S. 58 (Digitalisat in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. [abgerufen am 12. Februar 2021]).

</ref> <ref name="Venturini190">

Karl Venturini: Das Herzogthum Braunschweig in seiner vormaligen und gegenwärtigen Beschaffenheit. C. G. Fleckeisen, Helmstedt 1847, S. 190 (Digitalisat in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. [abgerufen am 12. Februar 2021]).

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