Fushan-Damm (Jiangsu)
Koordinaten: 33° 8′ 37″ N, 118° 4′ 8″ O
{{#coordinates:33,143611111111|118,06888888889|primary
|dim=
|globe=
|name=
|region=CN-JS
|type=landmark
}}
Der Fushan-Damm (chinesisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Pinyin {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) am Huai-Fluss (auch: Hueihe, Huihe) in China war ein Staudamm, der im Jahr 516 zu kriegerischen Zwecken erbaut und kurz darauf durch ein Hochwasser zerstört wurde, wobei 10.000 Menschen ums Leben kamen.
Bauwerk
Der Fushan-Damm wurde 516 vom Kaiser Liang 150 km nordöstlich von Nanjing in der heutigen Provinz Jiangsu gebaut, um das Wei-Königreich und die Garnisonsstadt Shouyang zu bekämpfen. Die Talsperre war die größte, die es damals gab. Nach alten Aufzeichnungen war der Damm 48 m hoch, 4500 m lang, an der Dammkrone 108 m und an der Basis 336 m breit. Daraus errechnen sich Böschungsneigungen von 1:2,375 und ein Schüttvolumen von zwei Millionen m³. Der Staudamm hatte zwei Hochwasserentlastungen, die aber nicht leistungsfähig genug waren.
Nach heutigen Erkenntnissen war der Damm nur 30 bis 32 m hoch. Das reichte aus, um eine Staufläche von 6700 km² zu bedecken und einen Stauinhalt von 10 Milliarden Kubikmetern zu haben, damit wäre er heute nach dem Volta-Stausee der zweitgrößte der Erde.
Zweck
Damals wurde in China oft „Krieg mit Wasser“ geführt. Dämme wurden gebaut, um gegnerische Städte oder Armeen zu überfluten bzw. wie im Fall des Fushan-Dammes Passagen zu kappen.<ref>internationalrivers.org. Dezember 1997, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 5. Juni 2016; abgerufen am 5. Juni 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Bruch
Vier Monate nach der Fertigstellung wurde der Damm bei einem Hochwasser überflutet, so dass er brach. Eine große Flutwelle führte flussabwärts zu bis 10.000 Toten der eigenen Bevölkerung.
Heute
Überreste des Dammes sind heute bei dem Dorf Tonghe noch vorhanden. In den 1950er Jahren wurden bei Ausgrabungen Eisenteile, Backsteine und andere Relikte aus der Bauzeit entdeckt. Nach Garbrecht handelte es sich dabei um alte Pfeile.<ref>Zheng Liandi: Talsperren und Wehre im alten China, in: Günther Garbrecht: Historische Talsperren. 2. Herausgeber: DVWK, Wittwer, Stuttgart 1991, Seite 127</ref>
Literatur
- Günther Garbrecht: Historische Talsperren. 2. Herausgeber: DVWK, Wittwer, Stuttgart 1991.
Siehe auch
Weblinks
- siehe Tabelle 16 auf Seite 74: „severe Accidents involving dams … in China“ (PDF-Datei; 1,6 MB)
Einzelnachweise
<references />