Friedrich Witte (Schauspieler)
Friedrich Witte (* 1979 in Solingen<ref>Friedrich Witte. In: schauspielervideos.de. Abgerufen am 28. Juli 2011.</ref>) ist ein deutscher Theaterschauspieler.
Leben
Witte erhielt seine Schauspielausbildung, die er mit dem Schauspieldiplom abschloss, von 2001 bis 2005 an der Folkwang-Hochschule (Studiengang Schauspiel), jetzt Folkwang Universität der Künste, in Bochum.<ref>Friedrich Witte bei Crew United, abgerufen am 31. Mai 2023</ref>
Danach arbeitete er als Theaterschauspieler und hatte Festengagements und Gastverträge. In seinem ersten Theaterengagement am Schauspielhaus Bochum (Spielzeit 2003/04; als Gast) übernahm er Rollen in einer Bühnenfassung von Das Dschungelbuch und in der Komödie Man spielt nicht mit der Liebe von Alfred de Musset.<ref name="Osnabrück">Friedrich Witte (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot Kurzporträt (Offizielle Webseite des Theaters Osnabrück)</ref> An den Wuppertaler Bühnen gastierte er in der Spielzeit 2004/05 in der Rolle des Liebhabers Oskar in dem sozialkritischen Theaterstück Eldorado von Marius von Mayenburg.<ref>der vergoldete Herrscher Aufführungskritik in: Theater heute, Mai 2005, Seite 43</ref> Dort trat er, unter der Regie von Holger Schultze, auch in Brechts Theaterstück Der kaukasische Kreidekreis auf.<ref name="Heidelberg">Friedrich Witte. Vita. Offizielle Internetpräsenz Theater Heidelberg. Abgerufen am 16. Dezember 2020.</ref>
Am Theater Osnabrück, wo er von 2005 bis 2011 festes Ensemblemitglied war, trat er unter anderem als Graf Paris in Romeo und Julia (Premiere: Februar 2008), als Geselle in Andorra (Premiere: Januar 2009), als Ladislaus in dem Schauspiel Operette von Witold Gombrowicz (Premiere: März 2009), als Reverend Tooker in Die Katze auf dem heißen Blechdach (Premiere: März 2010), als gebrochener Macho Jan Werner Borschein in der Uraufführung des Theaterstücks Friday Night von Oliver Bukowski (Premiere: September 2010), als Luigi in Bezahlt wird nicht! von Dario Fo (Spielzeit 2010/11) und als Attaché in Herr Puntila und sein Knecht Matti (Spielzeit 2010/11) auf.<ref name="Osnabrück" /> In der Spielzeit 2010/11 interpretierte er am Theater Osnabrück in dem Liederabend Mein Lieb, mein Leid Chansons von Jacques Brel. Im März 2011 verkörperte er am Theater Osnabrück den Sänger und jugendlichen Liebhaber Franz, der eine homosexuelle Liebesbeziehung eingeht, in der Uraufführung des Theaterstücks Café Haertel von Juliane Kann.<ref>Vom Verwesungsgeruch des Lebens. Aufführungskritik bei Nachtkritik.de, 26. März 2011</ref> Im Mai 2011 stand er dort als M2 in der Uraufführung des Theaterstücks Die Hinterhältigkeit der Windmaschinen von Gert Jonke auf der Bühne.
Witte wirkte auch bei mehreren Theatertourneen mit. In der Spielzeit 2011/12 übernahm er bei der Konzertdirektion Landgraf die Titelrolle in einer Bühnenfassung des Romans Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull.<ref>Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot Tourneeprogramm (mit Foto von Friedrich Witte)</ref>
Seit 2011 arbeitet er als freischaffender Schauspieler. Er hatte Engagements am Schleswig-Holsteinisches Landestheater, wo er als Cyrano de Bergerac auftrat, an der Deutschen Oper Berlin und dem Neuen Schauspiel Erfurt.<ref name="Heidelberg"/><ref name="Erlangen">Friedrich Witte. Vita. Offizielle Internetpräsenz Theater Erlangen. Abgerufen am 16. Dezember 2020.</ref> In der Spielzeit 2014/15 gastierte er am Theater Erlangen.<ref name="Erlangen"/> 2016 gastierte er am Toppler Theater in Rothenburg ob der Tauber.<ref>Friedrich Witte: Drei Morde, Küche, Bad. Vita. Offizielle Internetpräsenz Toppler Theater. Abgerufen am 29. März 2026.</ref>
Friedrich Witte war ab 2012 regelmäßig als Gast am Theater Heidelberg zu sehen und ist seit der Spielzeit 2019/20 dort festes Ensemblemitglied.<ref name="Heidelberg"/>
Witte spielte auch einige wenige Film- und Fernsehrollen. In der Dramedy-Serie Schwarze Früchte (2024) war er als übergriffiger Chef einer erfolgreichen jungen Finanzberaterin zu sehen.<ref>Schwarze Früchte. Pressemappe. Abgerufen am 29. März 2026.</ref> In der 50. Staffel der ZDF-Serie Der Alte (2026) übernahm er eine Episodenhauptrolle als tatverdächtiger alleinerziehender Vater einer ermordeten jungen Frau.<ref>Der Alte: Wunschkind. Handlung und Besetzung. Offizielle Internetpräsenz des ZDF. Abgerufen am 29. März 2026.</ref>
Witte lebt in München und Berlin.<ref name="Erlangen"/>
Filmografie (Auswahl)
- 2007: Tatort – Das namenlose Mädchen (Fernsehreihe)
- 2014: Wilsberg: Das Geld der Anderen (Fernsehreihe)
- 2019: In Wahrheit: Still ruht der See (Fernsehreihe)
- 2021: Para – Wir sind King (Fernsehserie, 3 Folgen)
- 2022: Gute Zeiten, schlechte Zeiten (Fernsehserie, Folge Anna bleibt bei ihrer Aussage)
- 2023: Der Staatsanwalt (Fernsehserie, Folge Glücksbringer)
- 2024: Schwarze Früchte (Fernsehserie, 5 Folgen)
- 2026: Der Alte (Fernsehserie, Folge Wunderkind)
Weblinks
- Vorlage:IMDb/1
- Friedrich Witte bei Crew United
- Friedrich Witte bei Filmmakers
- Friedrich Witte – Agentur
- Friedrich Witte – Theater Heidelberg
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Witte, Friedrich |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Theaterschauspieler |
| GEBURTSDATUM | 1979 |
| GEBURTSORT | Solingen |
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