Friedrich Ernst Ludwig Fischer
Friedrich Ernst Ludwig (von) Fischer, auch Ferdinand (und Fedor Bogdanović Fischer (Fišer), russ.: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden.)<ref>Axel Frey: Biographischer Index Rußlands und der Sowjetunion. 1: A–E, Sauer, 2005, ISBN 3-598-347-16-2, S. 610.</ref> (* 20. Februar 1782 in Halberstadt; † 5. Juni (Julianischer Kalender) / 17. Juni (Gregorianischer Kalender) in Sankt Petersburg), war ein preußisch-russischer Botaniker. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „<templatestyles src="Person/styles.css" />Fisch.“
Leben und Wirken
Sein Vater, Gottlob Nathanael Fischer, war ein Prediger, der ihn erzog. Zum Studium kam Fischer an die Universität von Halle. Beide Eltern starben damals sehr plötzlich. Er studierte Medizin und promovierte zum Doktor 1804 mit der Dissertation Specimen de Vegetabilium imprimis Filicum propagione. Da es ihn aber nicht danach zog, als Arzt zu praktizieren, gab er seiner Liebe zur Naturwissenschaft nach und nahm einen Posten als Direktor des Botanischen Gartens in Gorenki an. Friedrich Ernst Ludwig von Fischer leitete ab 1804 diesen Garten von Graf Alexei Kirillowitsch Rasumowski (1748–1822) bei Moskau. Er publizierte dort über seltene Pflanzen aus Sibirien, bevor er 1808 einen Katalog der Pflanzen des Botanischen Gartens erstellte. 1821 unternahm er eine Reise durch Westeuropa und besuchte Institutionen in England, Frankreich und Deutschland. Zur Zeit seiner Rückkehr starb Graf Rasumowski. Er wurde dann 1823 durch Zar Alexander zum Direktor des Botanischen Gartens in Petersburg berufen. Von Fischer war von 1823 bis 1850 Direktor dieses Botanischen Gartens von Sankt Petersburg. Vom Garten in Gorenki hatte er noch zahlreiches Material, mit dem er den Botanischen Garten in Petersburg bereichern konnte. Er organisierte diesen neu und bepflanzte ihn mithilfe von Samen, die er von seinen zahlreichen Korrespondenten erhalten konnte. Er war auch in die Begründung eines Herbariums und einer Bibliothek involviert. Er organisierte auch zahlreiche Expeditionen ins Innere Russlands zur Sammlung von Material. 1830 heiratete er die Tochter eines russischen Ministers M. von Struve. Mit ihr hatte er den Sohn Gustav Theodor Fischer. 1831 erschien seine Monographia Zygophyllearum.
Von 1835 bis 1845 brachte er zusammen mit Carl Anton von Meyer jährlich einen Index Seminum<ref>Index seminum, quae Hortus Botanicus Imperialis Petropolitanus pro mutua commutatione offert : accedunt Animadversiones botanicae nonnullae. St. Petersburg 1835–1870 (online).</ref> der Pflanzen des Botanischen Gartens heraus. Darin waren auch die Beschreibungen der neu erworbenen Arten besonders aus Sibirien enthalten. 1845 begann man das neue Palmenhaus fertigzustellen. Um diese Zeit gab er den Posten als Direktor ab. In seinen letzten Jahren arbeitete er für das Innenministerium als medizinischer Berater und veröffentlichte weiter taxonomische und floristische Arbeiten.
Er war Mitglied der Redaktion der von Louis van Houtte herausgegebenen botanischen Zeitschrift Flore des serres et des jardins de l’Europe.<ref>Wilhelm Neubert: Van Houtte’s Preisverzeichnis und seine Flore des Serres et des Jardins de L’Europe. In: Deutsches Magazin für Garten- und Blumenkunde - Zeitschrift für Garten- und Blumenfreunde, und Gärtner. Band 6, Hoffmann’sche Verlags-Buchhandlung, Stuttgart 1853, S. 369.</ref>
Ehrungen
Seit 1809 war er korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen,<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> seit 1819 der Russischen<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Russische Akademie der Wissenschaften ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> und seit 1832 der Preußischen Akademie der Wissenschaften.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Friedrich Ernst Ludwig von FischerSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Im Jahr 1837 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt.<ref>{{{1}}}Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>
Kurt Sprengel benannte zu seinen Ehren die Pflanzengattung Fischera aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae).<ref>Lotte Burkhardt 2022: Eine Enzyklopädie zu eponymischen Pflanzennamen: Von Menschen & ihren Pflanzen – Berlin: Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin. – Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Handle“ ist nicht vorhanden., Berlin 2022.</ref>
Schriften (Auswahl)
- Beitrag zur botanischen Systematik. Gessner, Zürich 1812. (Digitalisat)
- Enumeratio plantarum novarum a cl. Schrenk lectarum, zusammen mit Carl Anton von Meyer. Petropoli 1841–1842. (Digitalisat Band 1)
- Sertum petropolitanum. Zusammen mit Carl Anton von Meyer. 1846–1852.
- Synopsis Astragalorum tragacantharum. Moskau 1853.
Porträts
- Bildnis des Friedrich Ernst Ludwig (von) Fischer, nach dem Leben v. F. Krüger. // Druck v. Charles Fuchs, Hamburg, um 1845, 410 × 256 mm, (online, Digitaler Porträtindex, Bildarchiv Foto Marburg)
- Bildnis der Helene Fischer, nach dem Leben v. F. A. Hornemann. // Druck. v. Charles Fuchs, Hamburg, um 1845, 327 × 249 mm, (online, Digitaler Porträtindex, Bildarchiv Foto Marburg)
Einzelnachweise
<references />
Weblinks
Vorlage:Wikidata-Registrierung
- Autoreneintrag für Friedrich Ernst Ludwig Fischer beim IPNI
- Fischer, Friedrich Ernst Ludwig von (Feodor Bogdanovic) (1782–1854) bei Global plants.
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Fischer, Friedrich Ernst Ludwig von |
| ALTERNATIVNAMEN | Фишер, Федор Богданович фон (russisch) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsch-holländischer Botaniker |
| GEBURTSDATUM | 20. Februar 1782 |
| GEBURTSORT | Halberstadt |
| STERBEDATUM | 17. Juni 1854 |
| STERBEORT | Sankt Petersburg |
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- Botaniker (19. Jahrhundert)
- Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften
- Korrespondierendes Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften
- Mitglied der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften
- Namensgeber für eine Pflanzengattung
- Mitglied der Leopoldina (19. Jahrhundert)
- Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen
- Mitglied der Accademia delle Scienze di Torino
- Person (Sankt Petersburg)
- Russe
- Deutscher
- Geboren 1782
- Gestorben 1854
- Mann