Friedrich-August-Hütte
Friedrich-August-Hütte Stadt Nordenham
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(2468)&title=Friedrich-August-H%C3%BCtte 53° 30′ N, 8° 30′ O
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| Höhe: | 0 m ü. NN | |||||
| Einwohner: | 2468 (2016)<ref>Nordwest-Zeitung: Bevölkerung Nordenham: Wieder mehr Einwohner in Nordenham. Abgerufen am 3. April 2022.</ref> | |||||
| Eingemeindung: | 1933 | |||||
| Postleitzahl: | 26954 | |||||
| Vorwahl: | 04731 | |||||
Lage von Friedrich-August-Hütte in Niedersachsen
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Friedrich-August-Hütte (FAH) ist ein Stadtteil der niedersächsischen Stadt Nordenham im Nordosten des Landkreises Wesermarsch an der Wesermündung.
Der Stadtteil ist benannt nach Großherzog Friedrich August von Oldenburg und einer gleichnamigen Zink- und Bleihütte.
Geschichte
1906 wurde die Metallwerke Unterweser AG (genannt Friedrich-August-Hütte) gegründet, um am Weserufer im südlichen Teil der damaligen Gemeinde Blexen nahe der Gemeinde Atens bei Nordenham eine Fabrik zur Zink- und Bleiverarbeitung zu errichten. Hinzu kam als gleichzeitig gegründete Tochtergesellschaft die Superphosphatfabrik Nordenham AG, um aus den anfallenden Schwefelphosphaten Kunstdünger zu gewinnen.<ref>Wolfgang Günther: Blexen und Nordenham im 19. Jahrhundert und 20. Jahrhundert. In: Eila Elzholz, Wolfgang Günther u. a. (Hrsg.): Nordenham. Geschichte einer Stadt. Isensee-Verlag, Oldenburg 1993, ISBN 3-89598-153-2, S. 331–650, S. 499 f.</ref> Bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs entstanden Arbeitersiedlungen nahe dem Werksgelände, aus denen sich der Ortsteil Friedrich-August-Hütte entwickelte.
1933 wurde der Ort zusammen mit der Gemeinde Blexen in die Stadt Nordenham eingemeindet. 1936 wurde FAH zusammen mit Einswarden und Blexersande an das Gasnetz angeschlossen.<ref>Eila Elzholz, Wolfgang Günther u. a. (Hrsg.): Nordenham. Geschichte einer Stadt. Isensee-Verlag, Oldenburg 1993, ISBN 3-89598-153-2, S. 635 f.</ref>
1957 wurde an der Margarethenstraße die Grundschule Friedrich-August-Hütte gebaut; Erweiterungsbauten folgten 1968, 1970 und 1975. 1966 wurde die evangelisch-lutherische Pauluskirche gebaut.
Die Zink- und Bleihütte wechselte mehrmals den Eigentümer. Sie gehörte sie von 1988 bis 2002 dem französischen Unternehmen Metaleurop. Die Zinkhütte wurde 2002 von Xstrata übernommen. Sie nannte sich 2024 Nordenhamer Zinkhütte - A Glencore Company. Die Zink- und Bleihütte produzierte 2025 über 170.000 Tonnen Zink und Zinklegierungen, über 95.000 Tonnen Blei und über 300.000 Tonnen Schwefelsäure. Sie hatte 2025 über 850 Mitarbeiter.<ref>www.glencore-nordenham.de/de/ueber-uns, abgerufen am 22. Februar 2026.</ref>
Bauwerke
Siehe dazu Liste der Baudenkmale in Nordenham
- Schule Blexersanderstraße 6 von 1912, heute Jugendhilfe Wesermarsch
- Ehem. Casino Johannastraße 2 von 1913
- Ehem. Werkmeister-Wohnung Albertstraße 6 von um 1910/15
Literatur
- Eila Elzholz, Wolfgang Günter et al. (Hrsg.): Nordenham. Die Geschichte einer Stadt. Isensee-Verlag, Oldenburg 1993, ISBN 3-89598-153-2.
Weblinks
- Frühe Dokumente und Zeitungsartikel zur Friedrich-August-Hütte in den Historischen Pressearchiven der ZBW
- NDR Doku 14. Oktober 2025: Deutschlands letzte Zinkhütte in Nordenham (28 min)
Einzelnachweise
<references/>