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Friedensfilmpreis (Berlinale)

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Datei:Friedensfilmpreis Bronzeplastik von Otmar Alt.jpg
Die Bronzeplastik des Friedensfilmpreises, entworfen von Otmar Alt

Der Friedensfilmpreis wird seit 1986 jährlich als Sonderpreis auf der Berlinale von einer unabhängigen Jury verliehen.

Geschichte

Anlässlich des 1986 von der UNO ausgerufenen Internationalen Jahres des Friedens initiierte die Berliner Kampagne „Unsere Stadt gegen Atomwaffen“ den Friedensfilmpreis. Er sollte einen im Programm der Berlinale gezeigten Film auszeichnen, der „am stärksten den Zielsetzungen des UNO-Friedensjahres entspricht“.<ref>Dorothee Hackenberg: Wettern über Wirtshausgänger.»Feindbilder« – Eine Diskussionsveranstaltung im Rahmen der Verleihung des Friedensfilmpreis in der Urania, Taz, 19. Februar 1991</ref> Erstmals wurde der Preis unter der Schirmherrschaft von Altbischof Kurt Scharf an den australischen Dokumentarfilmer Denis O’Rourke für seinen Film Half Life: A Parable for the Nuclear Age vergeben.<ref>Günter Bahr: Ein trefflicher Preis, in: Die Weltbühne, Band 14/1986, Verlag die Weltbühne, S. 305 (Snippet Ansicht)</ref> Der Film lief im „Forum“ der Berlinale.

Der Friedensfilmpreis wird jährlich in Form einer Bronzeplastik verliehen und ist mit 5000 Euro dotiert. Er geht an Filme „die durch eine eindringliche Friedensbotschaft und ästhetische Umsetzung des Filmthemas überzeugen.“<ref name="Berlinale">Preise von unabhängigen Jurys, Berlinale 2022</ref> Träger des Friedensfilmpreises sind die Heinrich-Böll-Stiftung, die das Preisgeld stiftet, der Weltfriedensdienst e. V. und die Friedensinitiative Zehlendorf. Die Schirmherrschaft liegt bei der Internationalen Vereinigung der Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs. Die unabhängige Jury besteht aus sieben Mitgliedern, die Filme aus allen Sektionen sichten.<ref name="Berlinale" />

Kontroverse 2013

Die Vergabe 2013 an den dänisch-palästinensischen Regisseur Mahdi Fleifel für seinen Dokumentarfilm A World Not Ours über den Alltag von Palästinensern in einem libanesischen Flüchtlingslager löste Kontroversen aus.<ref>Igal Avidan:Friedenspreis löst Wortgefecht aus, Deutschlandfunk Kultur, 1. März 2013</ref><ref>Ist die Idee eines jüdischen Staates lächerlich? Die Welt, 19. Februar 2013</ref> Das American Jewish Committee in Deutschland kritisierte die Entscheidung: Wer Israel das Existenzrecht aberkennt, diene nicht als Vorbild für den Frieden.<ref>Dokumentarfilmer Mahdi Fleifel im Gespräch, oe1 ORF.at, 8. April 2017</ref> Nach antiisraelischen Äußerungen des Regisseurs distanzierte sich die Heinrich-Böll-Stiftung von der Preisvergabe.<ref>Unterm Strich, taz Kultur (Archiv), 20. Februar 2013</ref>

Preisträger

Diese Filme wurden bisher mit dem Preis ausgezeichnet:<ref>Preisträger, friedensfilm.de</ref><ref>Der Friedensfilmpreis. Heinrich-Böll-Stiftung, abgerufen am 5. Juli 2023.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />