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Fridolin Leiber

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Fridolin Leiber - Die zwei Wege.jpg
Die zwei Wege, Chromolithographie um 1890
Datei:Fridolin Leiber - Schutzengel.jpg
Schutzengel, eines von Leibers bekanntesten Bildern

Fridolin Leiber (* 4. März 1843 in Niedereschach<ref>Staatsarchiv Freiburg, Best. L 10, Nr. 5445, Niedereschach, Kath. Gemeinde, Geburtenbuch 1836–1869, S. 217, Nr. 8 (online).</ref>; † 4. April 1912 in Frankfurt am Main<ref>Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main, Best. STA 12/452, Standesamt II, Sterberegister 1912, S. 85.</ref>) war ein deutscher Maler.

Leben

Der 1843 im Schwarzwald als Sohn des Landwirts Thomas Leiber und dessen Ehefrau Helena. Uhrenmaler Fridolin Leiber meldete sich 1881 auf eine Annonce des Frankfurter Kunstverlags Eduard Gustav May im Fachblatt Freie Künste. Er wurde daraufhin Leiter des lithografischen Ateliers und somit „Hausmaler“ der Firma. Diese Funktion hatte er von 1882 bis 1912 inne.

Leibers erste Arbeiten für Verlag E. G. May waren typische Heiligendarstellungen. In der Folge verarbeitete er Motive wie die zehn „Lebensaltersstufen“ des Menschen, die sieben Stufen der „verschiedenen Stände im menschlichen Leben“, die „zwei Wege“ sowie Schutzengeldarstellungen. Einige dieser Motive gehen auf ältere, teils mittelalterliche Bildformulierungen zurück, die nach Ideen der Firmenleitung umgezeichnet und „modernisiert“ wurden.

Leiber signierte entweder mit seinem vollen Namen oder mit seinem Monogramm „F. L.“ Als populäre Wandbilddrucke fanden seine Bilder große Verbreitung.

Da nicht alle Bilder von Leiber signiert sind, ist es nicht immer möglich, seine Bilder zuzuordnen. Ein Vergleich mit signierten Bildern bezüglich ikonographischer Details kann dabei einigermaßen gesicherte Ergebnisse bringen. Allerdings muss dabei beachtet werden, dass Leiber kein Maler war, sondern als Atelierleiter lediglich Vorlagen für die Drucke, meist Farblithographien, lieferte. So können Teile eines Bildes auch in anderen Editionen verwendet werden. Ebenso kann es zu einem Thema verschiedenen Variationen geben. Zudem schuf er seine Bilder im Geschmack der damaligen Zeit, den auch andere Maler zu Grunde legten.

Fridolin Leiber starb am 4. April 1912 im Alter von 69 Jahren in Frankfurt am Main.

Im LebensSpuren-Museum der Gemeinde Niedereschach ist eine Dauerausstellung dem Bürgersohn Fridolin Leiber gewidmet. Dort wird auch eine fortlaufende Liste seiner bekannten Werke geführt.<ref>Heimatmuseum Niedereschach.</ref>

Literatur

  • Wolfgang Brückner: Kleinbürgerlicher und wohlstandsbürgerlicher Wandschmuck im 20. Jahrhundert. In Kunst und Konsum – Massenbilderforschung (=Volkskunde als historische Kulturwissenschaft 6; Veröffentlichungen zur Volkskunde und Kulturgeschichte 82). S. 407–444. Würzburg 2000.
  • Wolfgang Brückner, Christa Pieske: Die Bilderfabrik. Dokumentation zur Kunst- und Sozialgeschichte der industriellen Wandschmuckherstellung zwischen 1845 und 1973 am Beispiel eines Großunternehmens. Historisches Museum Frankfurt am Main, Frankfurt 1973.
  • Wolfgang Brückner: Elfenreigen – Hochzeitstraum. Die Öldruckfabrikation 1880–1940. M. DuMont Schauberg, Köln 1974, ISBN 3-7701-0762-4.

Weblinks

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Einzelnachweise

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