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Freudenthalscher Einhängungssatz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Der Freudenthal’sche Einhängungssatz ist ein Satz aus dem mathematischen Teilgebiet der algebraischen Topologie, er bildet eine Grundlage für die stabile Homotopietheorie.

Die Aussage ist die folgende:

Sei <math>n \geq 0</math> und <math>X</math> ein <math>n</math>-zusammenhängender CW-Komplex. Dann ist die von der Einhängung induzierte Abbildung

<math>\pi_r(X) \to \pi_{r+1}(\Sigma X)</math>

für <math>1\leq r \leq 2n</math> ein Isomorphismus und für <math>r=2n+1</math> surjektiv.

Für die stabilen Homotopiegruppen <math>\pi_*^s(X)</math> folgt daraus, dass

<math>\pi_r(X)\to \pi_r^s(X)</math>

für <math>1\leq r \leq 2n</math> ein Isomorphismus und für <math>r=2n+1</math> surjektiv ist.

Verallgemeinerung: Sei <math>n \geq 0</math> und <math>X</math> ein <math>n</math>-zusammenhängender CW-Komplex. Sei <math>Y</math> ein endlicher CW-Komplex mit <math>H^q(Y)=0</math> für <math>q>2n</math>. Dann ist

<math>\left[Y,X\right]\to \left[\Sigma^kY,\Sigma^kX\right]</math>

für alle <math>k\ge 0</math> eine Bijektion zwischen den Mengen der Homotopieklassen.<ref>Milnor, John; Spanier, Edwin: Two remarks on fiber homotopy type. Pacific J. Math. 10 1960 585–590. </ref>

Literatur

  • Robert M. Switzer: Algebraic Topology – Homology and Homotopy. Springer, Berlin u. a. 2002, ISBN 3-540-42750-3 (Classics in Mathematics).

Weblinks

Einzelnachweise

<references />