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Freiherr-vom-Stein-Gymnasium (Kleve)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Freiherr-vom-Stein-Gymnasium
Datei:Freiherr-v-stein-gymnasium kleve.jpg
Das Stein-Gymnasium an der Römerstraße. Zu sehen ist der Altbau.
Schulform Gymnasium
Schulnummer 165931
Gründung 1817
Adresse Römerstraße 9
47533 Kleve
Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 47′ 12″ N, 6° 7′ 43″ OKoordinaten: 51° 47′ 12″ N, 6° 7′ 43″ O
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Träger Stadt Kleve
Schüler 757<ref>Information auf der Seite Schule Suchen des Schulministeriums Nordrhein-Westfalen. Zuletzt abgerufen am 10. März 2023.</ref>
Lehrkräfte 68
Leitung Timo Bleisteiner<ref name="Schulleitung">Schulleitung. In: www.stein.kleve.de. Abgerufen am 4. November 2020.</ref>
Website www.stein.kleve.de

Das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Kleve am Niederrhein ist eines der beiden städtischen Gymnasien.

Geschichte

Ein Vorläufer war die 1619 gegründete und 1643 durch Fusion mit der Emmericher Schule gestärkte evangelisch-reformierte Lateinschule, die höhere Bildungsansprüche für Schüler als „Illustre Paedagogium Brandenburgicum Reformatum“ erfüllte und den besonderen Schutz des brandenburgischen Statthalters Johann Moritz von Nassau-Siegen genoss. Sie bestand bis in die Franzosenzeit nach 1803, als der Unterricht eingestellt wurde und die wertvolle Bibliothek nach Hamm verbracht wurde.

Die höhere Schule wurde im April 1817 als humanistisches Gymnasium und reine Jungenschule unter dem Namen Königliches Gymnasium zu Cleve im Gebäude des ehemaligen Schwesternhauses vom Berg Sion neu gegründet. Mit dem Neubau der Schule an der Römerstraße 1902 begann die Erschließung eines Teils der Klever Oberstadt. Ursprünglich auf 200 Schüler ausgelegt, war sie bereits 25 Jahre später mit 400 Schülern überlastet. Seit 1919 hieß die Schule in preußischer Trägerschaft Staatliches Gymnasium Cleve, 1938 Hindenburg-Oberschule – Staatliche Oberschule für Jungen. Auf dem Schulhof fand 1933 die Bücherverbrennung in Kleve statt. Beim Luftangriff am 7. Oktober 1944 wurde das Schulgebäude bis auf die Grundmauern zerstört. Der Schulbetrieb wurde danach in Teilen im Gebäude der Berufsschule fortgesetzt. Nach Kriegsende 1945 wurde die Schule erneut umbenannt und erhielt ihren ursprünglichen Namen Staatliches Gymnasium Cleve von 1919 zurück.

Anfang der 1950er wurde die Schule, die nun in Trägerschaft des Landes Nordrhein-Westfalen stand, wiederaufgebaut und erweitert. In den 1970ern folgte ein weiterer Ausbau der Gebäude sowie die Umstellung auf die Reformierte Oberstufe, die zu Lasten der altsprachlichen Tradition ausfiel. Seit 1974 trägt das Gymnasium seinen heutigen Namen, seit 1975 werden Mädchen als Schülerinnen aufgenommen. Die Stadt Kleve ist heute der Schulträger.

Im Jahr 2017 feierte das Gymnasium 200-jähriges Bestehen. Vom Frühjahr 2019 bis 2021 wurde der Altbau saniert. Anfang Mai 2023 gab das Bistum Münster in zwei Pressemitteilungen bekannt, dass es Anerkennungszahlungen des Bistums wegen sexuellen Missbrauchs von Schülern durch einen früheren Direktor gegeben hat.<ref>Sechs weitere Betroffene melden sich nach Bericht ueber Missbrauchsvorwürfe. In: Pressestelle des Bistums Münster. 11. Mai 2023, abgerufen am 11. Mai 2023.</ref><ref>WDR: 25 Kinder missbraucht: Bistum Münster veröffentlicht Details zu verdächtigtem Schulleiter. 19. Dezember 2023, abgerufen am 3. Januar 2024.</ref>

Heutiges Schulbild

Das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium hat über 750 Schülerinnen und Schüler aus Kleve und den Nachbargemeinden in einer drei- bis vierzügigen Sekundarstufe I und den Jahrgangsstufen der Oberstufe. In der Oberstufe kooperiert es mit dem Konrad-Adenauer-Gymnasium, um ein breiteres Kursangebot zu ermöglichen.

Namhafte Schüler

Schulleiter und bekannte Lehrer

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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