Freies Radio für Stuttgart
Vorlage:Infobox Rundfunksender
Das Freie Radio für Stuttgart (FRS) ist ein Freies Radio, das seit dem 28. September 1996 in Stuttgart auf Sendung ist. Das FRS ist auf Landesebene mit anderen Freien Radios in Baden-Württemberg in der Assoziation Freier Gesellschaftsfunk (AFF) organisiert und Mitglied im Bundesverband Freier Radios.
Programm
Im Programm des FRS gibt es zahlreiche Musiksendungen (von Klassik über Independent, Jazz bis Noise), Kulturprogramme, Sendungen von Selbsthilfegruppen, medienpädagogische Inhalte (in Kooperation mit Schulen, Jugendhäusern und anderen Trägern), die Inforedaktion mit politischen Magazinsendungen und eine große Anzahl muttersprachlicher Sendungen (derzeit 13 verschiedene Sprachen). Die Produktion der Sendungen übernehmen rund 200 ehrenamtlich arbeitende Radiomachende.
Neben eigenen Sendungen werden im Programm des FRS auch Beiträge und Sendungen von anderen Freien Radios übernommen. Über neue Sendungen und Redaktionen wird auf dem monatlichen Redaktionsplenum beraten und abgestimmt.
Verbreitung
Die Ausstrahlung erfolgt vom Schornstein des Müllheizkraftwerks Münster auf UKW 99,2 MHz mit einer Sendeleistung von 300 Watt in Stereo. Aufgrund der relativ geringen Sendeleistung und des Senderstandortes ist der terrestrische Empfang nicht im gesamten Stadtgebiet von Stuttgart gewährleistet. Im digitalen Kabelnetz DVB-C wird das FRS auf Kanal S41 überall dort verbreitet, wo es auch über UKW empfangbar ist. Über die Website des Freien Radio für Stuttgart kann das Programm im Livestream angehört werden und in der Mediathek können sieben Tage lang Sendungen nachgehört werden.
Geschichte
Eine Novelle des Landesmediengesetz Baden-Württemberg ermöglichte die Ausschreibung nichtkommerzieller Hörfunklizenzen. Darauf fand im Juni 1993 ein erstes Treffen für eine Stuttgarter Initiative für ein nichtkommerzielles Radio statt. Im September desselben Jahres wurde der Förderverein für das Freie Radio Stuttgart gegründet, der bis heute Träger des Senders ist. Die Gründungsmitglieder waren 43 Gruppen und Einzelpersonen, darunter etablierte Institutionen wie der Stadtjugendring Stuttgart, IG Medien - Ortsverein Stuttgart, CVJM Stuttgart, DGB Landesbezirk Baden-Württemberg - Abt. Jugend, Zentrales Fachschaftsbüro der Universität Stuttgart, Naturschutzjugend - NABU Gruppe Stuttgart, u. v. m.
Während in anderen Städten Baden-Württembergs die Ausschreibungen der Landesanstalt für Kommunikation (LfK) bereits im Oktober 1993 starteten, verzögerte sich die Festlegung einer Frequenz für nichtkommerzielle Anbieter in Stuttgart aufgrund der geografischen Talkessel-Lage und der großen Konkurrenzsituation vieler Hörfunksender. Erst nach öffentlichen Protesten und einer Anhörung im Landtag 1995 wurde im März 1995 die Frequenz 97,2 MHz ausgeschrieben.
Neben einer geringen Reichweite kämpfte das FRS zunächst zusätzlich mit erheblichen zeitlichen Einschränkungen aufgrund von vorgesehenen Frequenzsplittings. Bei Verhandlungen mit der LFK konnte sich das FRS teilweise durchsetzen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Stuttgarter Zeitung, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden. ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Die Frequenz 97,2 MHz wurde im Februar 1996 dem FRS zugesprochen, mit Ausnahme der Sendezeit mittwochs von 20 bis 22 Uhr. Am 28. September 1996 ging das FRS aus seinem Studio im Keller eines Wohnhauses in der Falbenhennenstraße 11 offiziell auf Sendung.
Anfangs firmierte das FRS unter dem Namen Freies Radio Stuttgart. Der Süddeutsche Rundfunk (SDR) machte Rechte auf die Kombination der Worte Radio Stuttgart geltend, da der Vorläufer des SDR diesen Namen trug (siehe SDR - Radio Stuttgart). Das Wort "für" als Ergänzung zwischen den beiden Worten wurde juristisch akzeptiert.
Im Jahr 1999 bezeichnete die Bild-Zeitung das FRS als "kurdischen Terrorsender". Die Folge waren eine Bombendrohung und eine Hausdurchsuchung der Polizei. Die Bild-Zeitung musste nach einem Vergleich eine Klarstellung veröffentlichen.
Ab April 2001 sendet FRS aus einem neuen Studio in der Riekestraße.
Im Mai 2003 wechselt die Frequenz von 97,2 MHz Mono zu 99,2 MHz Stereo und einem neuen Standort der Sendeanlage am Kraftwerk Stuttgart-Münster. Vorausgegangen waren mehrjährige Versuche der LfK die Frequenz 97,2 MHz auf einen besseren Standort mit höherer Leistung umzukoordinieren.
Mit Beginn der Lizenzperiode 2004 muss sich das FRS die Frequenz mit dem Hochschulradio teilen, es fehlten jetzt 32 Stunden Sendezeit pro Woche. Nach erfolglosem Widerspruch und anschließender Klage beim Verwaltungsgericht erhält das FRS seine Vollfrequenz erst im Januar 2010 zurück, nachdem das Hochschulradio zwischenzeitlich eine eigene Frequenz erhalten hat.
Ab Januar 2008 bis Januar 2022 gibt das FRS das Print-Programmheft Modulator heraus. Es erscheint zweimonatlich und enthält neben dem Radioprogramm politische und gesellschaftliche Themen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Januar 2008 - Januar 2022Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. FRS ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden. </ref>
Im März 2013 wird dem FRS gekündigt, im Herbst werden neue und größere Räume in der Stöckachstr. 16a bezogen, in denen das Freie Radio bis heute untergebracht ist.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>
Im Herbst 2026 ist das FRS Gastgeber der Zunkunftwerkstatt Community Media, der Kongress des Bundesverband Freier Radios.
Auszeichnungen
Das FRS wurde im Jahr 2013 mit dem LFK Medienpreis in der Kategorie "Nichtkommerzielle Veranstalter / Hochschulen/Ausbildungseinrichtungen" für den Beitrag "Mittendrin – Mein Leben in Stuttgart und davor" ausgezeichnet.<ref>Jens F. Hofstadt: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. radioszene.de, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden. ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>
Im Jahr 2014 erhält das FRS erneut den LFK Medienpreis in der Kategorie "Nichtkommerzielle Veranstalter / Hochschulen/Ausbildungseinrichtungen" für den Beitrag "Spurensuche – Jugendliche entdecken unsere Stadt".<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. ( vom 21. August 2014 im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. radioszene.de, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden. ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
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Koordinaten: 48° 47′ 23,9″ N, 9° 11′ 58,8″ O
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