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Freier Gelenkkörper

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Klassifikation nach ICD-10
M24.0- Freier Gelenkkörper
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)

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Datei:Arthrolith from human knee DSC6274.jpg
Gelekmaus aus einem menschlichen Kniegelenk auf einem 1-cm-Raster
Datei:Arthrolith from human knee DSC6272.jpg
Rückseite der Gelenkmaus

Ein Freier Gelenkkörper (lateinisch: Corpus liberum, Plural Corpora libera)<ref>Pschyrembel (Medizinisches Wörterbuch), 266. Auflage, Berlin/Boston 2014, ISBN 978-3-11-033997-0, Seite 419</ref>, auch Arthrolith ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) oder Gelenkmaus (lat. Mus articularis) ist ein aus Knorpel, Knochen oder der inneren Gelenkhaut (Synovialis) bestehender, frei beweglicher Körper in einem Gelenk.

Bei einer so genannten Gelenkmaus besteht keinerlei Verbindung zum Ablöseherd – die Gelenkmaus kann sich frei im Gelenk bewegen. Je nach Größe und Lage einer Gelenkmaus kann es zu Einklemmungen und Gelenkblockierungen kommen. Das Leitsymptom der Einklemmung, oft unter plötzlich auftretender absoluter Gelenksperre, nennt man auch „Maussymptom“. Gelenkmäuse können klinisch stumm sein oder Geräusche (Krepitation) verursachen oder auch spontan auftretende schießende Schmerzen verursachen.<ref name="lexikon-der-medizin-S688">Hoffmann-La-Roche-Aktiengesellschaft (Grenzach-Wyhlen): Roche Lexikon Medizin, Elsevier Health Sciences, ISBN 3-437-15156-8. S. 688.</ref>

Ist ein Gelenkkörper nicht völlig frei, sondern durch Narbengewebe an der Gelenkkapsel oder an anderen Strukturen verhaftet, spricht man hingegen von einem Corpus pendulans.<ref name="porter-schon-2007-S370">David A. Porter, Lew C. Schon: Baxter's The Foot and Ankle in Sport E-Book, Elsevier Health Sciences, 2007, ISBN 0-323-07021-3. S. 370.</ref> Gelenkkörper können durch die Aktivität von Chondroblasten bzw. Osteoblasten größer werden; umgekehrt können sie durch die Aktivität von Osteoklasten bzw. Chondroklasten kleiner werden.<ref name="porter-schon-2007-S370" />

Ursachen

Als Ursache der Ablösung kommen in Frage:<ref name="lexikon-der-medizin-S688" />

Gelenkflächendefekte, die durch die Gelenkmäuse entstanden sind, nennt man auch „Mausbett“. Besonders häufig ist das Kniegelenk betroffen. Eine Gelenkmaus kann durch Röntgenbild, Kernspintomographie oder Arthroskopie diagnostiziert werden.

Behandlung

Symptomatische freie Gelenkkörper können operativ entfernt werden. Meist geschieht dies über eine minimal-invasive Operation (Arthroskopie). Liegt die Ursache für den freien Gelenkkörper in einem Gelenkschaden, wird während der Arthroskopie ggf. auch dieser behandelt.

Liegen Knorpelschäden vor, kann neben einer medikamentösen Behandlung auch eine Knorpel-Knochen-Transplantation (Osteochondrale Transplantation) oder eine Knorpel-Knochen-Anbohrung durchgeführt werden.

Frühzeitig nach der Operation kommen Physiotherapie bzw. Krankengymnastik zum Einsatz.

Literatur

  • Max Kappis: Über Bau, Wachstum und Ursprung der Gelenkmäuse. Deutsche Zeitschrift für Chirurgie 157 (1920), S. 214–242.
  • Pschyrembel Klinisches Wörterbuch, 259. Auflage Gruyter, 2002. ISBN 3-11-017213-5
  • Roche Lexikon Medizin, 5. Auflage Urban & Fischer Verlag, München 2003. ISBN 3-437-15150-9

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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