Verein Deutscher Ingenieure
| Verein Deutscher Ingenieure (VDI) | |
|---|---|
| colspan="2" class="notheme" style="text-align: center; padding:1em 0; background-color:#Vorlage:Standardfarbe; color:#202122;" | VDI Logo 2022.svg | |
| Rechtsform | Eingetragener Verein |
| Gründung | 12. Mai 1856 |
| Auflösung | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Gründer | Carl Friedrich Euler, Joseph Pützer, Richard Peters, Franz Grashof, Wilhelm von Kankelwitz, Carl Bischof, Heinrich Caro, Heinrich Lezius u. a. |
| Sitz | Düsseldorf |
| Vorläufer | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Nachfolger | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Zweck | Technisch-wissenschaftlicher Verein |
| Vorsitz | Lutz Eckstein (Präsident) |
| Geschäftsführung | Adrian Willig (Direktor)<ref>Ehrenamtliche Struktur des VDI e. V. In: vdi.de. Verein Deutscher Ingenieure, abgerufen am 1. Mai 2023.</ref> |
| Eigentümer | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Umsatz | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Stiftungskapital | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Beschäftigte | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Freiwillige | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Mitglieder | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Website | www.vdi.de |
Der Verein Deutscher Ingenieure e. V. (VDI) ist ein deutscher technisch-wissenschaftlicher, gemeinnütziger Verein. Eigenangaben zufolge stellt er die größte Vereinigung dieser Art in Deutschland dar. 1856 gegründet, hat er sich u. a. zum Ziel gesetzt, die technische Wissenschaft und Forschung sowie den entsprechenden Nachwuchs zu fördern, technische Regelwerke und Prüfzeichen herauszugeben sowie die Weiterbildung und den Erfahrungsaustausch von Ingenieuren zu ermöglichen.
Um diese Ziele zu verwirklichen, hat der gemeinnützige Hauptverein zusätzliche Einrichtungen geschaffen, wie die ebenfalls gemeinnützige VDI-Ingenieurhilfe sowie die VDI GmbH mit ihren wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben. Für alle Einrichtungen des VDI zusammen ist die Bezeichnung VDI-Gruppe gebräuchlich.<ref name="VDI-Gruppe">VDI-Gruppe. In: vdi.de. Verein Deutscher Ingenieure, abgerufen am 22. März 2019.</ref>
Aufgabe
Die Aufgaben, die sich der VDI gemäß seiner Satzung selbst stellt, sind
- Zusammenwirken aller Technikgestalter und sonstiger Gestalter menschlichen Schaffens mit dem Ziel des verantwortungsvollen Umgangs mit Technik,
- Förderung der technischen Wissenschaft und Forschung,
- Förderung des technischen Nachwuchses,
- technische Regelsetzung,
- Weiterbildung von Ingenieuren,
- Ermöglichung des Erfahrungsaustauschs und
- Schaffung von Prüfzeichen.<ref name="Satzung">Verein Deutscher Ingenieure (Hrsg.): Satzung. Neufassung beschlossen von der Vorstandsversammlung am 22. November 2011, zuletzt geändert am 13. Dezember 2018. Düsseldorf 13. Dezember 2018.</ref>
Berufs- und standespolitische Zielsetzungen werden in der Satzung nicht aufgeführt.<ref>Verein Deutscher Ingenieure (Hrsg.): 125 Jahre Verein Deutscher Ingenieure. Düsseldorf 1981, S. 85.</ref>
Der VDI e. V. ist nach eigenen Angaben die größte Vereinigung von Ingenieuren und Naturwissenschaftlern in Deutschland. Er vertritt seine Interessen in der nationalen Politik und agiert auch international bei transnationalen Dachverbänden wie FEANI oder der WFEO.
Die Mitglieder der VDI-Gruppe leisten technisch-wissenschaftliche Arbeit bei Standardisierungen und als Projektträger öffentlicher Forschungsförderung. Der Verein Deutscher Ingenieure e. V. betreibt nationale und internationale Interessenvertretung und hat sich deshalb u. a. in der Lobbyliste des Bundestages<ref>Bekanntmachung der öffentlichen Liste über die Registrierung von Verbänden und deren Vertretern. (PDF; 38 MB) In: bundestag.de. Deutscher Bundestag, 11. Mai 2018, abgerufen am 20. März 2019.</ref> eintragen lassen.
Aktivitäten
Förderung des technischen Nachwuchses
Zur Förderung des technischen Nachwuchses existieren beim VDI verschiedene Netzwerke und Initiativen:
- Der VDIni-Club für Kinder ab vier Jahren, um Kinder für Technik und Naturwissenschaften zu begeistern<ref>VDIni-Club – Informationen für die Eltern. In: zukunftspiloten.vdi.de. Verein Deutscher Ingenieure, abgerufen am 25. Juli 2020.</ref>
- Die VDI-Zukunftspiloten für Jugendliche mit Interesse an MINT-Fächern<ref>Kann man das nicht besser machen? Verein Deutscher Ingenieure, abgerufen am 25. Juli 2020.</ref>
- Das Netzwerk Studenten und Jungingenieure für Studierende, Doktoranden und Berufseinsteiger<ref>SuJ: Das VDI-Netzwerk für Studenten und Jungingenieure. Verein Deutscher Ingenieure, abgerufen am 25. Juli 2020.</ref>
Arbeitskreis Frauen im Ingenieurberuf
Der Arbeitskreis Frauen im Ingenieurberuf des VDI<ref>Website des Arbeitskreises Frauen im Ingenieurberuf.</ref> sieht sich als Vertreter der Interessen der Ingenieurinnen und Studentinnen in den Ingenieurwissenschaften in der Gesellschaft und in der Technik. Er unterhält nationale und internationale Kontakte zum Deutschen Ingenieurinnenbund, zur European Platform of Women Scientists, zu European Women in Mathematics, zum AKC der Deutschen Zoologischen Gesellschaft, zu Women in Industrial Research, INWES und zum Center for Women and Information Technology. Der FIB ist in mehreren regionalen Arbeitskreisen innerhalb des VDI organisiert. Vorsitzende des Arbeitskreises ist Burghilde Wieneke-Toutaoui.
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Bezirksvereine
Um den Austausch der Ingenieure untereinander zu ermöglichen, wurden schon im Gründungsjahr die ersten fünf Bezirksvereine des VDI gegründet.<ref name="VDIZ639" /> Zu ihren Gründern gehörten diejenigen, die auch an der Gründung des VDI beteiligt waren.<ref>Erich Kothe: Vom Werden und Wirken des VDI. In: VDI-Z. Band 98, Nr. 14, 11. Mai 1956, S. 685.</ref> Zum 25-jährigen Jubiläum des Vereins hatte sich die Anzahl der Bezirksvereine auf 26 erhöht.<ref name="VDIZ642" /> Bis 1910 war den VDI-Mitgliedern freigestellt, ob sie einem Bezirksverein angehören wollten oder nicht. Auf der in diesem Jahr stattfindenden Hauptversammlung in Danzig wurde beschlossen, dass die im Deutschen Reich wohnenden VDI-Mitglieder einem Bezirksverein anzugehören haben.<ref>Erich Kothe: Vom Werden und Wirken des VDI. In: VDI-Z. Band 98, Nr. 14, 11. Mai 1956, S. 660.</ref>
Aktuell gibt es 45 VDI-Bezirksvereine, die über das gesamte Bundesgebiet verteilt sind.<ref>Der VDI in den Regionen. Verein Deutscher Ingenieure, abgerufen am 22. März 2019.</ref> Die jeweiligen Vorsitzenden der Bezirksvereine sowie ein weiterer bevollmächtigter Vertreter gehören der Vorstandsversammlung des VDI an.<ref>Organe des VDI. Verein Deutscher Ingenieure, abgerufen am 22. März 2019.</ref>
Regelsetzung
Mit aktuell über 2000 veröffentlichten VDI-Richtlinien ist der VDI drittgrößter technischer Regelsetzer in Deutschland.<ref>Stephan Berends: VDI 1000 – Grundlage der VDI-Richtlinienarbeit. In: VDI nachrichten. 12. Februar 2016, ISSN 0042-1758, S. 40.</ref> Jährlich kommen zwischen 220 und 240 neue Richtlinien hinzu oder werden aktualisiert.<ref>Hanna Büddicker: Grundlage für Richtlinienarbeit aktualisiert. In: VDI nachrichten. 27. Januar 2017, ISSN 0042-1758, S. 39.</ref> Hinzu kommen nationale und internationale Normen, die von den VDI-Fachgesellschaften Kommission Reinhaltung der Luft (KRdL)<ref>Bettina Reckter: Wieder blauer Himmel über der Ruhr. In: VDI nachrichten. 9. Februar 2018, ISSN 0042-1758, S. 13.</ref> und Normenausschuss Akustik, Lärmminderung und Schwingungstechnik (NALS)<ref>DIN/VDI-Normenausschuss Akustik, Lärmminderung und Schwingungstechnik (NALS). In: din.de. DIN, abgerufen am 6. Juni 2019.</ref> erarbeitet werden.
Die fachliche Arbeit an den technischen Regeln wird von ehrenamtlich für den VDI tätigen Experten interessierter Kreise geleistet.<ref>Verein Deutscher Ingenieure (Hrsg.): VDI 1000 – VDI-Richtlinienarbeit – Grundsätze und Anleitungen. Beuth Verlag, Berlin Februar 2017, S. 5.</ref> Im Gegensatz zum DIN werden Personen in die Richtlinienausschüsse aufgenommen, die auch bei einem Arbeitgeberwechsel dabeibleiben können. Beim DIN werden zumeist Firmen mit deren Vertretern geladen. Der Bezug der VDI-Richtlinien ist auch für VDI-Mitglieder kostenpflichtig, es wird jedoch ein Preisnachlass gewährt. An zahlreichen Hochschulstandorten können VDI-Richtlinien eingesehen werden.<ref>Normen vor Ort einsehen. In: beuth.de. Beuth Verlag, abgerufen am 6. Juni 2019.</ref>
Organisation
Fachgesellschaften
Für die fachliche Arbeit innerhalb des VDI sind (Stand 2025) 12 Fachgesellschaften mit 42 Fachbereichen zuständig:<ref>Die VDI-Fachgesellschaften – Geballte Expertise und starkes Netzwerk. In: vdi.de. Verein Deutscher Ingenieure, abgerufen am 6. November 2025.</ref>
- Bauen und Gebäudetechnik
- Energie und Umwelt
- Fahrzeug- und Verkehrstechnik
- Materials Engineering
- Mess- und Automatisierungstechnik
- Mikroelektronik, Mikrosystem- und Feinwerktechnik
- Normenausschuss Akustik, Lärmminderung und Schwingungstechnik
- Produkt- und Prozessgestaltung
- Produktion und Logistik
- Kommission Reinhaltung der Luft – Normenausschuss
- Technologies of Life Sciences
- Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen
Mess- und Automatisierungstechnik und Mikroelektronik, Mikrosystem- und Feinwerktechnik sind gemeinsame Fachgesellschaften von VDI und VDE, beim Normenausschuss Akustik, Lärmminderung und Schwingungstechnik und der Kommission Reinhaltung der Luft erfolgt eine Zusammenarbeit von VDI und DIN.
VDI-Gruppe
Die VDI-Unternehmensgruppe besteht aus acht privatwirtschaftlich organisierten Unternehmen, die gewinnorientierte Ziele verfolgen, zwei eingetragenen Vereinen und einer gemeinnützigen GmbH:<ref name="VDI-Gruppe" />
- VDI e. V., 1856 gegründet
- VDI GmbH, hält die Beteiligungen an den Tochtergesellschaften der VDI-Gruppe und ist damit für die wirtschaftlichen Aktivitäten verantwortlich
- VDI Service GmbH, zentraler Dienstleister für das VDI-Haus am Standort Düsseldorf
- VDI Technologiezentrum GmbH, 1975 als Bereich des VDI e. V. gegründet und seit 2003 als GmbH firmierend,<ref>Was uns als Arbeitgeber und Dienstleister ausmacht. In: vditz.de. VDI Technologiezentrum GmbH, abgerufen am 21. Dezember 2022.</ref> mit Standorten in Düsseldorf und Berlin vertreten<ref>Unsere Standorte in Deutschland. In: vditz.de. VDI Technologiezentrum GmbH, abgerufen am 13. Januar 2026.</ref>
- VDI Wissensforum GmbH, im Oktober 1957 als VDI-Bildungswerk GmbH ins Handelsregister Düsseldorf eingetragen, 2001 in VDI Wissensforum umbenannt und 2004 aus dem VDI e. V. als GmbH ausgegliedert<ref>Historie. In: vdi-wissensforum.de. VDI Wissensforum GmbH, abgerufen am 19. September 2019.</ref>
- VDI Verlag GmbH, am 6. Oktober 1923 gegründet<ref>Oskar E. Schwenninger: Der Verlag. In: VDI-Z. Band 98, Nr. 14, 11. Mai 1956, S. 734.</ref>
- VDI Fachmedien GmbH & Co. KG, durch Umfirmierung aus dem Springer-VDI-Verlag entstanden, der ein Gemeinschaftsunternehmen vom VDI Verlag und Springer Nature war<ref>VDI Verlag übernimmt 100% der Unternehmensanteile an Springer-VDI-Verlag. In: ingenieur.de. VDI Verlag GmbH, abgerufen am 22. März 2019.</ref>
- VDI/VDE Innovation + Technik GmbH
- VDI Versicherungsdienst GmbH
- VDI – GaraGe gemeinnützige GmbH, im September 2000 als Technologiezentrum für Jugendliche gegründet<ref>Geschichte. In: g-a-r-a-g-e.com. VDI GaraGe gemeinnützige GmbH, abgerufen am 22. März 2019.</ref>
- VDI Ingenieurhilfe e. V., 1894 gegründet, um in Not geratenen Ingenieuren oder deren Hinterbliebenen zu helfen<ref>VDI-Ingenieurhilfe e. V.: Rat und Tat für Ingenieure in Not. In: vdi.de. VDI e. V., abgerufen am 19. September 2019.</ref>
Geschichte
Die Wurzeln führen zurück auf das Jahr 1846 im Königlichen Gewerbeinstitut Berlin. Der Verein wurde am 12. Mai 1856 in Alexisbad (Harz) durch Mitglieder des Akademischen Vereins Hütte e. V. Berlin anlässlich eines Ausfluges zu seinem 10. Stiftungsfest gegründet. Der Auftrag an eine Kommission unter Leitung von Joseph Pützer zur Erstellung eines Entwurfs der Statuten für einen Verein Deutscher Ingenieure war bereits im Vorjahr erfolgt.<ref>Erich Kothe: Vom Werden und Wirken des VDI. In: VDI-Z. Band 98, Nr. 14, 11. Mai 1956, S. 638.</ref> Bereits im ersten Jahr konnten in Düsseldorf, Berlin, Aachen, Saarbrücken und Dortmund die ersten Bezirksvereine gegründet werden.<ref name="VDIZ639">Erich Kothe: Vom Werden und Wirken des VDI. In: VDI-Z. Band 98, Nr. 14, 11. Mai 1956, S. 639.</ref> Der jährliche Mitgliedsbeitrag betrug einheitlich fünf Taler zur Finanzierung von Verwaltung, Mitgliederzeitschrift und Bezirksvereinen.<ref>Erich Kothe: Vom Werden und Wirken des VDI. In: VDI-Z. Band 98, Nr. 14, 11. Mai 1956, S. 665.</ref> Zusätzlich war bei Eintritt in den Verein ein Entgelt von drei Talern zu entrichten.<ref>Statut des Vereins deutscher Ingenieure. In: Zeitschrift des Vereins deutscher Ingenieure. Band 1, Nr. 1, Januar 1857, S. 5.</ref>
Erster Vorsitzender wurde der Ingenieur Carl Friedrich Euler für die Jahre 1856 und 1857. Zu den weiteren Mitgliedern des ersten Vorstands zählten Franz Grashof, Richard Peters und Wilhelm Kankelwitz.<ref>Auszug aus dem Protokoll der am 12. Mai 1856 zu Alexisbad abgehaltenen constituirenden Versammlung des Vereins deutscher Ingenieure. In: Zeitschrift des Vereins deutscher Ingenieure. Band 1, Nr. 1, Januar 1857, S. 3.</ref> 1857 erschien erstmals die Zeitschrift des Vereins deutscher Ingenieure. Neben Berichten über Vereinsangelegenheiten enthielt sie auch technische Aufsätze.<ref name="VDIZ639" /> Auf der 4. VDI-Hauptversammlung, die im September 1861 in Bingen stattfand, wurde beschlossen, dass neben Bezirksvereinen auch Fachgruppen gebildet werden durften; so konnte im November 1861 der Technische Verein für Eisenhüttenwesen als Zweigverein dem VDI beitreten.<ref>Theodor Peters: Geschichte des Vereines deutscher Ingenieure. Nach hinterlassenen Papieren von Th. Peters – Im Auftrage des Vorstandes herausgegeben und bis 1910 vervollständigt. Selbstverlag des Vereines deutscher Ingenieure, Berlin 1912, S. 9–10.</ref> 1866 initiierte der VDI die Gründung von Dampfkesselüberwachungsvereinen als Vorläufer der heutigen Technischen Überwachungsvereine (TÜV). 1869 veröffentlichte er das Normalprofilbuch für Walzeisen.<ref>Martin Klein: Einführung in die DIN-Normen. Hrsg.: Deutscher Normenausschuß. 3. Auflage. Teubner Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1959, S. 1.</ref> Das erste deutsche Patentgesetz von 1877 wurde maßgeblich durch Vorarbeiten des VDI beeinflusst.
1884 wurde die erste VDI-Richtlinie veröffentlicht.<ref>Geschichte des VDI. In: vdi.de. Verein Deutscher Ingenieure, abgerufen am 26. Februar 2019.</ref> Das vom VDI finanzierte Maschinendenkmal zur Erinnerung an die Inbetriebnahme der ersten deutschen Dampfmaschine wattscher Bauart wurde am 20. August 1890 eingeweiht.<ref>Günter Jankowski: Das Maschinendenkmal des VDI bei Hettstedt. In: Verein Deutscher Ingenieure (Hrsg.): Festschrift 140 Jahre VDI. Düsseldorf Mai 1996, S. 50–55.</ref> Am 12. Dezember 1891 erhielt der VDI aufgrund eines Erlasses des Königs von Preußen die Rechte einer juristischen Person.<ref name="VDIZ642">Erich Kothe: Vom Werden und Wirken des VDI. In: VDI-Z. Band 98, Nr. 14, 11. Mai 1956, S. 642.</ref> Am 28. August 1894 wurde die „Hilfskasse für deutsche Ingenieure“ – die Vorgängereinrichtung der VDI-Ingenieurhilfe e. V. – gegründet, um in Not geratene Ingenieure und deren Angehörige zu unterstützen.<ref>VDI-Ingenieurhilfe e. V. – Das Hilfswerk für Ingenieure. (PDF; 70 kB) In: vdi.de. VDI Verein Deutscher Ingenieure e. V., abgerufen am 30. November 2024.</ref> Ebenfalls 1894 wurde ein Grundstück erworben, auf dem erstmals ein vereinseigenes Haus errichtet wurde, das 1897 eingeweiht werden konnte.<ref name="VDIZ642" />
Am 21. Dezember 1896 veröffentlichte der VDI einen Aufruf, der Ferdinand Graf von Zeppelins Pläne, ein Starrluftschiff zu konstruieren, protegierte.<ref>Karl Clausberg: Zeppelin: Die Geschichte eines unwahrscheinlichen Erfolges. Schirmer-Mosel, München 1979, ISBN 3-921375-23-1, S. 164.</ref> Vorher hatte eine VDI-Sachverständigenkommission die technische Durchführbarkeit dieses Projekts am 25. Oktober 1896 bestätigt. Unter den Technikwissenschaftlern der Kommission befanden sich Carl Busley, Heinrich Müller-Breslau, Carl von Bach, Adolf Slaby, Sebastian Finsterwalder, Theodor Peters und Carl von Linde.<ref>H. Elias: Illustrierte Mitteilungen des Oberrheinischen Vereins für Luftschiffahrt Band 12. Vieweg+Teubner Verlag, Berlin 1908, ISBN 3-663-10058-8, S. 807 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Nach der Havarie des Luftschiffs LZ 4 im Jahr 1908 spendete der VDI aus eigenen Mitteln 50.000 Mark zum Bau eines neuen Luftschiffs.<ref>Hugo Kotthaus: Gemeinschaftsarbeit in den Fachgliederungen. In: VDI-Z. Band 98, Nr. 14, 11. Mai 1956, S. 681.</ref>
Die jahrzehntelangen Bemühungen des VDI, die Ingenieurwissenschaften als wissenschaftliche Disziplin zu etablieren, waren erfolgreich. Die Technischen Hochschulen erhielten ab 1899 das Promotionsrecht (Dr.-Ing.), gleichzeitig wurde der akademische Grad Diplom-Ingenieur eingeführt. 1900 wurde das Projekt eines Technolexikons gestartet, das alle Begriffe der Technik zur damaligen Zeit enthalten sollte, aber wegen des ausufernden Umfangs 1907 vom VDI-Direktorium eingestellt wurde.<ref>Helmut Felber, Gerhard Budin: Terminologie in Theorie und Praxis. Gunter Narr Verlag, Tübingen 1989, ISBN 3-87808-783-7, S. 140.</ref>
Die VDI-Hauptversammlung 1903 in München gab den Anstoß zur Gründung des Deutschen Museums durch Oskar von Miller. 1916 gehörte der VDI zu den Gründern des Deutschen Verbandes Technisch-Wissenschaftlicher Vereine (DVT).<ref>Verein Deutscher Ingenieure (Hrsg.): 125 Jahre Verein Deutscher Ingenieure. VDI-Verlag, Düsseldorf 1981, S. 45.</ref> Parallel zum Verein Deutscher Ingenieure wurde am 28. Juni 1909 der Verband Deutscher Diplom-Ingenieure e. V. (VDDI) als Dachverband der bestehenden Bezirksvereine für Diplom-Ingenieure gegründet.<ref>Zeitschrift des Verbandes Deutscher Diplom-Ingenieure. Band 1. M.Krayn, Berlin 1910, S. 147 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Hintergrund war, dass viele akademische Ingenieure sich vom VDI unzureichend vertreten fühlten.<ref>Wolfgang König: Die Ingenieure und der VDI als Großverein in der wilhelminischen Gesellschaft 1900 bis 1918. In: Karl-Heinz Ludwig (Hrsg.): Technik, Ingenieure und Gesellschaft. Geschichte des Vereins Deutscher Ingenieure 1856–1981. VDI-Verlag, Düsseldorf 1981, ISBN 3-18-400510-0, S. 407.</ref> Dabei kam es auch zu Doppelmitgliedschaften. Der Vorsitzende des Berliner Bezirksvereins des VDI, Carl Fehlert, wurde auch Mitglied im Verband Deutscher Diplom-Ingenieure.<ref>Zeitschrift des Verbandes Deutscher Diplom-Ingenieure. Band 1. M.Krayn, Berlin 1910, S. 149 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> 1917 war der VDI Mitbegründer des Normenausschusses der deutschen Industrie. Für die Einrichtung einer Geschäftsstelle des Normenausschusses steuerte der VDI ein Drittel der veranschlagten 150.000 Mark bei.<ref>Angelegenheiten des Vereines. In: Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure. Band 62, Nr. 12, 23. März 1918, S. 156.</ref> 1921 erschienen erstmals die VDI nachrichten.<ref>Jubiläumsdruck zum 50. Geburtstag der VDI nachrichten. In: VDI nachrichten. Oktober 1971.</ref>
Am 6. Oktober 1923 wurde die VDI-Abteilung Verlag des Vereins Deutscher Ingenieure, die seit 1918 bestand, in die VDI Verlag GmbH umgewandelt.<ref>40 Jahre VDI-Verlag GmbH. In: Staub. 23, Nr. 10, 1963, S. 474.</ref> Ilse Knott-ter Meer wurde 1925 erstes offizielles weibliches Mitglied im VDI.<ref>Persönlichkeiten im VDI. In: VDI nachrichten. 21. Oktober 2016, ISSN 0042-1758, S. 39.</ref> Laut der Online-Ausgabe der Encyclopædia Britannica trat Kate Gleason bereits 1913 als erste Frau dem VDI bei.<ref>Kate Gleason. In: Encyclopædia Britannica. Encyclopædia Britannica, Inc., abgerufen am 31. Oktober 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
1930 richtete der VDI in Berlin die zweite Weltkraftkonferenz aus. Die zehn Tage dauernde Veranstaltung mit rund 3900 Teilnehmern wurde vom VDI-Vorsitzenden Carl Köttgen geleitet.<ref>Erich Kothe: Vom Werden und Wirken des VDI. In: VDI-Z. Band 98, Nr. 14, 11. Mai 1956, S. 647.</ref> Ebenfalls 1930 publizierte der VDI in hoher Auflage die Denkschrift Forschung tut not, um auf den aus VDI-Sicht eklatanten Fehler der Kürzung von Forschungsmitteln im Zeichen der Weltwirtschaftskrise hinzuweisen.<ref>Verein Deutscher Ingenieure (Hrsg.): 125 Jahre Verein Deutscher Ingenieure. VDI-Verlag, Düsseldorf 1981, S. 47.</ref> Am 12. Mai 1931 weihte der VDI anlässlich seines 75-jährigen Bestehens an seinem Gründungsort Alexisbad ein Denkmal ein, das einen auf einem Doppel-T-Träger stehenden Ingenieur als Bronzefigur zeigt und heute in Düsseldorf steht.<ref>Manfred Beckert: Vom Denkmal zur Gedenkstele. In: VDI Düsseldorf (Hrsg.): Festschrift 140 Jahre VDI. Nr. 5/1996. Düsseldorf Mai 1996, S. 45.</ref>
Die Machtergreifung der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 machte sich auch beim VDI bemerkbar, wo erste Mitarbeiter bereits in den Folgetagen mit den entsprechenden Partei-Uniformen zur Arbeit erschienen.<ref>Karl-Heinz Ludwig: Der VDI als Gegenstand der Parteipolitik 1933 bis 1945. In: Karl-Heinz Ludwig (Hrsg.): Technik, Ingenieure und Gesellschaft – Geschichte des Vereins Deutscher Ingenieure 1856–1981. VDI-Verlag, Düsseldorf 1981, ISBN 3-18-400510-0, S. 407.</ref> Gottfried Feder, Mitbegründer des Kampfbundes Deutscher Architekten und Ingenieure, verlangte Vorsitzender des VDI zu werden. Der VDI-Vorsitzende Adolf Krauß und mit ihm fünf weitere Vorstandsmitglieder traten daraufhin von ihren Posten zurück.<ref name="VDIZ649">Erich Kothe: Vom Werden und Wirken des VDI. In: VDI-Z. Band 98, Nr. 14, 11. Mai 1956, S. 649.</ref> Mit Rückendeckung der Parteiführung wehrte Heinrich Schult, AEG-Direktor und seit 1931 NSDAP-Mitglied, Feders Begehren und die weitergehende Forderung nach einer Gleichschaltung des VDI ab und wurde statt seiner VDI-Vorsitzender.<ref>Helmut Maier: Chemiker im „Dritten Reich“. Die Deutsche Chemische Gesellschaft und der Verein Deutscher Chemiker im NS-Herrschaftsapparat. Wiley-VCH, Weinheim 2015, ISBN 978-3-527-33846-7, S. 42–44.</ref> Auf der VDI-Hauptversammlung im Mai 1933 wurde das „Bekenntnis der deutschen Ingenieure zur neuen Staatsführung“ formuliert.<ref>Christian Kehrt: Zum Technikdiskurs im Zweiten Weltkrieg. Der Verein Deutscher Ingenieure 1939–1945. In: Militärgeschichtliche Zeitschrift. Band 61, Nr. 1, 2002, S. 51, doi:10.1524/mgzs.2002.61.1.49.</ref> Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung im Oktober 1933 wurde das Führerprinzip eingeführt;<ref>Angelegenheiten des Vereines. In: Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure. Band 77, Nr. 40, 7. Oktober 1933, S. 1104.</ref> der vom Vereinsvorsitzenden als „Führer“ berufene Vorstand hatte damit ausschließlich beratende Funktion.<ref>Karl-Heinz Ludwig: Der VDI als Gegenstand der Parteipolitik 1933 bis 1945. In: Karl-Heinz Ludwig (Hrsg.): Technik, Ingenieure und Gesellschaft – Geschichte des Vereins Deutscher Ingenieure 1856–1981. VDI-Verlag, Düsseldorf 1981, ISBN 3-18-400510-0, S. 417.</ref>
Bereits im Juni 1933 war der Zusammenschluss des VDI mit weiteren Ingenieurvereinigungen zur Reichsgemeinschaft der technisch-wissenschaftlichen Arbeit (RTA) erfolgt.<ref>Karl-Heinz Ludwig: Der VDI als Gegenstand der Parteipolitik 1933 bis 1945. In: Karl-Heinz Ludwig (Hrsg.): Technik, Ingenieure und Gesellschaft – Geschichte des Vereins Deutscher Ingenieure 1856–1981. VDI-Verlag, Düsseldorf 1981, ISBN 3-18-400510-0, S. 415.</ref> Der RTA quartierte sich im VDI-Haus ein, ebenso wie später auch der Nationalsozialistische Bund Deutscher Technik (NSBDT).<ref name="VDIZ649" /> Bis dahin eigenständige Organisationen wurden in den Jahren nach 1933 als Arbeitsgemeinschaft oder Fachgruppe in den VDI überführt, wie z. B. der Verein beratender Ingenieure und der Deutsche Kälteverein.<ref>Erich Kothe: Vom Werden und Wirken des VDI. In: VDI-Z. Band 98, Nr. 14, 11. Mai 1956, S. 649–650.</ref> Bis 1937 wurden alle VDI-Mitglieder in den NSBDT überführt.<ref>Verein Deutscher Ingenieure (Hrsg.): 125 Jahre Verein Deutscher Ingenieure. VDI-Verlag, Düsseldorf 1981, S. 15.</ref> Führungspositionen innerhalb des VDI mussten von Parteimitgliedern besetzt werden; für die fachliche Arbeit im VDI war eine Parteimitgliedschaft nicht erforderlich.<ref name="Mauel31">Kurt Mauel: Aus 140 Jahren Geschichte des VDI. In: Verein Deutscher Ingenieure (Hrsg.): Festschrift 140 Jahre VDI. Düsseldorf Mai 1996, S. 31.</ref>
Die Mitgliederpolitik des VDI ab 1933 orientierte sich an den Vorstellungen des nationalsozialistischen Regimes: Zunächst wurde Beitrittswilligen, die als Juden kategorisiert wurden, per Satzung der Beitritt verweigert, wenig später wurden jüdische Mitglieder aus dem Verein ausgeschlossen.<ref>Karl-Heinz Ludwig: Der VDI als Gegenstand der Parteipolitik 1933 bis 1945. In: Karl-Heinz Ludwig (Hrsg.): Technik, Ingenieure und Gesellschaft – Geschichte des Vereins Deutscher Ingenieure 1856–1981. VDI-Verlag, Düsseldorf 1981, ISBN 3-18-400510-0, S. 417.</ref> Mit der Einrichtung von Ausschüssen wie „Arbeitsbeschaffung“, „Siedlung und Ernährung“ und „Arbeitsdienst“ wurde ebenso den Wünschen der neuen Machthaber entsprochen.<ref name="Mauel31" /> 1937 wurde die „Wehrtechnische Arbeitsgemeinschaft“ gegründet; auf der VDI-Hauptversammlung im Folgejahr fand erstmals eine Fachtagung für Wehrtechnik statt.<ref>Christian Kehrt: Zum Technikdiskurs im Zweiten Weltkrieg. Der Verein Deutscher Ingenieure 1939–1945. In: Militärgeschichtliche Zeitschrift. Band 61, Nr. 1, 2002, S. 53, doi:10.1524/mgzs.2002.61.1.49.</ref>
Während des Zweiten Weltkrieges wurden die Arbeiten für die Kriegswirtschaft intensiviert, auch wenn der VDI nicht im Zentrum des Machtgefüges stand.<ref name="Kehrt55">Christian Kehrt: Zum Technikdiskurs im Zweiten Weltkrieg. Der Verein Deutscher Ingenieure 1939–1945. In: Militärgeschichtliche Zeitschrift. Band 61, Nr. 1, 2002, S. 55, doi:10.1524/mgzs.2002.61.1.49.</ref> Der VDI führte daher Fachtagungen und Fortbildungsveranstaltungen zu kriegsrelevanten technischen Themen durch.<ref name="Kehrt55" /> Nach der deutschen Niederlage in der Schlacht von Stalingrad wurde im Februar 1943 der VDI-Vorstand auf den Totalen Krieg eingestimmt.<ref>Christian Kehrt: Zum Technikdiskurs im Zweiten Weltkrieg. Der Verein Deutscher Ingenieure 1939–1945. In: Militärgeschichtliche Zeitschrift. Band 61, Nr. 1, 2002, S. 55, doi:10.1524/mgzs.2002.61.1.49.</ref> Seitens des VDI wurde in der Folge eine Wanderausstellung „Leistungssteigerung“ auf den Weg gebracht, die in insgesamt 97 Orten gezeigt wurde.<ref>Erich Kothe: Vom Werden und Wirken des VDI. In: VDI-Z. Band 98, Nr. 14, 11. Mai 1956, S. 651.</ref> Und noch zu Beginn des Jahres 1945 schrieb der damalige VDI-Direktor Hans Ude in der Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure, dass mit einem „höheren Wirkungsgrad“ der zugestandenen materiellen Überlegenheit des Gegners begegnet werden müsse.<ref>Christian Kehrt: Zum Technikdiskurs im Zweiten Weltkrieg. Der Verein Deutscher Ingenieure 1939–1945. In: Militärgeschichtliche Zeitschrift. Band 61, Nr. 1, 2002, S. 69, doi:10.1524/mgzs.2002.61.1.49.</ref>
Nach dem Ende des Krieges wurde von den Angestellten des VDI versucht, den Vereinsbetrieb wieder in Gang zu bringen, doch im November 1945 wurde vom Berliner Magistrat jegliche Vereinstätigkeit verboten; noch vorhandene Akten und Unterlagen wurden beschlagnahmt und die Vereinsräume wurden geschlossen.<ref name="VDIZ652">Erich Kothe: Vom Werden und Wirken des VDI. In: VDI-Z. Band 98, Nr. 14, 11. Mai 1956, S. 652.</ref> Als Begründung wurde die Zugehörigkeit des Vereins zum NS-Bund Deutscher Technik angeführt.<ref name="Mauel455">Kurt Mauel: Die technisch-wissenschaftliche Arbeit des VDI 1946 bis 1981. In: Karl-Heinz Ludwig (Hrsg.): Technik, Ingenieure und Gesellschaft – Geschichte des Vereins Deutscher Ingenieure 1856–1981. VDI-Verlag, Düsseldorf 1981, ISBN 3-18-400510-0, S. 455.</ref> Gegen diese Verfügung konnte nicht eingesprochen werden.<ref name="Mauel455" />
In Westdeutschland durften die in der Britischen Besatzungszone beheimateten 20 Bezirksvereine des VDI bereits ab November 1945 ihre Tätigkeit wieder aufnehmen.<ref name="VDIZ652" /> Auf Initiative des niederrheinischen Bezirksvereins gründete der VDI sich wieder am 12. September 1946 und verlegte seine Geschäftsstelle von Berlin ins Rheinland. Zunächst wurden Räumlichkeiten beim Ratingener Unternehmen Calor-Emag angemietet, im September 1949 wurde ein neues VDI-Haus in Düsseldorf eingeweiht.<ref>Friedrich Haßler: Das Ingenieurhaus in Düsseldorf. In: Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure. Band 91, Nr. 17, 1. September 1949, S. 411.</ref> In der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) ging der Verein Deutscher Ingenieure in der neu gegründeten Kammer der Technik auf.<ref>Dieter Hoffmann: Die Physikalische Gesellschaft (in) der DDR. In: Physikalische Blätter, 51, 1995, S. F/157-F/182, doi:10.1002/phbl.19950510124.</ref>
Der VDI gründete 1956 die Arbeitsgemeinschaft für Kerntechnik, aus der 1959 das Deutsche Atomforum hervorging.
Die Kommission Reinhaltung der Luft entstand 1957, 1964 die VDI-Kommission Lärmminderung. Der VDI begleitete seit Ende der 1950er Jahre kritisch die Entwicklung der Ingenieurausbildung in Deutschland, die Einführung der Graduierung für Ingenieurschulabsolventen 1964 und das Konzept der Fachhochschulen waren Meilensteine dabei. Angetrieben durch den damaligen Kurator Heinrich Toeller wurde Ende 1974 eine neue Satzung verabschiedet, die den VDI offener für neue Technologien gestalten sollte.<ref>Sebastian Teupe: Ein stürmisches Drängen nach Reformen – Der VDI im Umbruch. In: vdi.de. Verein Deutscher Ingenieure, abgerufen am 22. Dezember 2024.</ref> 1990 wurde der VDI auch in der DDR als VDI-Gliederung DDR wieder gegründet und bei der deutschen Wiedervereinigung als Bezirksverein Leipzig in den VDI integriert. In der nationalen, europäischen und internationalen technischen Normierung und Regelsetzung wirken seit Mitte der 1990er Jahre die Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN – Normenausschuss sowie der Normenausschuss Akustik, Lärmminderung und Schwingungstechnik (NALS) im DIN und VDI als gemeinsame Gremien. Der VDI-Verlag und der Wissenschaftsverlag Springer Berlin/Heidelberg gründeten 1997 ein gemeinsames Unternehmen, die Springer-VDI Verlag GmbH & Co KG Verlag für technische Zeitschriften. Im Jahr 2000 veranstalteten der VDI und die EXPO 2000 Hannover GmbH den ersten Weltingenieurtag in Hannover.
Deutscher Ingenieurtag
Die Hauptversammlung des VDI fand von 1857 bis 1954 jährlich an wechselnden Orten statt.<ref>Marie-Luise Heuser, Wolfgang König: Tabellarische Zusammenstellungen zur Geschichte des VDI. In: Karl-Heinz Ludwig (Hrsg.): Technik, Ingenieure und Gesellschaft – Geschichte des Vereins Deutscher Ingenieure 1856–1981. VDI-Verlag, Düsseldorf 1981, ISBN 3-18-400510-0, S. 563–564.</ref> Seit 1954 findet die Hauptversammlung des VDI üblicherweise alle zwei Jahre statt. Im Jahr 1960 wurde die für die alle Mitglieder offene Hauptversammlung des VDI erstmals unter dem Titel „Deutscher Ingenieurtag“ (DIT) durchgeführt. Der neue Titel ging mit einem neuen Konzept einher. Der auf ein breiteres Fachpublikum angelegte DIT sollte den Bekanntheitsgrad der Tagung erhöhen und den Anspruch des Vereins verdeutlichen, dass „auf diesen großen Tagungen Anliegen der Gesamtheit der deutschen Ingenieure behandelt werden“.<ref name="TB1960">Zusammenfassender Bericht des Direktors. In: Verein Deutscher Ingenieure (Hrsg.): VDI-Tätigkeitsbericht 1960. Düsseldorf 1961, S. 5.</ref> Auf der Tagung 1960 fand auch erstmals ein Ingenieurinnen-Treffen statt, „das der Sammlung von Erfahrungen über die Ausbildung von Frauen zu Ingenieurinnen und ihren Einsatz in Industrie und Verwaltung diente“.<ref name="TB1960" /> Der DIT dient bis heute als Forum zur Verleihung der höchsten Ehrungen des VDI, so zum Beispiel der Grashof-Denkmünze, die seit 1894 auf der jeweiligen Hauptversammlung verliehen wird. Weiterhin ist der DIT wie bereits die Hauptversammlungen als Kontaktmöglichkeit der VDI-Mitglieder untereinander<ref>Die Festansprachen und Ehrungen anläßlich der 81. Hauptversammlung des VDI in Hannover. In: VDI-Zeitschrift. Band 93, Nr. 27, 1951, S. 851–858.</ref> angelegt. Der DIT gehört zu den wichtigsten und größten fachübergreifenden Treffen der Ingenieurinnen und Ingenieure.
Wie schon die Hauptversammlungen zuvor, fand der DIT zwischen 1960 und 2009 an wechselnden Standorten statt.<ref name="Teupe_DIT">Sebastian Teupe: Der Deutsche Ingenieurtag – ein Rückblick. In: vdi.de. Verein Deutscher Ingenieure, 17. Juli 2025, abgerufen am 24. Juli 2025.</ref> Über den Ort des DIT wurde zwei Jahre zuvor auf der Vorstandsversammlung des VDI entschieden. Die Initiative ging von den gastgebenden Bezirksvereinen aus, die auch die Hauptgeschäftsstelle bei der Umsetzung vor Ort unterstützten. Der 23. Ingenieurtag 2007 in Mannheim wurde erstmals mit einer Nummerierung angekündigt.<ref>Ehrungen auf dem Ingenieurtag in Mannheim. In: VDI nachrichten. Nr. 19, 11. Mai 2007, ISSN 0042-1758, S. 39.</ref> Seit 2009 fand der DIT meistens in Düsseldorf um den Neubau der Hauptgeschäftsstelle am Flughafen statt. Die COVID-19-Pandemie erzwang 2021 eine Verlagerung in den virtuellen Raum.<ref>Deutscher Ingenieurtag 2021. (PDF) In: vdi.de. Verein Deutscher Ingenieure, abgerufen am 24. Juli 2025.</ref> 2023 gab es erstmals einen hybriden DIT, mit verschiedenen Standorten, unter anderem in Berlin.<ref>Rückblick Deutscher Ingenieurtag 2023. In: vdi.de. Verein Deutscher Ingenieure, abgerufen am 24. Juli 2025.</ref>
Zwischen 1969 und 1973 gab es beim DIT kein übergeordnetes Gesamtthema, sondern eine Reihe von selbständigen Vortragsgruppen. Im Oktober 1973 fand der DIT parallel zur erstmals veranstalteten Umweltmesse „ENVITEC“ und zu dem 3. Internationalen Kongress (IUAPPA-Kongress) „Reinhaltung der Luft“ in Düsseldorf statt.<ref>aktuelles… In: klima-käte-technik. Nr. 9, 1973.</ref> Seit 1975 stellt der VDI wieder ein leitendes Thema in den Vordergrund, an dem sich das Fachprogramm orientiert (siehe Tabelle Deutsche Ingenieurtage). Die Leitthemen waren teilweise fachspezifisch, teilweise stellten sie stärker gesellschaftspolitische Themen in den Vordergrund.
Der DIT findet alle zwei Jahre statt. Zwischenzeitliche Versuche, auf einen Drei-Jahres-Rhythmus zu wechseln, fanden keine Zustimmung. Eine Ausnahme bildete der Weltingenieurtag „Mensch - Natur – Technik“ im Rahmen der Expo 2000.<ref name="Teupe_DIT" /> Angesichts der Größe des dreitägigen Ereignisses mit über 3.400 internationalen Besucherinnen und Besuchern fanden die Ingenieurtage davor und danach bereits 1997 bzw. erst 2003 statt.
Der VDI bemühte sich im Rahmen des DIT stets darum, das Zusammenwirken von Fachleuten aus Politik und Technik zu fördern. 1975 sprach Helmut Schmidt in Augsburg, was der VDI als Zeichen dafür wertete, „wie sehr der VDI Gesprächspartner der politischen Instanzen geworden ist“.<ref>Verein Deutscher Ingenieure (Hrsg.): Tätigkeitsbericht 1975. Düsseldorf 1976, S. 4.</ref> Bundespräsident Karl Carstens hielt 1981, Helmut Kohl 1987 in München eine Rede auf dem DIT.<ref name="Teupe_DIT" /> Im Jahr 2003 war mit Johannes Rau ebenfalls ein Bundespräsident zu Gast auf dem DIT.<ref>„Die höchste Auszeichnung des VDI hat für viele den Ruf eines Nobelpreises für Technik“. In: VDI nachrichten. Nr. 20, 16. Mai 2003, ISSN 0042-1758, S. 35.</ref> Im Jahr 2025 konnte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst als Gastredner in Düsseldorf gewonnen werden.<ref>Ken Fouhy, André Weikard: Lösungen für „Zukunft Deutschland 2050“. In: VDI nachrichten. Nr. 11, 30. Mai 2025, ISSN 0042-1758, S. 20.</ref>
| Jahr | Ort | Thema |
|---|---|---|
| 1960 | Hamburg | |
| 1962 | Karlsruhe | |
| 1964 | München | |
| 1966 | Berlin | |
| 1967 | Düsseldorf | |
| 1969 | Braunschweig | |
| 1971 | Mainz | |
| 1973 | Düsseldorf | |
| 1975 | Augsburg | Transporttechnik |
| 1977 | Hamburg | Optimale Rohstoffnutzung – eine Aufgabe für den Ingenieur |
| 1979 | Nürnberg | Zukunftssicherung im Wandel der Strukturen |
| 1981 | Berlin | Technik im Dienste des Menschen |
| 1983 | Frankfurt/Main | Ingenieuraufgaben unserer Zeit – Technik in Ballungsgebieten |
| 1985 | Stuttgart | Technischer Fortschritt sichert die Zukunft |
| 1987 | München | Forschung und Technik – Freiheit und Verantwortung |
| 1989 | Aachen | Technik zum Schutz der Umwelt |
| 1991 | Berlin | Der Ingenieur in der Verantwortung |
| 1993 | Hamburg | Verkehr in der Mitte Europas |
| 1995 | Saarbrücken | Ingenieure für die Zukunft: Ingenieurqualifikation – Basis für Innovation und Technologie im internationalen Wettbewerb |
| 1997 | Leipzig | Technik und Kommunikation ohne Grenzen |
| 2000 | Hannover | Mensch – Natur – Technik (Leit-Thema der Expo 2000) |
| 2003 | Münster | Zukunft inspiriert – Technologien für die nachhaltige Entwicklung im 21. Jahrhundert |
| 2005 | Mainz | Innovationen Made in Germany |
| 2007 | Mannheim | Welt in Bewegung – Mobilität verbindet |
| 2009 | Düsseldorf | Ressourceneffizienz – gelebte Verantwortung |
| 2011 | Düsseldorf | madeINGermany |
| 2013 | Düsseldorf | Infrastruktur der Zukunft – Menschen sinnvoll vernetzen |
| 2015 | Düsseldorf | thinkING generations – Innovationen für Deutschland |
| 2017 | Düsseldorf | Arbeit in der Digitalen Transformation |
| 2019 | Düsseldorf | KI – Künstliche Intelligenz intelligent nutzen |
| 2021 | digital | Gemeinsam für das Klimaziel |
| 2023 | hybrid (Berlin und andere Orte) | Zukunft gemeinsam gestalten – Innovationen für Mensch und Umwelt |
| 2025 | Düsseldorf | Zukunft Standort Deutschland |
Mitglieder
Mitte 2020 betrug die Mitgliederzahl rund 145.000,<ref name="ueber-uns">Über uns. In: vdi.de, abgerufen am 3. Januar 2019.</ref> wobei neben Ingenieuren verschiedener Fachrichtungen zunehmend auch Naturwissenschaftler und Informatiker zu den Mitgliedern zählen. Zum Vergleich: 2011 gab es rund 1.661.000 erwerbstätige Ingenieure in Deutschland.<ref>VDI 2014: Ingenieure auf einen Blick. Erwerbstätigkeit, Migration, regionale Zentren. (PDF; 3,9 MB) VDI, S. 4, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. Oktober 2018; abgerufen am 30. November 2024.</ref> Obwohl nur rund jeder Zehnte der angestellten Ingenieure im VDI organisiert ist, gilt der VDI als einer der größten technisch orientierten Vereine und Verbände weltweit. Die Hauptgeschäftsstelle des VDI befindet sich in Düsseldorf. Regional gegliedert ist der Verein in 15 Landesvertretungen, 45 Bezirksvereine, Gruppen der Studenten und Jungingenieure (SuJ) im VDI und VDI-Vertretungen im Ausland. Darüber hinaus unterhält der VDI eine Reihe von Hochschulbüros an deutschen Universitäten.
Verantwortliche Positionen sind im VDI e. V. und in den Bezirksvereinen häufig durch Professoren und andere Hochschulangehörige besetzt. Hieraus erklärt sich die hochschulnahe Haltung des VDI in Fragen der Bildungspolitik, z. B. bei der Einführung der Bachelor- und Master-Studiengänge.<ref name="VDI-Stellungnahme zur Weiterentwicklung der Ingenieurausbildung in Deutschland">Stellungnahme zur Weiterentwicklung der Ingenieurausbildung in Deutschland. (PDF; 242 kB) VDI Beruf und Gesellschaft, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. September 2018; abgerufen am 30. November 2024.</ref> Der VDI ist als Mitglied der ASIIN direkt an der Akkreditierung ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge an deutschen Hochschulen beteiligt.
Mitgliederentwicklung
Der Verein wurde am 12. Mai 1856 von 23 Männern in Alexisbad gegründet. 14 weitere hatten, da nicht persönlich anwesend, schriftlich ihren Beitritt zum neu gegründeten Verein erklärt.<ref>Lars U. Scholl: Der Ingenieur in Ausbildung, Beruf und Gesellschaft 1856 bis 1881. In: Karl-Heinz Ludwig (Hrsg.): Technik, Ingenieure und Gesellschaft – Geschichte des Vereins Deutscher Ingenieure 1856–1981. VDI-Verlag, Düsseldorf 1981, ISBN 3-18-400510-0, S. 16.</ref> Nach der Gründung des VDI dauerte es dann fast ein Jahrzehnt, bis eine vierstellige Mitgliederzahl erreicht wurde. Ein stärkeres Wachstum setzte erst ein, als erstmals die Anzahl von 6000 Mitgliedern überschritten wurde.<ref name="VDIZ640">Erich Kothe: Vom Werden und Wirken des VDI. In: VDI-Z. Band 98, Nr. 14, 11. Mai 1956, S. 640.</ref> Ein starker Anstieg der Mitgliederzahlen Ende der 1930er-Jahre war der verordneten Übernahme anderer Vereine geschuldet.<ref name="VDIZ640" /> Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Mitgliederzahlen. Angegeben ist jeweils der Mitgliederstand zum Jahresende.
| Mitgliederzahlen des VDI | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Mitglieder | |||
| 1856 | 172 | |||
| 1860 | 360 | |||
| 1865 | 1.084 | |||
| 1870 | 1.821 | |||
| 1875 | 3.030 | |||
| 1880 | 3.959 | |||
| 1885 | 5.402 | |||
| 1890 | 6.925 | |||
| 1895 | 10.231 | |||
| 1900 | 15.245 | |||
| 1905 | 19.786 | |||
| 1910 | 23.952 | |||
| 1915 | 24.255 | |||
| 1920 | 23.917 | |||
| 1925 | 29.380 | |||
| 1930 | 30.788 | |||
| 1935 | 33.700 | |||
| 1940 | 50.120 | |||
| 1944 | 60.000 | |||
| 1947 | 9.714 | |||
| 1949 | 17.825 | |||
| 1950 | 21.091 | |||
| 1955 | 31.461 | |||
| 1960 | 41.394 | |||
| 1965 | 50.408 | |||
| 1970 | 61.956 | |||
| 1975 | 62.981 | |||
| 1980 | 75.487 | |||
| 1985 | 85.868 | |||
| 2000 | 125.743 | |||
| 2005 | 128.000 | |||
| 2014 | 152.000 | |||
| 2020 | 145.000 | |||
| 2026 | 125.000 | |||
| Stand: 16. Januar 2026 | ||||
Quellen:
- 1856 bis 1980: Marie-Luise Heuser, Wolfgang König: Tabellarische Zusammenstellungen zur Geschichte des VDI. In: Karl-Heinz Ludwig (Hrsg.): Technik, Ingenieure und Gesellschaft – Geschichte des Vereins Deutscher Ingenieure 1856–1981. VDI-Verlag, Düsseldorf 1981, ISBN 3-18-400510-0, S. 559–562.
- 1856 und 2000: Katharina Schmelzer, Diana Fernandez: Blau, quadratisch, unverwechselbar. Verein Deutscher Ingenieure, 12. Mai 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. April 2019; abgerufen am 3. Mai 2023.
- 2020: Über uns. In: vdi.de, abgerufen am 26. Juli 2020.
Leistungen für Mitglieder
- Alle Mitglieder erhalten die überregionale Wochenzeitung VDI nachrichten, die auch im Zeitschriftenhandel erhältlich ist. Neben ausführlichen Berichten zu allen aktuellen Entwicklungen der Technik sind auch ein Wirtschaftsteil sowie Rubriken zu Management und Karriere enthalten.
- Der Verein bietet seinen Mitgliedern eine Reihe von Dienstleistungen an, z. B. individuelle Beratung, Versicherung, rabattierten Bezug von Fachzeitschriften und Büchern sowie die Möglichkeit zur Teilnahme an verschiedenen lokalen und überregionalen Fachveranstaltungen, die darauf ausgerichtet sind, die berufliche Entwicklung der Mitglieder zu unterstützen.
- Das VDI-Wissensforum ist ein bedeutender Anbieter von beruflichen Weiterbildungsveranstaltungen, insbesondere für ingenieurwissenschaftliche und technische Themen. Die angebotenen Seminare, Konferenzen und Fachtagungen sind auch für Nichtmitglieder zugänglich.
Präsidenten (bis 1977 Vorsitzende)
- Carl Friedrich Euler (1856–1857)<ref name="VDI125">Marie-Luise Heuser, Wolfgang König: Tabellarische Zusammenstellungen zur Geschichte des VDI. In: Karl-Heinz Ludwig (Hrsg.): Technik, Ingenieure und Gesellschaft. Geschichte des Vereins Deutscher Ingenieure 1856–1981. VDI-Verlag, Düsseldorf 1981, ISBN 3-18-400510-0, S. 565–567.</ref>
- Eduard Haenel (1858)<ref name="VDI125" />
- Simon Schiele (1859–1860)<ref name="VDI125" />
- Theodor Simons (1861)<ref name="VDI125" />
- Simon Schiele (1862)
- Eduard Haenel (1863)
- Simon Schiele (1864)
- Heinrich Carl Kayser (1865)<ref name="VDI125" />
- Richard Peters (1866–1867)<ref name="VDI125" />
- Carl Richard Petersen (1868)<ref name="VDI125" />
- Carl Wintzer (1869)<ref name="VDI125" />
- Simon Schiele (1870–1871)
- Carl Richard Petersen (1872)
- Eugen Langen (1873)<ref name="VDI125" />
- Carl Wintzer (1874)
- Ewald Dittmar (1875)<ref name="VDI125" />
- Simon Schiele (1876)
- Adolf Dresel (1877)<ref name="VDI125" />
- Carl Friedrich Euler (1878)
- Theodor Peters (1879)<ref name="VDI125" />
- Eugen Langen (1880)
- Carl Friedrich Euler (1881)
- Ewald Dittmar (1882–1883)
- Eduard Becker (1884–1885)<ref>Eduard Becker †. In: Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure. Band 57, Nr. 35, 30. August 1913, S. 1365–1367.</ref>
- Carl Gaertner (1886)<ref name="VDI125" />
- Carl von Bach (1886)<ref name="VDI125" />
- Rudolf Wolf (1887–1888)<ref name="VDI125" />
- Hermann Blecher (1889–1890)<ref name="VDI125" />
- Viktor Lwowski (1891)<ref name="VDI125" />
- Heinrich Caro (1892–1893)<ref name="VDI125" />
- Viktor Lwowski (1894–1895)
- Ernst Kuhn (1896–1897)<ref name="VDI125" />
- Hermann Bissinger (1898–1899)<ref name="VDI125" />
- Albert Lemmer (1900–1901)<ref name="VDI125" />
- Wilhelm von Oechelhäuser (1902–1903)<ref name="VDI125" />
- Carl von Linde (1904–1905)<ref>Dampfmaschinen und Lokomotiven: Unternehmensgeschichte des VDI. In: albert-gieseler.de.</ref>
- Adolf Slaby (1906–1908)<ref name="VDI125" />
- Ernst Heller (1909)<ref name="VDI125" />
- Paul Treutler (1909)<ref name="VDI125" />
- Kurt Sorge (1910–1911)<ref name="VDI125" />
- Oskar von Miller (1912–1914)<ref name="VDI125" />
- Anton von Rieppel (1915–1917)<ref name="VDI125" />
- Karl Reinhardt (1918–1921)<ref name="VDI125" />
- Georg Klingenberg (1922–1925)<ref name="VDI125" />
- Karl Wendt (1926–1928)<ref name="VDI125" />
- Carl Köttgen (1929–1931)<ref name="VDI125" />
- Adolf Krauß (1932–1933)<ref name="VDI125" />
- Heinrich Schult (1933–1938)<ref name="VDI125" />
- Fritz Todt (1939–1942)
- Hanns Benkert (1943–1945)<ref>Christian Kehrt: Zum Technikdiskurs im Zweiten Weltkrieg. Der Verein Deutscher Ingenieure 1939–1945. doi:10.1524/mgzs.2002.61.1.49.</ref>
- Hans Bluhm (1947–1952)<ref></ref><ref>Chronik zur Geschichte des VDI. In: albert-gieseler.de.</ref>
- Hans Schuberth (1953–1956)
- Heinz Goeschel (1957–1958)<ref name="VDI125" />
- Alfred Friedrich Flender (1959–1964)<ref name="VDI125" />
- Karl Schäff (1965–1967)<ref name="VDI125" />
- Fritz Meyer (1968–1970)<ref name="VDI125" />
- Walter Ludewig (1971–1974)<ref name="VDI125" />
- Wilhelm Dettmering (1975–1977)<ref name="VDI125" />
- Gerhard Wilhelm Becker (1978–1982)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kurzprofil von Gerhard Wilhelm Becker ( vom 18. Januar 2012 im Internet Archive) In: vdi-bb.de.</ref>
- Karl Eugen Becker (1983–1988)<ref name="Absatz">Absatzwirtschaft: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters
archive-todaymuss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. vom 1. Dezember 1988.</ref><ref>Personalie: Prof. Dr.-Ing. Karl Eugen Becker zum 70. Geburtstag. TÜV Süd AG. In: presseportal.de. news aktuell GmbH, 9. August 2002, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. August 2017; abgerufen am 30. November 2024.</ref> - Joachim Pöppel (1989–1991)<ref name="Absatz" />
- Klaus Czeguhn (1992–1994)<ref name="Absatz_2">Absatzwirtschaft: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters
archive-todaymuss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. vom 1. Juni 1994.</ref> - Hans-Jürgen Warnecke (1995–1997)<ref name="Absatz_2" />
- Hubertus Christ (1998–2003)<ref>Nachruf: Früherer VDI-Präsident Christ verstorben. In: VDI nachrichten. 1. April 2016, ISSN 0042-1758, S. 40.</ref>
- Eike Lehmann (2004–2007)<ref>Gisela Laalej: Forscher und Manager. In: VDI nachrichten. 8. Februar 2019, ISSN 0042-1758, S. 39.</ref>
- Bruno O. Braun (2007–2012)<ref>Bruno O. Braun zum 80. Geburtstag. In: VDI nachrichten. 26. August 2022, ISSN 0042-1758, S. 39.</ref>
- Udo Ungeheuer (2013–2018)<ref>Gisela Laalej: Neue Technologien als Chance begreifen. In: VDI nachrichten. 30. Oktober 2020, ISSN 0042-1758, S. 39.</ref>
- Volker Kefer (2019–2022)<ref name="VDIn20220909">Neuer VDI-Präsident gewählt. In: VDI nachrichten. 9. September 2022, ISSN 0042-1758, S. 39.</ref><ref name="VDIn20221230">Ken Fouhy: Bilanz: VDI-Marke erneuert, Pandemie heil überstanden. In: VDI nachrichten. 30. Dezember 2022, ISSN 0042-1758, S. 3.</ref>
- Lutz Eckstein (seit Januar 2023)<ref name="VDIn20220909" /><ref name="VDIn20221230" />
Ehrungen und Preise
Grashof-Denkmünze
Die höchste Ehrung des VDI, die Grashof-Denkmünze, wurde 1894 gestiftet zur Erinnerung an Franz Grashof (Professor der theoretischen Maschinenlehre an der Technischen Hochschule Karlsruhe, Mitbegründer und erster Direktor des VDI von 1856 bis 1890) als Auszeichnung für Ingenieure, die hervorragende wissenschaftliche oder berufliche Leistungen auf technischem Gebiet erbracht haben.<ref name="VDIZ664">Erich Kothe: Vom Werden und Wirken des VDI. In: VDI-Z. Band 98, Nr. 14, 11. Mai 1956, S. 664.</ref>
Die aus Gold geprägte Denkmünze trägt auf der Vorderseite das Bildnis von Franz Grashof, auf der Rückseite den Namen des Geehrten und die Jahreszahl der Verleihung.<ref>Grashof-Denkmünze. In: vdi.de. Verein Deutscher Ingenieure, abgerufen am 2. April 2019.</ref> Die Miniatur ist eine Nadel mit der verkleinerten Denkmünze in Gold an blauer Schleife.
Die Verleihung erfolgt auf Beschluss des Präsidiums des VDI anlässlich der Deutschen Ingenieurtage. Inhaber der Grashof-Denkmünze sind Ingenieure wie Ferdinand von Zeppelin, Wilhelm Maybach, Carl Bosch, Max Eyth, Ferdinand Porsche und Rudolf Schulten. Bis zum Zeitpunkt des hundertjährigen Bestehens des VDI wurde die Auszeichnung 49 Mal verliehen.<ref name="VDIZ664" />
Ehrenmitgliedschaft
Die Ehrenmitgliedschaft war die erste Ehrung, die der VDI verdienten Personen zuteilwerden ließ. Bereits in den Gründungsstatuten war diese Form der Ehrung beschrieben.<ref name="VDIZ664" /> Erstes Ehrenmitglied wurde am 28. August 1860 Julius Weisbach.<ref name="VDIZ664" /> Die Ernennung zum Ehrenmitglied erfolgt nach Präsidiumsbeschluss.<ref name="Ehrenmitglied">Ehrenmitgliedschaft. In: vdi.de. Verein Deutscher Ingenieure, abgerufen am 26. Februar 2019.</ref> Das Ehrenmitglied erhält eine goldene Abbildung des VDI-Zahnrades mit blauer Schleife.<ref name="Ehrenmitglied" />
Korrespondierende Mitgliedschaft
Die Korrespondierende Mitgliedschaft wird an Ingenieure aus dem Ausland oder Vertreter nichttechnischer Fachgebiete vergeben, die auf ihre Weise das Ingenieurwesen voranbringen.<ref>Gisela Laalej: Mehr als die bloße Berufsausübung. In: VDI nachrichten. 11. Januar 2019, ISSN 0042-1758, S. 39.</ref> Die Ernennung zum Korrespondierenden Mitglied erfolgt nach Präsidiumsbeschluss.<ref name="Korrespondent">Korrespondierende Mitgliedschaft des VDI. In: vdi.de. Verein Deutscher Ingenieure, abgerufen am 2. April 2019.</ref> Das Korrespondierende Mitglied erhält die kleine VDI-Nadel in Gold.<ref name="Korrespondent" />
Ehrenzeichen
Das Ehrenzeichen des VDI für verdiente Ingenieure aus dem In- und Ausland wurde 1931 anlässlich seines 75-jährigen Jubiläums gestiftet.<ref name="VDIZ665">Erich Kothe: Vom Werden und Wirken des VDI. In: VDI-Z. Band 98, Nr. 14, 11. Mai 1956, S. 665.</ref> Es ist eine in Gold gegossene Plakette, die auf der Vorderseite die Inschrift „Für Verdienste um die Technik“ und auf der Rückseite den Namen des Geehrten trägt.<ref name="Ehrenzeichen">Ehrenzeichen. In: vdi.de. Verein Deutscher Ingenieure, abgerufen am 26. Februar 2019.</ref> Die Verleihung des Ehrenzeichens erfolgt nach Präsidiumsbeschluss.<ref name="Ehrenzeichen" /> Zu den ersten Geehrten gehörten unter anderem der deutsche Eisenhüttenmann Otto Petersen, der schwedische Ingenieur Axel Fredrik Enström, der amerikanische Ingenieur Calvin W. Rice, der niederländische Ingenieur Rudolf Adriaan van Sandick und der Schweizer Ingenieur Carl Sulzer-Schmid.<ref name="VDIZ665" />
Ehrenring
1934 wurde der „Ehrenring des VDI“ gestiftet.<ref name="Ehrenring">Ehrenring. In: vdi.de. Verein Deutscher Ingenieure, abgerufen am 8. Februar 2019.</ref> Er wird seitdem an Ingenieure verliehen, die sich auf technisch-wissenschaftlichem Gebiet besonders ausgezeichnet und das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Zu den ersten Preisträgern gehörten unter anderem Siegfried Kiesskalt und Ernst Mahle.<ref name="VDIZ665" /> Der Ehrenring ist als goldener Reif mit den Buchstaben „VDI“ sowie der Umschrift „Für Verdienste um die Technik“ gestaltet.<ref name="Ehrenring" /> Bis zum Dezember 2019 wurde der Ehrenring insgesamt 209-mal vergeben.<ref>VDI zeichnet Wissenschaftler aus. In: VDI nachrichten. 6. Dezember 2019, ISSN 0042-1758, S. 39.</ref>
Benz-Daimler-Maybach-Medaille
Die VDI-Gesellschaft Fahrzeug- und Verkehrstechnik (FVT) würdigt besondere Leistungen mit der Benz-Daimler-Maybach-Medaille, welche nach den Pionieren der Automobiltechnik benannt ist.<ref name="benz">Benz-Daimler-Maybach-Medaille auf der VDI-Website (abgerufen am 4. Februar 2019).</ref> Mit der Medaille, die der VDI-Ehrenmedaille gleichwertig ist, zeichnet die FVT besonders verdiente Mitglieder und Ehrenamtliche sowie hervorragende Persönlichkeiten auf dem Gebiet der Fahrzeug- und Verkehrstechnik aus.
Max-Eyth-Gedenkmünze
Im Rahmen des Zusammenschlusses der Max-Eyth-Gesellschaft für Agrartechnik mit der VDI-Gesellschaft Agrartechnik zur Max-Eyth-Gesellschaft Agrartechnik im VDI 1995 wurde die Max-Eyth-Gedenkmünze in eine VDI-Ehrung überführt. Mit der Gedenkmünze werden seit 1950 Pioniere der agrartechnischen Entwicklung geehrt.
Conrad-Matschoß-Kreis, Conrad-Matschoß-Preisausschreiben, Conrad-Matschoß-Preis für Technikgeschichte
Der Conrad-Matschoß-Kreis wurde 1981 als ein Zusammenschluss von Persönlichkeiten, die sich im Zusammenhang mit ihrer beruflichen Tätigkeit im Bereich ehrenamtlicher Gemeinschaftsarbeit um den VDI besonders verdient gemacht haben, gegründet. Der Conrad-Matschoß-Kreis soll die Tradition des VDI pflegen und durch Empfehlungen und Vorschläge zur lebendigen Weiterentwicklung der Gemeinschaftsarbeit beitragen. Zu den Mitgliedern des Conrad-Matschoß-Kreises gehören die Inhaber der Grashof-Denkmünze und die Ehrenmitglieder des VDI.
Von 1953 bis 1962 veranstaltete der VDI alle zwei Jahre das Conrad-Matschoß-Preisausschreiben für technikgeschichtliche Arbeiten. Hier wurden Arbeiten ausgezeichnet, die entweder neue Erkenntnisse auf Grund eigener technikgeschichtlicher Forschungen brachten oder eigene Erinnerungen an bedeutende Persönlichkeiten aus Technik und Wirtschaft und/oder an entscheidende Ereignisse, die es wert sind, für die Technikgeschichte festgehalten zu werden.
Der Conrad-Matschoß-Preis für Technikgeschichte des VDI für Technikgeschichte wurde 2007 gestiftet. Der Preis wird alle zwei Jahre im Rahmen der Technikgeschichtlichen Tagung des VDI verliehen.<ref>Technikgeschichte fördern. In: vdi.de. Verein Deutscher Ingenieure, abgerufen am 14. Juni 2022.</ref> Er ist eine Auszeichnung für deutschsprachige Beiträge zur Technikgeschichte, die in Druckmedien, bildgebenden Medien oder im Hörfunk veröffentlicht wurden und seit 2005 entstanden sind. Er soll die technikhistorische Forschung und das Interesse der Öffentlichkeit für die Technikgeschichte fördern.
Robert-Mayer-Preis
Der Robert-Mayer-Preis wurde 1977 von Unternehmen aus dem Energiebereich gestiftet. Die Auszeichnung erinnert an den Naturforscher, Ingenieur und Arzt Julius Robert von Mayer. Er wird alle zwei Jahre mit Unterstützung der Stadt Heilbronn anlässlich der Frühjahrssitzung des Beirats der VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt als Auszeichnung für Persönlichkeiten, die sich durch besondere publizistische Leistungen auf den Gebieten der Energietechnik, der Energiewirtschaft oder der Würdigung ihrer Träger, der Energieingenieure, hervorgetan haben, verliehen. Preiswürdig sind Arbeiten, welche einerseits Stand und Entwicklung der Energietechnik und ihrer Bedeutung in Gegenwart und Zukunft für den Einzelnen wie für die Allgemeinheit überzeugend darstellen oder andererseits die berufliche und gesellschaftliche Stellung des Energieingenieurs im Umfeld der aktuellen, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Lage behandeln. Die Auswahl der Beiträge liegt bei einem von der VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt eingesetztem Gremium. Der Preisträger erhält eine Urkunde und einen Geldpreis.
- Preisträger seit 1979
| 1979 | Hans Overbeck | 1999 | Klaus Heinloth |
| 1981 | Ingrid Lorenzen | 2001 | Joachim Bublath |
| Bernd Stoy | Walther Kaspar-Sickermann | ||
| 1983 | Helmut F. Hilker | 2003 | Martin Pehnt |
| 1985 | Heinz Heck | 2005 | Jan Lublinski |
| Wolfgang Hess | 2007 | Daniel Wetzel | |
| 1988 | Jochem Bogen | Tilmann Büttner | |
| 1990 | Hagen Beinhauer | 2009 | Dirk Asendorf |
| Wolfgang Kempkens | 2011 | Anne Preger | |
| 1991 | Hans von Stryk | 2014 | Johannes Winterhagen |
| 1993 | Klaus Jopp | Carmen Meyer und Grit Hofmann | |
| Armin Maiwald | 2016 | Olaf Preuß | |
| Detlef Rudel | 2019 | Gregor Honsel | |
| 1995 | Walter Baier | 2024 | Martin Schlak |
| Georg Küffner | 2025 | Leon Kirschgens | |
| 1997 | Bernd Eusemann | Frank Frick (Sonderpreis Journalismus für Kinder)<ref>Sonja Bosso: Komplexe Technik gut erzählt. In: VDI nachrichten. 79. Jahrgang, Nr. 22, 31. Oktober 2025, ISSN 0042-1758, S. 38.</ref> | |
| Gero von Randow | |||
Erhaltene Auszeichnungen und Würdigungen
Im August 1927 verlieh die Technische Nothilfe dem VDI als Würdigung „für die Taten des Ingenieurs bei der Technischen Nothilfe“ die Ehrenplakette.<ref>Erwin Viefhaus: Ingenieure in der Weimarer Republik: Bildungs-, Berufs- und Gesellschaftspolitik 1918 bis 1933. In: Karl-Heinz Ludwig (Hrsg.): Technik, Ingenieure und Gesellschaft – Geschichte des Vereins Deutscher Ingenieure 1856–1981. VDI-Verlag, Düsseldorf 1981, ISBN 3-18-400510-0, S. 300.</ref>
Anlässlich der Hundertjahrfeier am 12. Mai 1956 brachte die Deutsche Bundespost Berlin (Landespostdirektion Berlin) die Sondermarken „100 Jahre Verein Deutscher Ingenieure (VDI)“ heraus. Zum 125-jährigen Jubiläum des Vereins im Jahr 1981 gab es von Seiten der Deutschen Bundespost Berlin einen Sonderstempel mit Verweis auf den in Berlin stattfindenden Deutschen Ingenieurtag.<ref>Kurt Mauel: Aus 140 Jahren Geschichte des VDI. In: Verein Deutscher Ingenieure (Hrsg.): Festschrift 140 Jahre VDI. Düsseldorf Mai 1996, S. 39.</ref>
Die Deutsche Gesellschaft für Verbandsmanagement hat den VDI in der Vergangenheit bereits zweimal als „Verband des Jahres“ ausgezeichnet: zum ersten Mal 2001 und erneut 2012 in der zu diesem Zeitpunkt neu geschaffenen Kategorie „Reform und Management“.<ref>Verband des Jahres – Preisträger. In: dgvm.de. Deutsche Gesellschaft für Verbandsmanagement, abgerufen am 29. August 2019.</ref> 2019 wurde der Instagram-Account @VDI_technikhelden in der Kategorie „Bester Einsatz Social Media“ mit dem vom Verbändereport ausgelobten mediaV-Award ausgezeichnet.<ref>Preisträger mediaV-Award 2019. In: media-v-award.de. Verbändereport, abgerufen am 20. Oktober 2021.</ref> 2021 erhielt der von VDI und ingenieur.de verantwortete Podcast „Technik aufs Ohr“ den mediaV-Award in der Kategorie „Bester Podcast“.<ref>VDI-Podcast gewinnt mediaV-Award. In: VDI nachrichten. Nr. 39, 10. September 2021, ISSN 0042-1758, S. 39.</ref> Im Jahr 2025 erhielt der VDI den mediaV-Award in der Kategorie „Bester Aktionstag“ für den „Deutschen Ingenieurtag 2025“.<ref>Gewinner mediaV-Award 2025. In: media-v-award.de. Verbändereport, abgerufen am 30. September 2025.</ref>
Kritik
Kritik an der EngineerING Card
Die VDI-Initiative zur Einführung eines einheitlichen Europäischen Berufsausweises unter der Bezeichnung „EngineerING Card“ wird von der IG Metall u. a. wegen der Kosten für den Erwerb kritisiert und dass durch die Einführung des Ausweises eine Vereinheitlichung der Berufsausbildung nach angelsächsischem Vorbild herbeigeführt werde. Auch datenschutzrechtliche Aspekte seien unklar.<ref name="Kritik"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />IG Metall kritisiert Engineering Card des VDI ( vom 19. August 2014 im Internet Archive). Offizielle Meldung der IG-Metall vom Juli 2010 – Abgerufen am 31. Dezember 2011.</ref>
Kritik an der Kampagne zum Fachkräftemangel (2011)
Die seit Jahren andauernde VDI-Kampagne zum Fachkräftemangel in den Ingenieurberufen<ref name="VDI-Kampagne">Fachkräftemangel und -sicherung. Pressemeldung und Positionspapier des VDI, abgerufen am 31. Dezember 2011.</ref> wurde sowohl innerhalb<ref name="Fachkräftemangel">VDI-Nachrichten. Nr. 48/2011, S. 22.</ref> als auch außerhalb des VDI u. a. unter der Begründung kritisiert, dass die Methodik, auf die sich der VDI bei der Erhebung der Zahlen stützt, zu Doppelerhebungen von Stellenausschreibungen und somit zu einer Übertreibung der tatsächlichen Arbeitsmarktlage führe. Diskutiert wurde unter anderem, inwiefern die unterstellte Verzerrung der Arbeitsmarktlage vom VDI beabsichtigt ist und welches Interesse der VDI hiermit verfolgt.<ref name="Karriere-Ing">Jobmarkt Elektronikbranche: Fachkräftemangel: Sind die Zahlen übertrieben? Karriere-Ing., Mai 2010, zum angeblichen Fachkräftemangel und der Position des VDI, abgerufen am 31. Dezember 2011.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Berechtigter Zweifel an Fachkräftemangel. ( vom 14. Januar 2016 im Internet Archive). Artikel von Wolters Kluwer Deutschland vom 4. Oktober 2011 zur Kritik von VDE, DIW und FH Gelsenkirchen an der Darstellung des VDI zum angeblichen Fachkräftemangel, abgerufen am 31. Dezember 2011.</ref><ref name="DIW-Studie">Michael Kröger: DIW-Experten bezweifeln Mangel an Fachkräften. Spiegel Online, 16. November 2010 zur DIW-Studie über den angeblichen Fachkräftemangel bei MINT-Berufen, abgerufen am 31. Dezember 2011.</ref><ref name="Karl Brenke zum Mythos Fachkräftemangel">Mythos Fachkräftemangel – Von Schweinen und Ingenieuren. Spiegel Online, 14. März 2012 zum angeblichen Fachkräftemangel bei Ingenieuren; abgerufen am 14. März 2012.</ref>
So setzte sich der VDI mit seinem Positionspapier Fachkräftemangel und -sicherung<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Positionspapier Fachkräftemangel und -sicherung. ( vom 7. Oktober 2014 im Internet Archive; PDF; 172 kB)</ref> im Jahr 2011 erfolgreich für die Absenkung der Einkommensschwelle für ausländische Fachkräfte ein. In dem Papier, welches nicht mehr veröffentlicht ist, heißt es:
„Um Deutschland als Arbeitsmarkt für ausländische Ingenieurinnen und Ingenieure attraktiver zu machen, sollte das Zuwanderungsgesetz an mehreren Stellen optimiert werden, um den Arbeitseinstieg in Deutschland zu vereinfachen. Die Einkommensuntergrenze für Hochqualifizierte ist mit 66.000 Euro noch immer zu hoch – gerade für den Mittelstand. Auch das Verfahren der Vorrangprüfung ist zu kompliziert und dauert zu lange. […] Neben weiteren Vereinfachungen im Zuwanderungsrecht und der Absenkung der Einkommensschwelle von 66.000 Euro für Hochqualifizierte sollten kurz- und mittelfristig auch Fachkräfte, die deutlich unterhalb einer neuen, niedrigeren Einkommensschwelle liegen, ein sofortiges, unbefristetes Daueraufenthaltsrecht bekommen.“
Die ARD-Dokumentation von Ulrike Bremer „Der Arbeitsmarktreport – das Märchen vom Fachkräftemangel“ wirft dem VDI Beihilfe zum Lohndumping vor, nachdem der Pressesprecher des VDI, Marco Dadomo, die Halbierung der Lohnuntergrenze für ausländische Ingenieure auf 32.000 als Erfolg bezeichnet hatte.<ref name="fachkraeftemangelmaerchen">Ulrike Bremer: Der Arbeitsmarktreport – das Märchen vom Fachkräftemangel. In: youtube.com.</ref> Die willkürliche Multiplikation jeder gemeldeten freien Stelle mit dem Faktor 7 oder 5 im Auftrag des VDI, zur Ermittlung der nicht gemeldeten Stellen, wurde von dem Statistiker Gerd Bosbach in der Dokumentation dem Bereich Lügen mit Zahlen zugeordnet.<ref name="fachkraeftemangelmaerchen" />
Am 15. April 2015 nannte Michael Schwartz, ehemaliger Bereichsleiter Strategie und Kommunikation beim VDI in der FAZ<ref>Georg Giersberg: Die verschwundene Lücke kommt wieder. In: FAZ, 15. April 2015; abgerufen am 30. November 2024.</ref> zwei Gründe, warum mittlerweile nicht mehr von einer Fachkräftelücke die Rede ist:
„Zum einen sei die Abbrecherquote in den ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen binnen zwei Jahren von 45 Prozent auf 35 Prozent gesunken. Zum anderen habe sich das Werben um Frauen gelohnt. Sie sind bei technischen Berufen zwar immer noch zahlenmäßig ihren männlichen Kollegen unterlegen. Aber ihr Anteil steige doch langsam. Und mittelfristig macht sich bemerkbar, dass vor einem Jahr zwei Abiturjahrgänge die Schule abgeschlossen und ein Studium aufgenommen haben. Daher werde wohl in fünf Jahren ein großer Jahrgang junger Ingenieure auf den Arbeitsmarkt drängen.“
Namenszusatz VDI
Ingenieure und Naturwissenschaftler sowie Personen, die gemäß den deutschen Ingenieurgesetzen (beispielsweise das Bayerische Ingenieurgesetz) zur Führung der Berufsbezeichnung Ingenieur berechtigt sind, können ordentliche Mitglieder im VDI werden. Über die ordentliche Mitgliedschaft von Personen, die nicht zu den vorgenannten Gruppen gehören, deren Mitarbeit aber erwünscht ist, entscheidet das VDI-Präsidium. Laut Satzung des VDI dürfen ordentliche Mitglieder sowie Ehrenmitglieder und korrespondierende Mitglieder unmittelbar hinter ihrem Namen den Zusatz VDI führen. Eine Verwendung in Firmenbezeichnungen ist nicht gestattet.<ref name="Satzung" />
Logo
Seit Juni 2022 hat der VDI im Rahmen eines neuen Markenauftritts ein neues Logo. Der angedeutete Pfeil stellt ein Symbol für Bewegung, Fortschritt und Zukunft dar.
Das vorherige Logo des VDI e. V. war ein Quadrat, das aus 25 einzelnen Quadraten mit unterschiedlicher Blau-Schattierung bestand. Im großen Quadrat waren die drei Buchstaben VDI in weißer Farbe zu sehen. Bei den anderen Firmen der VDI-Gruppe war der Hintergrund jedoch einheitlich blau, allerdings in unterschiedlichen Blautönen.
Sehr lange hatte der VDI ein Logo mit einem Zahnrad mit drei Speichen. Zwischen den Speichen standen die drei Buchstaben VDI.
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Altes VDI-Logo
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Logo bis Juni 2022
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Aktuelles Logo
Literatur
- Wolfgang König: Technik, Ingenieure und Gesellschaft. Geschichte des Vereins Deutscher Ingenieure 1856–1981. (im Auftrag des VDI herausgegeben von Karl-Heinz Ludwig) VDI-Verlag, Düsseldorf 1981, ISBN 3-18-400510-0.
- Walter Kaiser, Wolfgang König (Hrsg.): Geschichte des Ingenieurs. Ein Beruf in sechs Jahrtausenden. Carl Hanser Verlag, München/Wien 2006, ISBN 3-446-40484-8.
- Kees Gispen: New Profession, Old Order. Engineers and German Society 1815–1914. Cambridge University Press, Cambridge 2002, ISBN 0-521-52603-5, S. 64–86, S. 130–160.
- Tobias Sander: Die doppelte Defensive. Soziale Lage, Mentalitäten und Politik der Ingenieure in Deutschland 1890–1933. VS-Verlag, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-531-16273-7.
- Wolfgang König „Nazifizierung“ und „Entnazifizierung“ der Ingenieure. Der Verein Deutscher Ingenieure und seine Führungsgruppe im Nationalsozialismus (Teil 1), in: Technikgeschichte 91 (2024) Heft 4, S. 313–338; (Teil 2), in: Technikgeschichte 92 (2025) Heft 3, S. 201–240.
Weblinks
- Offizielle Website
- Frühe Dokumente und Zeitungsartikel zum Verein Deutscher Ingenieure in den Historischen Pressearchiven der ZBW
Einzelnachweise
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Koordinaten: 51° 16′ 31″ N, 6° 46′ 7″ O
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