Zum Inhalt springen

Franz Krause (Architekt)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Franz Krause (* 20. Mai 1897 in Hemmoor; † 29. Oktober 1979 in Wuppertal) war ein deutscher Architekt, Innenarchitekt und Maler.

Leben

Franz Krause wuchs in Berlin auf. Von 1914 bis 1918 nahm er am Ersten Weltkrieg teil. Er studierte Architektur an der Technischen Hochschule in Darmstadt, seit 1922 in Stuttgart.<ref name="Rowedder">Von der Heydt-Museum, Eva Rowedder: Skulpturensammlung, Wuppertal 1987, ISBN 3-89202-004-3, S. 174.</ref> Von 1926<ref name="Rowedder" /> bis 1927 war er technischer Bauleiter an der Weißenhofsiedlung in Stuttgart.<ref name="Lack">Laboratorium Lack. Baumeister, Schlemmer, Krause 1937–1944. Herausgegeben von Kunstmuseum Stuttgart 2007. ISBN 978-3-8030-5073-1</ref>

Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit lag in Stuttgart und in Wuppertal, wo er seit 1937 lebte. Er war mit Oskar Schlemmer und Willi Baumeister befreundet und gehörte mit ihnen zum Wuppertaler Arbeitskreis um den Wuppertaler Lackfabrikanten Kurt Herberts. Hier hatte er seine sehr eigenständige Architekturauffassung der „gefühlten Bauweise“ entwickelt, die vom Architekten im Prozess vor Ort auf der Baustelle bestimmt wird.<ref>Villa Waldfrieden in Wuppertal saniert. In: Architekturzeitung vom 7. Oktober 2010.</ref> Unter anderem entwarf Krause die Villa Herberts (1946–1949) für den Unternehmer.<ref name="Lack" /> Während des Zweiten Weltkriegs leistete er teilweise Militärdienst, hatte aber „auch maltechnische Aufgaben in Wuppertal“. Von 1951 bis 1956 war er als Dozent an der Werkkunstschule Wuppertal tätig.<ref name="Rowedder" />

Literatur

  • N.N.: Franz Krause. 1897–1979. [Düsseldorf]: Edition Marzona, 1983.
  • Günter Aust, Kurt Herberts (Hrsg.): Modulation und Patina. Ein Dokument aus dem Wuppertaler Arbeitskreis um Willi Baumeister, Oskar Schlemmer, Franz Krause (1937–1944). Stuttgart: Hatje, 1989.
  • Gerda Breuer (Hrsg.), Carmen Klement, Pia Mingels (Hrsg.), Christopher Oestereich: Franz Krause. 1897–1979. Architekt, Künstler, Poet. Köln: Wienand, 2014.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein