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Frankenhain (Schlieben)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Frankenhain
Stadt Schlieben
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(159)&title=Frankenhain 51° 42′ N, 13° 25′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(159) 51° 42′ 11″ N, 13° 24′ 52″ O
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Höhe: 89 m
Einwohner: 159 (1. Jan. 2000)<ref>Statistische Berichte – Bevölkerungsentwicklung und Flächen der kreisfreien Städte, Landkreise und Gemeinden im Land Brandenburg 2000. (PDF; 3,8 MB) Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Land Brandenburg, S. 17, abgerufen am 21. März 2025.</ref>
Eingemeindung: 1. November 2001
Postleitzahl: 04936
Vorwahl: 035361

Frankenhain ist ein Ortsteil der Stadt Schlieben im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg. Frankenhain liegt etwa 3 Kilometer südöstlich des Stadtkerngebietes.

Geschichte

Urkundliche Ersterwähnung und Entwicklung des Ortsnamens

Datei:Frankenhain.JPG
Die Dorfstraße in Frankenhain
Datei:Badesee Frankenhain.JPG
Neben dem Badesee ist der Festplatz mit Freilichtbühne

Der Ort wurde 1384 urkundlich erstmals als Frankinhayn erwähnt. Weitere Erwähnungen und Schreibweisen waren: 1384 Frankenhain, 1474 und 1602 Franckenhain. Der Ortsname bezeichnet eine am Hain gelegene Siedlung der Franken beziehungsweise des Franko.<ref>Walter Wenzel: Die Ortsnamen des Schweinitzer Landes, Akademie-Verlag, Berlin 1964, zugleich Dissertation, Leipzig 1960</ref>

Ortsgeschichte

Frankenhain war ein von deutschen Siedlern angelegtes Reihendorf, das ursprünglich nur eine Reihe Hufen hatte. Später entstanden weitere Häuser ohne Gärten an der südlich der Reihe verlaufenden Straße. Bis zur Trockenlegung Mitte des 20. Jahrhunderts war Frankenhain von Moor umgeben. Die Bewohner lebten bis dahin vom Torfabbau und Hopfenanbau. Frankenhain war ein Amtsdorf des kursächsischen Amtes Schlieben. Die Bewohner waren in Schlieben eingepfarrt.<ref name="Der Kreis Schweinitz">Der Kreis Schweinitz A. Richter 1912; Eine kleine Heimatkunde für die Schulen des Kreises</ref>

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Im Süden des Ortes befindet sich ein aus einer Kiesgrube entstandener Badesee, auf welchem jährlich ein traditionelles Teichfahren veranstaltet wird. Um den See befindet sich ein kleineres Sport- und Erholungsgebiet.<ref>https://www.amt-schlieben.de/</ref>

Außerdem befinden sich im Ort einige Gebäude, die sich auf der örtlichen Denkmalliste befinden. Eines der markantesten Bauwerke im Ort ist dabei ein Glocken- und Feuerwehrturm mit quadratischem Grundriss und oktogonalem Glockengeschoss. Der im zweiten Drittel des 18. Jahrhunderts errichtete Fachwerkbau war 1945 schwer beschädigt und einige Jahre später wieder aufgebaut worden.<ref name="Gramlich"/><ref name="bldam Glockenturm"/> Etwa 100 Meter weiter ist auf dem Grundstück Frankenhain 2 ein am Anfang des 20. Jahrhunderts entstandener Vierseitenhof zu finden, der ebenfalls zum Teil unter Denkmalschutz steht.<ref name="bldam Frankenhain 2"/> Auf dem Nachbargrundstück ist ein Fachwerkbau aus dem 18. Jahrhundert zu finden.<ref name="bldam Frankenhain 3"/> Einige Meter weiter gibt es einen historischen Taubenturm, wobei es sich hier um ein Bauwerk handelt, welches gegen Ende des 19. Jahrhunderts zum Teil als Ziegel- und Fachwerkbau entstanden ist.<ref name="bldam Frankenhain 6"/>

Weblinks

Commons: Frankenhain – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur

  • Sybille Gramlich, Irmelin Küttner: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Denkmale in Brandenburg 7.1 = Die Stadt Herzberg/Elster und die Ämter Falkenberg/Uebigau, Herzberg, Schlieben und Schönewalde. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 1998. ISBN 978-3-88462-152-3
  • Jürgen Bergmeier: Die Trauungen im Kirchspiel Schlieben 1578 - 1799. BücherKammer, Herzberg (Elster) 2023. ISBN 978-3-940635-76-1

Anmerkungen und Einzelnachweise

<references> <ref name="Gramlich"> Sybille Gramlich, Irmelin Küttner: Landkreis Elbe-Elster Teil 1: Die Stadt Herzberg/Elster und die Ämter Falkenberg/Uebigau, Herzberg, Schlieben und Schönewalde. ISBN 978-3-88462152-3, S. 106</ref> <ref name="bldam Glockenturm">Der Frankenhainer Glockenturm in der Datenbank des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum, abgerufen am 3. Dezember 2016.</ref> <ref name="bldam Frankenhain 2">Das Grundstück Frankenhain 2 in der Datenbank des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum, abgerufen am 3. Dezember 2016.</ref> <ref name="bldam Frankenhain 3">Das Grundstück Frankenhain 3 in der Datenbank des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum, abgerufen am 3. Dezember 2016.</ref> <ref name="bldam Frankenhain 6">Der Frankenhainer Taubenturm in der Datenbank des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum, abgerufen am 3. Dezember 2016.</ref> </references>

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