Frankenburg (Pfalz)
Vorlage:Infobox Schutzgebiet Die Frankenburg ist eine hochmittelalterliche, heute nur noch als Ruine mit wenigen Bauresten erhaltene Felsenburg im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Sie lag über dem Modenbachtal am spornartigen Ende des Frankenberges auf und um einer dortigen Felsplattform, dem sogenannten Franken-Felsen, einem Naturdenkmal. Ihr gegenüber liegt die Burg Meistersel.
Von der Frankenburg sind nur noch ganz wenige Mauerreste und Spuren im Felsen vorhanden.<ref>Arndt Hartung: Pfälzer Burgen. In: Pfälzer Burgenrevier. Landau/Pfalz 1985.</ref><ref>Günter Stein: Neuscharfeneck. In: Burgen und Schlösser in der Pfalz. Frankfurt/Main 1976.</ref> Der Felsen liegt an der Südostspitze des Frankenberges in 545 Meter Höhe, die Burg ist damit eine der höchstgelegenen der Pfalz.<ref>Jürgen Keddigkeit: Pfälzisches Burgenlexikon. Band 2. S. 111</ref>
Geschichte
Erste urkundliche Erwähnung fand die Anlage im Jahr 1327, als Jakob von Ruppertsberg dem Grafen Jofried von Leiningen die Burg anlässlich einer Urfehde öffnete. Vor 1353 befand sich die Frankenburg in der Verfügungsgewalt der Herren von Dahn. Vermutlich wurde sie während des 14. Jahrhunderts zerstört.<ref>Jürgen Keddigkeit: Pfälzisches Burgenlexikon. Band 2. S. 111–112</ref>
Baubeschreibung
Die Burg bestand aus einer Oberburg auf der 20 Meter langen und bis zu 6,80 Meter breiten Felsplattform und einer Unterburg, die sich bis auf die nordwestliche Schmalseite der Felsplattform um die Oberburg herumzog.<ref name="Keddigkeit, Burgenlexikon2 S. 112">Jürgen Keddigkeit: Pfälzisches Burgenlexikon. Band 2. S. 112</ref>
Der Aufgang zur Oberburg erfolgte über eine aus dem Fels gehauene Treppe an der südlichen Längsseite des Felsens. Auf der Plattform standen mehrere kleine Gebäude, ein Hof sowie an der Hauptangriffsseite im Nordwesten vermutlich eine kurze Schildmauer. An den Fuß des Burgfelsens an der südwestlichen Längsseite lehnten sich Gebäude an, wie Bauspuren zeigen. Sie gehörten noch zur Oberburg und sind durch eine Ringmauer von der etwas weiter unten am Berghang liegenden Unterburg getrennt.<ref>Jürgen Keddigkeit: Pfälzisches Burgenlexikon. Band 2. S. 112–113</ref>
Der Zuweg zur Burg wird durch zwei Gräben unterbrochen, einem äußeren, kürzeren Graben, der nicht über die gesamte Breite des Bergspornes verläuft, und wohl als Steinbruch für den Burgenbau diente und von einer Brücke überspannt war, wie drei Balkenauflager zeigen. Etwas weiter folgt ein breiter Halsgraben, der den gesamten Sporn abriegelte.<ref>Jürgen Keddigkeit: Pfälzisches Burgenlexikon. Band 2. S. 114</ref>
Die noch dort vorhandenen Buckelquader und einzelne Keramikfunde ermöglichen eine grobe Datierung der Bestandszeit der Burg von der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts bis vermutlich in das 15. Jahrhundert.<ref>Jürgen Keddigkeit: Pfälzisches Burgenlexikon. Band 2. S. 115</ref>
Zugang
Die Burgruine kann vom Wanderparkplatz Sieben Quellen im Modenbachtal über die Pfälzerwaldhütte Amicitia-Hütte nur über unmarkierte Wanderwege erreicht werden.<ref name="KuLaDig">Burgruine Frankenburg auf dem Frankenberg auf KuLaDig - Kultur. Landschaft. Digital. Landschaftsverband Rheinland (LVR).</ref>
Literatur
- Jürgen Keddigkeit (Hrsg.): Pfälzisches Burgenlexikon. Band 2. Institut für Pfälzische Geschichte und Volkskunde, Kaiserslautern 2002, ISBN 978-3-927754-48-5, S. 111–115.
- Rüdiger Bernges: Felsenburgen im Wasgau – Untersuchungen eines speziellen Burgentyps im südlichen Pfälzer Wald und in den Nordvogesen. Warlich Druck, Wuppertal 2005, S. 237–238
Weblinks
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Einzelnachweise
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