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François Georges-Picot

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Datei:François Georges-Picot.JPG
François Georges-Picot, 1918
Datei:François Georges-Picot - Unterschrift.png
Unterschrift

François Georges-Picot (* 21. Dezember 1870 in Paris; † 20. Juni 1951 ebenda) war ein französischer Diplomat und Militär.

Leben

François Georges-Picot war ein Sohn des Juristen Georges Picot und dessen Ehefrau Marthe Bachasson de Montalivet. Seine Schwester Geneviève Georges-Picot war mit dem Literaturwissenschaftler und Politiker Jacques Bardoux verheiratet und Großmutter des späteren französischen Staatspräsidenten Valéry Giscard d’Estaing.

Er diente unter anderem als Generalkonsul in Beirut.<ref name=":0">Jean-Pierre Filiu: Comment la Palestine fut perdue – Et pourquoi Israël n’a pas gagné – Histoire d’un conflict (XIXe–XXIe siècle). Éditions du Seuil, Paris 2024, ISBN 978-2-02-153833-5, S. 320.</ref> Während des Ersten Weltkriegs unterzeichnete er mit dem Briten Sir Mark Sykes das Sykes-Picot-Abkommen. In diesem Abkommen teilten Großbritannien und Frankreich die arabischen Provinzen des Osmanischen Reichs unter sich in politische Einflusszonen auf. Picot war Anhänger eines „Syrie intégrale“.<ref name=":0" /> Dieses sollte unter französischem Mandat stehen und von Alexandretta (İskenderun) zum Sinai und von Mossul bis ans Mittelmeer reichen.

1923 amtierte Georges-Picot als Gesandter in Bulgarien und unterstützte dort den Juniputsch gegen die agrarische Regierung von Aleksandar Stambolijski, da er diesen als „Proto-Bolschewisten“ sah.<ref>Adam Tooze, Martin Ivanov: Disciplining the 'black sheep of the Balkans': financial supervision and sovereignty in Bulgaria, 1902–38. In: The Economic History Review, Jg. 64 (2011), Nr. 1, S. 30–51, hier: S. 45. Hier und hier abrufbar.</ref> Er wurde später Vertreter der französischen Botschaft in London.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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