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Formetanat

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Vorlage:Infobox Chemikalie

Formetanat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Amidine und Carbamate.

Gewinnung und Darstellung

Formetanat kann durch Reaktion von m-Aminophenol mit Dimethylformamid, Phosphoroxychlorid und Methylisocyanat unter Einwirkung von Salzsäure gewonnen werden.<ref name="Thomas A. Unger">Vorlage:Literatur</ref>

Datei:Formetanat synthesis.svg

Eigenschaften

Formetanat ist ein farbloser bis gelblicher Feststoff mit schwachem Geruch.<ref name="Stanley A. Greene" /> Er zersetzt sich bei Erhitzung über 200–202 °C.<ref name="GESTIS" /> Im Boden, unter Einwirkung von UV-Licht und in Lösung zersetzt sich die Verbindung rasch, wobei je nach Abbaubedingungen unter anderem 3-Aminophenol und Formaminophenol entstehen.<ref name="Terence Robert Roberts" />

Verwendung

Formetanat wird als Insektizid und Akarizid gegen Spinnmilben und einige Insekten (Diptera, Hemiptera und Thysanoptera) bei Früchten, Gemüse und Alfalfa verwendet. Es ist ein schwacher Cholinesterase-Hemmer.<ref name="Terence Robert Roberts">Vorlage:Literatur</ref> Formetanat war zwischen 1969 und 1991 in der BRD zugelassen.<ref name="Peter Brandt">Vorlage:Literatur</ref>

In die Schlagzeilen geriet die Verbindung als 2008 Rückstände in Erdbeeren nachgewiesen wurden, die jedoch in ihrer Menge laut Aussage des Bundesinstituts für Risikobewertung unbedenklich waren.<ref name="Bfr">Bundesinstitut für Risikobewertung: Keine akute Gesundheitsgefährdung durch Formetanat in Erdbeeren – Stellungnahme Nr. 021/2008 des BfR vom 7. Mai 2008 (pdf; 56 kB)</ref>

Zulassung

In der Europäischen Union kann Formetanat seit Oktober 2007 für Anwendungen als Insektizid und Akarizid zugelassen werden.<ref>Vorlage:EU-Richtlinie</ref> In Deutschland und einigen südeuropäischen Staaten bestehen Zulassungen für Präparate mit Formatanat. In Österreich und der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.<ref name="PSM">Vorlage:PSM-Verz</ref>

Einzelnachweise

<references />