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Forchlorfenuron

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Strukturformel
Strukturformel von Forchlorfenuron
Allgemeines
Name Forchlorfenuron
Andere Namen
  • 1-(2-Chlor-4-pyridyl)-3-phenylharnstoff
  • Sitofex
Summenformel C12H10ClN3O
Kurzbeschreibung

weißer geruchloser Feststoff<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer (Listennummer) 614-346-0
ECHA-InfoCard 100.109.509
PubChem 93379
ChemSpider 84301
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 247,68 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,44 g·cm−3<ref name="GESTIS" />

Schmelzpunkt

165 °C<ref name="GESTIS" />

Dampfdruck

4,6 hPa (26 °C)<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>

Löslichkeit
  • praktisch unlöslich in Wasser (39 mg·l−1 bei 21 °C)<ref name="GESTIS" />
  • löslich in Methanol (119 g·l−1), in Ethanol (149 g·l−1), in Aceton (127 g·l−1), in Chloroform (2,7 g·l−1 bei 20 °C)<ref>Datenblatt Forchlorfenuron (PDF-Datei; 58 kB) bei Bio Basic, abgerufen am 3. Januar 2013.</ref>
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.109.509">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 351​‐​411
P: 201​‐​273​‐​308+313<ref name="GESTIS" />
Toxikologische Daten

1568 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)<ref name="Sigma" />

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Forchlorfenuron ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Harnstoffderivate, Stickstoffheterocyclen, substituierten Phenole und organischen Chlorverbindungen, die als Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln verwendet wird.<ref name="GESTIS" /> Heute wird sie von Alzchem hergestellt.

Eigenschaften

Forchlorfenuron ist ein brennbarer weißer geruchloser Feststoff, welcher unlöslich in Wasser ist.<ref name="GESTIS" />

Verwendung

Forchlorfenuron wirkt bei Pflanzen als Wachstumsregulator. Der Wirkstoff gehört zu den Cytokininen und damit zu den Phytohormonen.

Forchlorfenuron vergrößert die Fruchtgröße bei Kiwis, Tafeltrauben und Pfirsichen, erhöht den Fruchtansatz bei Melonen und Gurken und steigert den Ertrag von Tomaten, Reis und Getreide.<ref name=roempp>Eintrag zu Forchlorfenuron. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

Bekanntheit erreichte der Wirkstoff 2011 durch einen Bericht im chinesischen Fernsehen über explodierende Wassermelonen, verursacht durch eine unsachgemäße Anwendung von Forchlorfenuron.<ref>China: Explodierende Melonen entsetzen Landwirte. In: Spiegel Online. 17. Mai 2011, abgerufen am 18. Mai 2011.</ref>

Zulassung

In einigen Staaten der EU sind Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen, nicht jedoch in Deutschland, Österreich oder der Schweiz.<ref>Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs und DeutschlandsVorlage:Abrufdatum</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />