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Foramen infraorbitale

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Datei:Gray154.png
Oberkiefer des Menschen

Das Foramen infraorbitale („Unteraugenloch“, „Infraorbitalfenster“; Plural Foramina infraorbitalia) ist eine Öffnung des Schädels im Bereich der Vorderfläche (Facies anterior) des Oberkiefers. Es liegt beim Menschen beidseits etwa 1 cm unterhalb des unteren Augenhöhlenrandes. Das Foramen infraorbitale ist die äußere Öffnung des Unteraugenkanals (Canalis infraorbitalis). Hier treten der Nervus infraorbitalis (Endast des Nervus maxillaris) und die Arteria infraorbitalis<ref>Detlef Kießling, Sabine Stannat: Anatomie am Lebenden. Verlag Jungjohann, Heidelberg 1981, ISBN 3-88454-104-8, S. 9.</ref> sowie die Vena infraorbitalis aus.

Das Foramen infraorbitale ist einer der Trigeminusdruckpunkte. Durch Injektion eines Leitungsanästetikums in die Umgebung des Unteraugenlochs kann der Nervus infraorbitalis ausgeschaltet werden (Regionalanästhesie). Die Leitungsanästhesie kann sowohl von außen (extraoraler Zugang) oder am seitlichen Schneidezahn von der Mundhöhle aus (intraoral) erfolgen und bewirkt eine Schmerzausschaltung der Oberkieferschneide-, Eck- und Vormahlzähne, des Mundhöhlenvorhofs, der Oberlippe, der Nasenflügel und des vorderen Oberkiefers.

Literatur

  • Franz-Viktor Salomon: Nervensystem, Systema nervosum. In: Salomon/Geyer/Gille (Hrsg.): Anatomie für die Tiermedizin. 2., erweiterte Auflage. Enke, Stuttgart 2008, S. 464–577, ISBN 978-3-8304-1075-1.
  • Norbert Schwenzer: Zahn-mund-kiefer-heilkunde: Zahnärztliche Chirurgie. Band 3. Georg Thieme Verlag, 2000, ISBN 978-3-13-116963-1, S. 17–18.

Einzelnachweise

<references />