Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Flughafen Grenchen – Wikipedia Zum Inhalt springen

Flughafen Grenchen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Flugplatz Grenchen)
Flughafen Grenchen
Datei:Aerial image of the Grenchen airport.jpg
Kenndaten
ICAO-Code LSZG
Koordinaten 47° 10′ 53″ N, 7° 24′ 59″ OKoordinaten: 47° 10′ 53″ N, 7° 24′ 59″ O
 {{#coordinates:47,181388888889|7,4163888888889|primary
dim=10000 globe= name= region=CH-SO type=airport
  }}
Höhe über MSL 430 m (1.411 ft)
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 2 km südöstlich von Grenchen
Strasse Autobahn A5
Nahverkehr Buslinie 23 der BGU
Basisdaten
Eröffnung 1931
Betreiber Regionalflugplatz Jura-Grenchen AG
Passagiere 62'144 (2014)<ref name="Jahresbericht 2014">BAZL: Jahresbericht 2014. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 1. Dezember 2014; abgerufen am 2. November 2014. abgerufen am 25. Mai 2023</ref>
Flug-
bewegungen
79'260 (2014)<ref name="Jahresbericht 2014" />
Beschäftigte 150
Start- und Landebahnen
06/24 1000 m × 23 m Asphalt
06L/24R 390 m × 18 m Gras
06R/24L 700 m × 30 m Gras
06/24 GLD 700 m × 30 m Gras
Standorte der 11 Schweizer Regionalflughäfen
Datei:Flugplatz Grenchen Tower.jpg
Turm des Flugplatz

Der Flughafen Grenchen Vorlage:Flughafen-Codes ist ein Regionalflughafen in Grenchen im Kanton Solothurn.

Flugbetrieb

Mit 74'491<ref name="Zahlen+Fakten">BAZL: Schweizer Zivilluftfahrt 2011, Zahlen und Fakten. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 26. Mai 2014; abgerufen am 10. Juli 2012. abgerufen am 25. Mai 2023</ref> Flugbewegungen ist er unter diesem Aspekt nach Zürich, Basel und Genf der viertgrösste Flugplatz der Schweiz – nach der Zahl der Passagiere kommt er aber erst an siebter Stelle. Die fliegerischen Tätigkeiten beschränken sich mehrheitlich auf Ausbildung, Geschäftsflüge, Rundflüge, Modellflüge, Segelflüge und Fallschirmabsprünge. Über die Hälfte der Flugbewegungen entfallen dabei auf die Ausbildung von Piloten. Lufthansa Aviation Training Ltd. (LAT), der heutige Trainingsprovider der SWISS (vormals Swiss Aviation Training<ref>Lufthansa Aviation Training Switzerland. In: Swiss International Air Lines – Corporate. Abgerufen am 18. Dezember 2025.</ref>), bildet die angehenden Linienpiloten im Sicht- und Instrumentenflug auf Diamond DA 40 und Diamond DA42 in Grenchen aus.

Der Flugplatz ist ganzjährig tagsüber geöffnet und hat eine Zollabfertigung sowie drei Hangars. Während der Winterzeit ist der Flugplatz jeweils am Mittwoch bis 20:00 Uhr für Nachtflüge geöffnet.<ref>Nachtflug auf der Website des Flugplatzes Grenchen, abgerufen am 15. November 2014</ref> Der neue Hangar Ost mit Solaranlage auf dem Dach wurde 2009 eingeweiht.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Am Flughafen Grenchen wurde der neue Hangar Ost eingeweiht (Memento vom 15. Juli 2009 im Internet Archive), Flughafen-Blog, Juli 2009</ref> Im Jahr 2006 wurden 2684 internationale Flüge in Grenchen verzeichnet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Regionalflugplatz Jura-Grenchen AG: Neuer Hangar geplant (Memento vom 19. November 2008 im Internet Archive), Flughafen-Blog, 5. August 2007</ref>

Geschichte

Am 12. April 1931 landete der Militärpilot Ernst Knab das erste Flugzeug auf dem neu erstellten Flugplatz. Damit wurde die Uhrenmetropole Grenchen nach nur zweieinhalb Monaten Vorbereitungszeit auch zum Flugplatzstandort, dies auch darum, weil in der Krise ab 1931 Umschulungen für Uhrmacher eingeleitet worden waren: Dahinter stand auch der Industrielle Adolf Schild, der sich für einen Flugplatz eingesetzt hatte. Im Jahr 1931 kam Willi Farner als technischer Leiter der von Kanton und Bund subventionierten<ref>Kiefer, F.: Solothurner Chronik 1934 Jahrbuch für Solothurnische Geschichte Band 8 (1935), S. 294</ref> Umschulungskurse für arbeitslose Uhrmacher nach Grenchen und gründete drei Jahre später ein Flugzeugbauunternehmen,<ref>Willy Farner auf dem Wiki der Stadt Grenchen</ref> die heutige Farner Aviation.<ref>Farner Aviation, Internetauftritt</ref>

Am 10. Mai 1931 wurde die Graspiste eingeweiht, und bereits am 26. Juli 1931 bestaunten 10'000 Besucher die fliegerischen Vorführungen, unter anderem mit einer Dewoitine-Staffel.<ref>Peter Brotschi, Schweizerische Bundeskanzlei (KAV): 75 Jahre Flughafen Grenchen. (PDF, 59 KB) 12. April 2006, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 5. Oktober 2007; abgerufen im Februar 2001. abgerufen am 25. Mai 2023</ref>

Seit der Eröffnung und während des Zweiten Weltkrieges wurde der Flugplatz oft vom Militär benutzt, vor allem für Wiederholungskurse und dann während des Aktivdienstes vom September 1939 bis September 1940 von den Fliegerkompanien 11 und 12.

Nachdem zwei Anläufe zum weiteren Ausbau des Flugplatzes gescheitert waren, stimmten die Eidgenössischen Räte im März 1970 der Subventionierung des Baus einer Hartbelagpiste zu. Diese konnte am 4. Dezember 1970 eröffnet werden.<ref>Sandro Fehr: Die Erschliessung der dritten Dimension. Entstehung und Entwicklung der zivilen Luftfahrtinfrastruktur in der Schweiz, 1919–1990. Chronos Verlag, Zürich 2014, ISBN 978-3-0340-1228-7, S. 233.</ref>

1971 erhielt der Flugplatz erstmals eine eidgenössische Konzession als öffentlicher Flughafen, die bis 2001 galt und dann wieder um 30 Jahre verlängert wurde.<ref>Erneuerung der Betriebskonzession für den Flughafen Grenchen … (PDF, 14 kB) 14. Februar 2009, abgerufen am 15. November 2014.</ref>

2007 übernahm Skyguide die örtliche Flugverkehrsleitung. Grenchen ist einer von insgesamt 14 Standorten des Unternehmens.

Der Verein Hangar31 wurde 2014 gegründet und 2022 aufgelöst.<ref>Stadtgeschichte-grenchen.ch</ref><ref>grenchnertagblatt.ch </ref> Er hatte die D-26 "Stadt Grenchen" nach Grenchen zurückgeholt und betrieben. Dieses Flugzeug trug die Nummer 286 und war im Luftfahrtregister als HB-RAG eingetragen. Nach dem Dienst bei der Flugwaffe hatte das Flugzeug von 1948 bis 1964 in Grenchen Segelflugzeuge geschleppt.<ref>Bieler Tagblatt</ref> Nach der Rückkehr nach Grenchen 2015 musste das Flugzeug nach einem Kopfstand im Jahr 2016 repariert werden.<ref>https://www.flugrevue.de/klassiker/historischer-verein-luftfahrt-grenchen-dewoitine-bei-landung-beschaedigt/</ref> Am 1. September 2018 landete der Pilot das Flugzeug in Thun mit einem Motorschaden an der Kurbelwelle.<ref>Luzerner Zeitung @1@2Vorlage:Toter Link/www.sust.admin.chBericht der SUST zur HB-RAG (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Februar 2025. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> Danach wurde das Flugzeug verkauft.

2024 kostete die Flugsicherung 4,9 Millionen Franken. Der Bund will davon wegen des Entlastungpakets 2027 in Zukunft nur noch einen Bruchteil bezahlen.<ref>180 Jobs gefährdet – auch Pilotenausbildung betroffen: Nächstem Schweizer Flughafen droht das Aus!</ref>

Zwischenfälle

  • Am 11. September 2023 stürzte beim Anflug auf den Flughafen Grenchen ein Kleinflugzeug ab, die beiden Personen an Bord kamen ums Leben.<ref>Grenchen: zwei Todesopfer nach Flugzeugabsturz. In: skynews.ch. 11. September 2023, abgerufen am 19. Februar 2024.</ref>
  • Am 18. Februar 2024 stürzte ein Flugzeug des am Flughafen Grenchen stationierten Fallschirmvereins Skydive Grenchen in der Nähe des Flughafens ab. Mindestens ein Teil der elf an Bord befindlichen Fallschirmspringer hatten die Maschine vom Typ PAC P-750 XSTOL schon vor dem Notruf planmässig verlassen, der Rest spätestens danach, der Pilot kam beim Absturz ums Leben.<ref>Grenchner Para-Flieger aus 3000 Meter abgestürzt. In: skynews.ch. 19. Februar 2024, abgerufen am 19. Februar 2024.</ref> Ein im März 2024 veröffentlichter Vorbericht der Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST erwähnte, dass sich der Reservefallschirm eines Springers noch am Flugzeug unbeabsichtigt geöffnet habe und der Springer anschliessend mit dem Höhenleitwerk des Flugzeugs kollidiert sei, wodurch dieses abgerissen wurde und das Flugzeug manövrierunfähig wurde.<ref>Flugzeugabsturz Grenchen - Absturz: Fallschirmspringer riss Flugzeug-Leitwerk weg. In: srf.ch. 12. März 2024, abgerufen am 12. März 2024.</ref><ref>Vorbericht HB-TCP</ref> Der Schlussbericht der SUST wurde am 27. Januar 2026 veröffentlicht.<ref>Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST (Hrsg.): Abschlussbericht HB-TCP. 27. Januar 2026 (Online [PDF; abgerufen am 28. Januar 2026]).</ref>

Literatur

  • Peter Brotschi: Regionalflugplatz Grenchen. Solothurn 1991, ISBN 3-85962-097-5.

Weblinks

Commons: Flugplatz Grenchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Datei:DC-3 Swissair Grenchen.jpg
In Grenchen stationierte Douglas DC-3 (N431HM) in Retro-Swissair-Farben

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Landesflughäfen: Basel-Mülhausen | Genf | Zürich. Regionalflughäfen: Bern-Belp | Birrfeld | Bressaucourt | Ecuvillens | Grenchen | Les Eplatures | Lausanne-La Blécherette | Lugano | Samedan | Sitten | St. Gallen-Altenrhein. Stillgelegte Flugplätze: Interlaken Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Vorlage:Klappleiste/Ende