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Flughafen Lorient Lann-Bihoué

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Aéroport de Lorient-Bretagne-Sud
Base d’aéronautique navale de Lann-Bihoué
Datei:Le terminal des départs et arrivées de l'aéroport de Lorient..JPG
Kenndaten
ICAO-Code LFRH
IATA-Code LRT
Koordinaten 47° 45′ 38″ N, 3° 26′ 24″ WKoordinaten: 47° 45′ 38″ N, 3° 26′ 24″ W
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Höhe über MSL 48 m (159 ft)
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 5 km westlich von Lorient
Strasse D 163E
Basisdaten
Eröffnung 1938
Betreiber Concessionnaire civil SEA LLB (zivil)
Ministère des Armées (FNF), Lorient Défense (militärisch)
Terminals 1
Passagiere 5.147 (2024)<ref name="statistik">

Bulletin Statistique du trafic aérien commercial - année 2024. In: ecologie.gouv.fr. Ministère chargé des Transports, abgerufen am 2. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Luftfracht 0 t (2024)<ref name="statistik" />
Flug-
bewegungen
1.520 (2024)<ref name="statistik" />
Start- und Landebahnen
07/25 2403 m × 45 m Asphalt
02/20 1670 m × 45 m Asphalt

Der Flughafen Lorient Lann-Bihoué (Eigenbezeichnung des zivilen Teils: Aéroport de Lorient-Bretagne-Sud;<ref name="Homepage">Homepage. Concessionnaire civil SEA LLB, abgerufen am 22. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>, Vorlage:Flughafen-Codes) ist der Flughafen der westfranzösischen Stadt Lorient und liegt in der französischen Kommune Ploemeur im Département Morbihan, rund fünf Kilometer westlich von Lorient. Er wird sowohl militärisch als auch zivil genutzt. Der zivile Teil des Flughafens wird vom Concessionnaire civil SEA LLB verwaltet. Der mit 800 ha flächenmäßig größte Militärflugplatz Europas wird von der Aéronavale als Base d’aéronautique navale de Lann-Bihoué bezeichnet.

Geschichte

Vorlage:Hinweisbaustein Die Ursprünge der Fliegerei im Bereich Lorient reichen bis in die Zeit des Ersten Weltkrieges zurück, als auf dem linken Flussufer des Scorff, am sogenannten Pointe du Malheur, Wasserflugzeuge und Fesselballone zum Einsatz kamen. Ihre Aufgaben waren die Luftaufklärung von Seeminen und U-Booten. Der regelmäßige militärische Flugbetrieb endete 1920 und in den folgenden Jahren verlegten Marineflieger lediglich im Sommer zu Manövern nach Lorient.

Der Beginn des Flugbetriebs mit Landflugzeugen am heutigen Standort Lann Bihoué fand im Jahr 1938 durch einen örtlichen Luftsportverein statt.

Ein dreiviertel Jahr nach Frankreichs Niederlage im Rahmen des Westfeldzuges im Juni 1940 begann die deutsche Luftwaffe mit dem Bau eines Fliegerhorstes, der mit zwei 2.000 m langen Start- und Landebahnen ausgestattet war. Einige Hangars von damals existieren noch heute. Die in Kerlin-Bastard, so die damalige Bezeichnung des Flugplatzes, stationierten Flugzeugtypen umfassten Messerschmitt Bf 109, Heinkel He 111, Focke-Wulf Fw 200, Bücker Bü 131 und Fieseler Fi 156. Hauptnutzer war die mit Junkers Ju 88C-6 ausgerüstete V. Gruppe des Kampfgeschwader 40 (V./KG40), die hier zwischen September 1942 und Oktober 1943 stationiert war. Deren Aufgaben umfassten die Sicherung des An- und Abmarsches von in Lorient stationierten U-Booten in ihre Operationsgebiete und der Angriff auf die alliierte Konvoischifffahrt im Seegebiet um Irland. Der Platz diente auch als Logistikumschlagplatz inklusive des Besatzungstausches von U-Boot-Besatzungen. Die US-Amerikaner ließen das von der Wehrmacht stark verteidigte Gebiet um Lorient im Verlauf der Schlacht um die Bretagne Ende 1944 schließlich links liegen, so dass der Flugplatz erst am 10. Mai 1945 von der deutschen Besatzung an französische Behörden zurückgegeben wurde.

Nach Kriegsende wurde der Flugplatz 1946 ein Stützpunkt der französischen Marineflieger, der Aviation Navale (AVIA), kurz Aéronavale. Die ersten hier fest stationierten fliegenden Einheiten waren ab 1951 Escadrille 1S, ausgerüstet mit Siebel Si 204, PBY Catalina und Nord 1002 sowie die Flottille 5F mit ihren Curtiss SB2C. Ab 1952 kam eine U-Jagd-Staffel Avro Lancaster hinzu. Anschließend flogen diese und weitere Staffeln spezielle Seefernaufklärer der Typen Lockheed P2V-7 Neptune und Breguet Br-1150 Atlantic (ab 1991/1992 die Atlantique 2). Zwischen 1964 und 1968 waren in Lorient auch zwei Staffeln trägergestützte Crusader Abfangjäger stationiert und ab 1964 daneben die Flottille 4F. Sie war bis 1997 mit ebenfalls trägergestützten Breguet Br.1050 Alizé ausgerüstet und fliegt seitdem die Grumman E-2C Hawkeye. Zwischen 1955 und 2000 lag hier darüber hinaus die mit Helikoptern ausgerüstete Escadrille 2S.

Militärische Nutzung

Datei:2013-08-18 Atlantique-2-17 rear-section.JPG
Atlantique 2, aufgenommen in Nordholz, 2013

Die Aéronavale nutzt die Basis zurzeit (2022) wie folgt:

Hinzu kommen einige nicht-fliegende Verbände.

Flugbetrieb

Der Flughafen Lorient Lann-Bihoué ist als usage restreint klassifiziert.<ref name="AIP">AD 2 LFRH – LORIENT LANN BIHOUE. In: Service de l’Information Aéronautique, France (Hrsg.): Luftfahrthandbuch Frankreich. 20. Februar 2025.</ref> Er darf nicht von Segelflugzeugen, Luftfahrzeugen ohne Funkgerät und Flugzeugen mit Bannerschlepp verwendet werden. Es ist eine vorherige Genehmigung des Betreibers (PPR) erforderlich, um in Lorient Lann-Bihoué starten und landen zu dürfen.<ref name="AIP" /> Nicht am Flugplatz stationierte Luftfahrzeuge müssen zusätzlich einen Flugplan aufgeben.

Der Flughafen verfügt über zwei Start- und Landebahnen:<ref name="AIP" />

  • eine 2403 m lange und 45 m breite Start- und Landebahn aus Asphalt (Richtung: 07/25) und
  • eine 1670 m lange und 45 m breite Start- und Landebahn aus Asphalt (Richtung: 02/20).

Am zivilen Teil des Flughafens ist eine Tankstelle für Jet A1 vorhanden.<ref name="AIP" /> Es findet Flugbetrieb mit Motorflugzeugen, Hubschraubern und Flugmodellen sowie Kunstflug statt.<ref name="AIP" />

Die einzige Direktverbindung betreibt APG Airlines nach Toulouse.<ref>Compagnies Aériennes. Abgerufen am 22. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Am Flughafen ist der Aéro Club de la Région de Lorient beheimatet.<ref name="AIP" />

Zwischenfälle

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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