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Flughafen Gimpo

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Vorlage:Infobox Flughafen Vorlage:Koreanischer Begriff

Der Flughafen Gimpo (Vorlage:KoS, Vorlage:EnS, Vorlage:Flughafen-Codes), früher auch Flughafen Kimpo,<ref>Vorlage:Der Spiegel</ref><ref>Vorlage:Literatur</ref> ist der zweitgrößte Verkehrsflughafen in Südkorea. Er befindet sich im äußersten Westen der Hauptstadt Seoul in Gwahae-dong südlich des Flusses Hangang nahe Gimpo und war bis zur Eröffnung des Flughafens Incheon im Jahr 2001 der bedeutendste des Landes. Flughafenbetreiber ist die Korea Airports Corporation. Während des Koreakrieges wurde er von der USAF als Militärflugplatz Seoul K-14 bezeichnet.

Geschichte

Im Jahr 1939 wurde Gimpo als Militärflugplatz der japanischen Besatzungsmacht errichtet. Seine Lage im Stadtgebiet Seouls machte ihn während des Koreakrieges strategisch bedeutsam und sorgte für einen stetigen Ausbau.

Nach der Eröffnung des Flughafens Incheon im Jahr 2001 sollte der Flughafen Gimpo eigentlich nur noch als nationaler Flughafen dienen. Seit einiger Zeit gibt es jedoch wieder immer mehr internationale Verbindungen.

Lage und Verkehrsanbindung

Der Flughafen ist über die Bahnlinie AREX an den Flughafen Incheon angebunden, die bis Ende 2010 ins Stadtzentrum Seoul erweitert wurde. Zahlreiche Busse fahren vom Flughafen Incheon über Gimpo in viele Bezirke von Seoul. Nach Seoul führen zudem die Linien 5 und 9 der U-Bahn Seoul.

Verkehrszahlen

Im Jahr 2006 wurden 13.766.523 Passagiere abgefertigt, dabei fanden 94.943 Flugbewegungen statt.<ref> Vorlage:Toter Link</ref> 2024 waren es knapp 23 Mio. Passagiere.<ref name="statistics" />

Infrastruktur

Der Flughafen verfügt über zwei Start-/Landebahnen (3600 m × 45 m sowie 3200 m × 60 m), zwei Passagier-Abfertigungshallen und ein Frachtterminal.

Zwischenfälle

  • Am 22. Februar 1957 löste sich von einer Douglas C-124A Globemaster II der US Air Force (51-0141) beim Start vom Flughafen Seoul-Gimpo ein Propellerblatt, durchschlug den Rumpf, zerriss dabei die Steuerseile von Querruder und Seitenruder und tötete vier Passagiere. Ein weiteres Propellerblatt traf das Nachbartriebwerk und setzte es außer Betrieb. Als einzige Möglichkeit blieb nur die Notlandung auf einer Sandbank des Han-Flusses, wobei das Oberdeck nach unten durchbrach. Das Flugzeug sollte mit 149 Passagieren zur Tachikawa Air Base bei Tokio fliegen; von den 159 Personen an Bord kamen 21 ums Leben.<ref>Unfallbericht C-124A 51-0141, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 13. Mai 2017.</ref>
  • Am 25. November 1989 kam es beim Start einer Fokker F28 der Korean Air (HL7285) zu einem teilweisen Schubverlust. Die Piloten verloren die Kontrolle und brachen den Start ab, wobei die Maschine über das Landebahnende hinaus schoss und zum wirtschaftlichen Totalschaden wurde. Alle 48 Insassen überlebten den Unfall.<ref>Unfallbericht F28-4000 HL7285 Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 16. Januar 2016.</ref>
  • Am 5. August 1998 verunglückte eine Boeing 747-400 der Korean Air (HL7496), als der Kapitän die Schubumkehr asymmetrisch bediente, da er sie bei einem Triebwerk nicht aktivierte. Die Maschine kam seitlich von der Landebahn ab, wobei ein Teil des Hauptfahrwerks abgerissen wurde. Alle 395 Menschen an Bord konnten aus der zerstörten Maschine gerettet werden.<ref>Unfallbericht B-747-400 HL7496 Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 16. Januar 2016.</ref>

Weblinks

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Einzelnachweise

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