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Fluazolat

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Strukturformel
Strukturformel von Fluazolat
Allgemeines
Name Fluazolat
Andere Namen
  • Isopropyl-5-[4-brom-1-methyl-5-(trifluormethyl)pyrazol-3-yl]-2-chlor-4-fluorbenzoat (IUPAC)
  • 1-Methylethyl-5-[4-brom-1-methyl-5-(trifluormethyl)-1H-pyrazol-3-yl]-2-chlor-4-fluorbenzoat
Summenformel C15H12BrClF4N2O2
Kurzbeschreibung

farbloser Feststoff<ref name="PPDB">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der Pesticide Properties DataBase (PPDB) der University of HertfordshireVorlage:Abrufdatum</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
PubChem 3083545
ChemSpider 2340732
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 443,62 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="PPDB"/>

Dichte

1,62 g·cm−3 (Schüttdichte)<ref name="PPDB" />

Schmelzpunkt

80 °C<ref name="PPDB" />

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser<ref name="PPDB" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="TRC">Vorlage:TorontoResearch</ref>
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302
P: 264​‐​301+312<ref name="TRC" />
Toxikologische Daten

5000 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)<ref name="PPDB" />

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Fluazolat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Phenylpyrazole.

Eigenschaften

Fluazolat ist ein farbloser Feststoff, der praktisch unlöslich in Wasser ist.<ref name="PPDB" /> Es ist strukturell verwandt mit Pyraflufen-ethyl und wurde von Monsanto entwickelt.<ref name="Wolfgang Krämer, Ulrich Schirmer, Peter Jeschke, Matthias Witschel">Wolfgang Krämer, Ulrich Schirmer, Peter Jeschke, Matthias Witschel: Modern Crop Protection Compounds. John Wiley & Sons, 2012, ISBN 978-3-527-32965-6, S. 168 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Verwendung

Fluazolat wird als Herbizid verwendet. Die Wirkung beruht auf der Hemmung der Photosynthese.<ref name="PPDB" />

Zulassung

Die Zulassung des Wirkstoffs für die Europäische Union wurde 1997 von der Twinagro Ltd. beantragt. Die Kommission bewertete die Unterlagen zunächst als vollständig und ließ mit der Entscheidung 98/676/EG die vorläufige Zulassung von Pflanzenschutzmitteln mit Fluazolat zu. Es wurden allerdings in keinem Land der Union Fluazolat-haltige Pflanzenschutzmittel zugelassen. Später wurden Lücken in den Antragsunterlagen erkannt, die der Antragsteller nicht beheben konnte oder wollte. Die Kommission nahm die Möglichkeit einer vorläufigen Zulassung 2002 wieder zurück.<ref>Entscheidung der Kommission vom 10. September 2002 zur Änderung der Entscheidung 98/676/EG hinsichtlich von Fluazolat (PDF)Vorlage:Abrufdatum</ref>

In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Fluazolat zugelassen.<ref name="PSM">Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs und DeutschlandsVorlage:Abrufdatum</ref>

Einzelnachweise

<references />