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Flötzinger Brauerei

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Flötzinger Brauerei Franz Steegmüller GmbH & Co. KG

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Flötzinger Brauerei Logo farbig.svg
Rechtsform Kommanditgesellschaft
Gründung 1543
Sitz Datei:Wappen Rosenheim Neu.svg Rosenheim
Leitung
  • Maria-Theresia Steegmüller
  • Lorenz Stiglauer
Mitarbeiterzahl 94 (2022)<ref name="ba">Bundesanzeiger. Abgerufen am 18. Juni 2025.</ref>
Umsatz 21,6 Mio. Euro (2022)<ref name="ba"/>
Branche Brauerei
Website floetzinger.de
Datei:Rosenheim, Am Roßacker 2, Brauerei Steegmüller, 3.jpeg
Brauereigebäude Flötzinger Bräu in Rosenheim

Die Flötzinger Brauerei ist eine Privatbrauerei im oberbayerischen Rosenheim. Die inzwischen einzige Privatbrauerei der Stadt befindet sich im Besitz der Familie Steegmüller. Auf dem Rosenheimer Herbstfest betreibt die Brauerei auf der Loretowiese das große Flötzinger Festzelt mit Platz für ca. 8.500 Personen. Es gilt als das größte frei aufbaubare Festzelt Europas.

Die Brauerei gehört den Freien Brauern an.

Geschichte

Die Geschichte der Brauerei begann im Jahr 1543, als Wilhelm IV. dem „Bräu in der Wiesengasse“ die Brauereigenehmigung erteilte. Als erster Eigentümer wird Johann Huber vom 16. Oktober 1604 bis 10. März 1611 urkundlich erwähnt. Vom 11. März 1611 an war Erhard Westermayer Eigentümer des Anwesens. Bis 1705 war der urkundlich geführte Eigentümer der Brauerei Simon Wältl. Die Witwe Wältls, die ab dem Jahr 1705 die Brauerei führte, ging im Jahr 1710 in Konkurs. Die Konkursmasse wurde vom Namensgeber der Brauerei Georg Fletzinger aus Ramerberg gekauft.

Nach mehreren Eigentümerwechseln wurde die Brauerei im Jahr 1864 von Johann Krichbaumer, dem Großvater von Franz Steegmüller II erworben. Der langjährige Geschäftsführer Franz Steegmüller II verstarb 2024<ref>Nachruf Franz Steegmüller: Ein Unternehmer alten Schlages. In: Süddeutsche Zeitung. Abgerufen am 5. Mai 2025.</ref>. Aktuelle Geschäftsführer sind Maria-Theresia Steegmüller und Lorenz Stiglauer.<ref>Flötzinger Brauerei Franz Steegmüller GmbH & Co. KG. In: Companyhouse.de. Companyhouse AG, abgerufen am 7. September 2022.</ref>

Datei:Flötzinger Bräu Rosenheim, 2019.jpg
Kronkorken der Flötzinger Brauerei (2019)

Erweiterungsbau in Schechen

Im Mai 2023 begann Flötzinger Bräu mit dem Bau einer neuen Produktionsstätte im benachbarten Schechen, da die räumlichen Möglichkeiten am Stammsitz in Rosenheim ausgeschöpft waren. Auf einer Fläche von rund 40.000 m² entstanden zunächst Tankfarm und Technikgebäude, die im April 2024 fertiggestellt wurden. Mitte 2024 wurden die moderne Abfüllanlage und der Erweiterungsbau offiziell in Betrieb genommen. Während das Sudhaus weiterhin in Rosenheim verbleibt, sollen Produktion und Logistik langfristig vollständig nach Schechen verlagert werden. Der Neubau wurde mit besonderem Fokus auf Nachhaltigkeit und Klimaneutralität geplant.

Produkte

Der Gesamtausstoß pro Jahr beträgt 380.000 Hektoliter.

Gebinde sind die klassische 0,5l-Euro-Flasche, die braune 0,33-Vichy-Flasche und seit 2025 die 0,5-l-Dose.

Produziert werden unter anderem folgende Biere:

Lagerbiere (Auswahl)

Datei:Eine Flasche Flötzinger Hell.jpg
Eine Flasche Flötzinger Hell
Datei:2014-08-23 Robin Schulz auf dem Echelon 2014 0455.JPG
DJ Robin Schulz mit einer Flasche Flötzinger Hell (2014).
  • Hell: Alc 5,2 % vol, Stammwürze 11,9%
  • Trachtler Hoibe: Alc. 5,2 % vol., Stammwürze 12,2 %
  • Flötzinger Leicht: Alc. 3,0 % vol., Stammwürze 7,9 %

Weißbiere (Auswahl)

  • 1543 Hefe-Weisse: Alc. 5,2 % vol., Stammwürze 12,5 %
  • 1543 Ruß: Alc. 2,6 vol.

Darüber hinaus braut die Brauerei auch noch das Bierbichler Weißbier, dessen Rezept sie nach Aufgabe der Bierbichler Weißbierbrauerei Rosenheim im Jahr 1996 erworben hatte.<ref>Karl Mair: Gasthaus und Weißbierbrauerei der Familie Bierbichler. In: Stadtarchiv Rosenheim. Stadt Rosenheim, abgerufen am 9. September 2022.</ref> Es wird nach wie vor in den Bierbichler-Flaschen und -Kästen vertrieben. Die Stammwürze des Weißbiers beträgt 12,6 %, Alc. 5,3 % vol.

Saisonbiere (Auswahl)

  • Josefi-Bock: Alc. 7,5 % vol., Stammwürze über 18 %
  • Wies´n Märzen: Alc. 5,8 % vol., Stammwürze 13,5 %
  • Weihnachtsbier: Alc. 5,5 % vol., Stammwürze 12,6 %
  • Weihnachtsbock: Alc. 7,0 % vol., Stammwürze 16 %

Erfrischungsgetränke

  • Trachtler Kracherl, Schorle mit Apfel und Schwarzer Johannisbeere
  • Tafelwasser
  • Limonade in den Geschmacksrichtungen Zitrone und Orange
  • Diätlimonaden in den Geschmacksrichtungen Zitrone und Grapefruit
  • Cola Mix
  • Cola Mix Zero
  • Apfelschorle naturtrüb
  • Johannisbeer-Nektar-Schorle

Auszeichnungen

  • World Beer Award 2012: Der „Josefi-Bock“ wurde als „World's Best Bock 2012“ und das „Flötzinger Hell“ als „World's Best Helles/Munchner 2012“ ausgezeichnet.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivlink (Memento vom 24. Oktober 2014 im Internet Archive)</ref><ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivlink (Memento vom 24. Oktober 2014 im Internet Archive)</ref>
  • European Beer Star 2014: Auszeichnung in Gold in der Kategorie German-Style Festbier für das Flötzinger Wiesn-Märzen<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivlink (Memento vom 12. Dezember 2014 im Internet Archive)</ref>
  • Bundes-Ehrenpreis: Am 21. April 2016 wurde die Brauerei anlässlich des Festaktes zum 500-jährigen Bestehen einer bayrischen Landesordnung mit dem Bundes-Ehrenpreis in Ingolstadt ausgezeichnet.<ref>Flötzinger Bräu erneut ausgezeichnet auf Rosenheim 24, abgerufen am 25. Februar 2017</ref>

Weblinks

Commons: Flötzinger Bräu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/>