Fiederblättriger Flieder
<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />
| Fiederblättriger Flieder | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Syringa pinnatifolia | ||||||||||||
| Hemsl. |
Der Fiederblättrige Flieder<ref name=deutsch/> (Syringa pinnatifolia) ist ein aufrechter Strauch mit weißen bis blass rosafarbenen Blüten aus der Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae). Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt im Südwesten von China. Die Art wird selten als Zierstrauch verwendet.
Beschreibung
Der Fiederblättrige Flieder ist ein 1 bis 4 Meter hoher, aufrechter Strauch mit abblätternder Borke. Die Zweige sind meist vierkantig und kahl. Endknospen fehlen. Die Laubblätter haben einen 0,5 bis 1,5 Zentimeter langen Stiel. Die Blattspreite ist gefiedert und bildet sieben bis elf selten 13 gegenständige oder beinahe gegenständige, sitzende Blättchen. Die Blättchen sind 0,5 bis 3 Zentimeter lang und 0,3 bis 1,3 Zentimeter breit, eiförmig-lanzettlich bis eiförmig, kahl oder auf der Oberseite spärlich behaart. Die Spitze ist spitz, zugespitzt oder stumpf, die Basis keilförmig bis mehr oder weniger abgerundet.<ref name=FdG/><ref name=FoC/>
Die Blüten wachsen in 2 bis 6,5 Zentimeter langen und 2 bis 5 Zentimeter durchmessenden, leicht nickenden, kahlen Rispen. Die Blütenstiele sind 2 bis 5 Millimeter lang. Der Kelch ist etwa 2,5 Millimeter lang. Die Blütenkrone ist 1 bis 1,6 Zentimeter breit, weiß oder blass rosa und etwas lila eingefärbt. Die Kronröhre ist 0,8 bis 1,2 Zentimeter lang und leicht trichterförmig. Die Kronzipfel sind eiförmig bis länglich und ausgebreitet. Die Staubbeutel sind gelb und liegen etwa 4 Millimeter unter dem Schlund. Als Früchte werden 1 bis 1,3 Zentimeter lange, längliche, glatte Kapseln gebildet.
Der Fiederblättrige Flieder blüht von Mai bis Juni, die Früchte reifen im August und September.<ref name=FdG/><ref name=FoC/>
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 46.<ref name="IPCN" />
Verbreitung
Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt im Südwesten Chinas in der Provinz Gansu, in Ningxia, im Osten von Qinghai, im Süden von Shaanxi, im Westen von Sichuan und in der Inneren Mongolei.<ref name=GRIN/> Der Fiederblättrige Flieder wächst in Dickichten auf Berggängen in Höhen von 2600 bis 3100 Metern auf trockenen bis frischen, schwach sauren bis stark alkalischen, sandigen, sandig-kiesigen oder sandig-lehmigen, nährstoffreichen Böden an sonnigen bis lichtschattigen Standorten. Die Art ist nässeempfindlich, wärmeliebend und meist frosthart.<ref name=FdG/><ref name=FoC/>
Systematik
Der Fiederblättrige Flieder (Syringa pinnatifolia) ist eine Art aus der Gattung der Flieder (Syringa) in der Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae). Dort wird die Gattung der Tribus Oleeae zugeordnet.<ref name=GRIN/> Die Art wurde von William Botting Hemsley 1906 erstmals wissenschaftlich in Gardeners' Chronicle Serie 3, Band 39 Seite 68 beschrieben.<ref name=GRIN/> Der Gattungsname Syringa wurde von Linné 1753 gewählt, zuvor ab etwa dem 16. Jahrhundert wurde der Name sowohl für den Gemeinen Flieder (Syringa vulgaris) als auch für den Europäischen Pfeifenstrauch (Philadelphus coronarius) verwendet. Er wurde wahrscheinlich von der griechischen „syrigs“ abgeleitet, einem Blasinstrument, das man aus den Ästen des Pfeifenstrauchs herstellen kann.<ref name=Gen_Gat/> Das Artepitheton pinnatifolia stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „fiederblättrig“. Es bezieht sich auf die Form der Blätter.<ref name=Gen_Art/>
Verwendung
Der Fiederblättrige Flieder wird sehr selten aufgrund seiner dekorativen Blüten als Zierstrauch verwendet.<ref name=FdG/>
Nachweise
Literatur
- Andreas Roloff, Andreas Bärtels: Flora der Gehölze. Bestimmung, Eigenschaften und Verwendung. Mit einem Winterschlüssel von Bernd Schulz. 3., korrigierte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5614-6, S. 642.
- Jost Fitschen: Gehölzflora. 12., überarbeitete und ergänzte Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2007, ISBN 3-494-01422-1, S. 828.
- Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Nikol, Hamburg 2005, ISBN 3-937872-16-7 (Nachdruck von 1996).
Einzelnachweise
<references> <ref name="IPCN">Syringa pinnatifolia bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name=deutsch> Deutscher Name nach Roloff et al.: Flora der Gehölze, S. 642 und nach Fitschen: Gehölzflora, S. 828 </ref> <ref name=FdG> Roloff et al.: Flora der Gehölze, S. 642 </ref> <ref name=FoC> Mei-chen Chang, Lien-ching Chiu, Zhi Wei, Peter S. Green: Syringa pinnatifolia, in der Flora of China, Band 15, S. 286</ref> <ref name=GRIN> Syringa pinnatifolia. In: Germplasm Resources Information Network (GRIN). United States Department of Agriculture, abgerufen am 24. Juni 2012 (englisch). </ref> <ref name=Gen_Gat> Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen, S. 625 </ref> <ref name=Gen_Art> Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen, S. 487 </ref> </references>
Weblinks
- Syringa pinnatifolia. In: The Plant List. Abgerufen am 24. Juni 2012 (englisch).