Feuermeteor vom 13. Oktober 2009
Die Feuerkugel vom 13. Oktober 2009 war ein unerwartetes, spektakuläres Himmelsereignis in der frühen Abenddämmerung, das die Aufmerksamkeit zahlreicher Menschen in Norddeutschland, den Niederlanden, Belgien und in Dänemark erregte.
Beobachtungen
Kurz nach Sonnenuntergang zog, gegen 18:58 Uhr, eine helle Feuerkugel von Südwesten nach Nordosten über die nördlichen Niederlande in Richtung Dollart und norddeutsches Wattenmeer. Die Leuchterscheinung dauerte mehrere Sekunden lang und wurde von einigen Beobachtern fotografiert.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref><ref>www.shz.de: Feuerball rast über den Norden hinweg 15. Oktober 2009. Abgerufen am 20. Januar 2018.</ref><ref>westfaelische-nachrichten.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref><ref>Meteorfoto. Osthafen in Herne Abgerufen am 26. Dezember 2009</ref> Eine besonders eindrucksvolle Fotoserie gelang Robert Mikaelyan von Groningen aus.<ref>Meteor over Netherlands, pictures from Groningen, October 13, 2009. Photographer Robert Mikaelyan. (Meteoor ... 6 foto's binnen 3 seconden) youtube (1:41), 2. November 2009. Abgerufen am 25. Oktober 2010.</ref><ref>youtube Meteoor krijgt leuk staartje voor Groningse fotograaf Abgerufen am 25. Oktober 2010</ref> Eines seiner Bilder wurde am 15. Oktober als Astronomy Picture of the Day veröffentlicht.<ref>Feuerkugel-Meteor über Groningen – Astronomy Picture of the Day vom 15. Oktober 2009. Abgerufen am 24. Dezember 2009</ref> Gegen Ende der Flugbahn zerbrach der Meteoroid in mehrere Teile. Viele Zeugen in den nördlichen Niederlanden berichteten von donnernden Geräuschen und einem Knall. Sogar in Kasachstan, mehr als 3000 Kilometer entfernt, konnte der Infraschall registriert werden.<ref>Hemelwacht.nl „Vuurbol 13 oktober tot 3000 kilometer afstand geregistreerd“ Abgerufen am 12. November 2017</ref> Am Himmel blieb eine Rauchspur zurück, die schnell von Höhenwinden verformt wurde, aber in der Dämmerung noch mehrere Minuten gut zu erkennen war. Besonders die Rauchspur ist durch Fotografien aus verschiedenen Blickwinkeln außergewöhnlich gut dokumentiert.<ref>meteoros.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref><ref>Meteorwolke, Lutz Worch Abgerufen am 25. Dezember 2009</ref><ref>Meteorwolke, Video von Nordseekatze Abgerufen am 25. Dezember 2009</ref><ref>meteoros.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bild des Monats Oktober – Meteorwolke ( vom 18. Dezember 2010 im Internet Archive)</ref>
Fehleinschätzungen und Berichte
Zahlreiche Augenzeugen vermuteten eine abgeschossene Rakete, ein abgestürztes Flugzeug, verglühten Weltraumschrott oder ein Ufo als Ursache. Das Ereignis wirkte so bedrohlich und ungewohnt, dass Entfernungen, Höhen und Geschwindigkeiten fast immer gravierend unterschätzt wurden. Von vielen Augenzeugen wurde ein Absturz in wenigen hundert Metern Entfernung angenommen, obwohl das Ereignis in vielen Fällen mehr als hundert Kilometer weit entfernt stattfand.<ref>Berichte von Augenzeugen. In: westfaelische-nachrichten.de. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 26. Dezember 2009. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref><ref>Berichte von Augenzeugen bei CENAP. Abgerufen am 26. Dezember 2009.</ref> In manchen Regionen der Niederlande und Norddeutschlands kam es zu Alarmierungen von Polizei und Feuerwehren.<ref>Glühender Himmelskörper über dem Münsterland vermutlich ein Meteorit. In: westfaelische-nachrichten.de. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 26. Dezember 2009. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Presse, Rundfunk und Fernsehen berichteten ausführlich über den Feuermeteor und auch im Internet verbreiteten sich Sichtungsmeldungen sehr schnell.
Auswertung und Suche nach Meteoriten
Die Auswertung von Zeugenaussagen und Bildern wurden unter anderem von Thomas Grau vorgenommen. Er hatte bereits Anfang desselben Jahres erfolgreich nach dem Ostsee-Meteoriten gesucht. Thomas Grau konnte das vermutliche Fallgebiet auf das Wattenmeer zwischen der Stadt Norden und der Insel Juist eingrenzen.<ref>Ostfriesischer Kurier, 29. Oktober 2009. (PDF) In: gemeinde-dornum.de. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 25. Dezember 2009. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Da das Ereignis bei Flut stattfand, besteht die Möglichkeit, dass Meteoriten vom Wasser abgebremst wurden und sanft auf den Wattboden gesunken sind. Eine einwöchige, intensive Suche im Wattenmeer und an der ostfriesischen Küste blieb allerdings erfolglos.<ref>Bericht zur Meteoritensuche Abgerufen am 26. Dezember 2009</ref>
Einzelnachweise
<references />
Weblinks
- Hemelwacht.nl
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />NDR-Bericht ( vom 14. März 2010 im Internet Archive) Abgerufen am 12. November 2017
- Spaceweather.com vom 14. Oktober 2009 Abgerufen am 25. Dezember 2009
- Spiegel.de vom 14. Oktober 2009
- eRadiant (Dutch Meteor Society) (PDF; 2,0 MB) Ausgabe 1/2010