Zum Inhalt springen

Ferrolyse

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Ferrolyse bezeichnet in der Bodenkunde die Verdrängung sorbierter Kationen durch Fe(II)-Ionen unter reduzierenden Bedingungen sowie einer Tonzerstörung durch H-Ionen, die bei der erneuten Oxidation des Eisens entstehen.<ref>Lehrbuch der Bodenkunde, Verlag Springer, 2009, ISBN 382741444X, Seite 156 f.</ref>

Bei Reisböden, die häufig wechselnden Redoxverhältnissen ausgesetzt sind, soll Ferrolyse die Ursache tonarmer Oberböden sein, worüber aber auch andere Auffassungen bestehen.<ref>M. Eaqub, H.-P. Blume: Genesis of a So-called Ferrolysed Soil of Bangladesh. In: Zeitschrift für Pflanzenernährung und Bodenkunde, Volume 145, Issue 5, S. 470–482, 1982, {{#invoke:Vorlage:Handle|f|scheme=doi|class=plainlinks|parProblem=Problem|errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:DOI|errClasses=error editoronly|errHide=1|errNS=0 4 10 100}}.</ref> In deutschen Böden wurde eine Silikatverwitterung durch zeitweiligen Wasserstau eher verzögert.

Literatur

  • Scheffer/Schachtschabel: Lehrbuch der Bodenkunde Ferdinand Enke Verlag 1998, 14. Auflage

Einzelnachweise

<references />