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Ferdinand Wurzer (Chemiker)

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Datei:Wurzer portrait by Mueller 1826.jpg
Datei:Signatur Ferdinand Wurzer (Chemiker).PNG

Ferdinand Wurzer (* 2. Juni 1765 in Brühl; † 30. Juli 1844 in Marburg) war ein deutscher Mediziner und Chemiker.

Leben

Wurzer studierte zunächst Philosophie und später Medizin an der Kurkölnischen Akademie Bonn, an der er 1788 zum Dr. med. promoviert wurde. Er praktizierte als Arzt von 1789 bis 1794. Neben seiner Berufstätigkeit beschäftigte er sich aus Liebhaberei mit der Chemie. Anschließend hielt er Vorlesungen als Professor in Bonn bis 1797. In diesem Jahr wurde er Professor der Chemie an der neu errichteten Zentralschule in Bonn. Im Jahre 1805 wechselte er als Professor der Chemie und Medizin an die Universität Marburg. Wurzer gilt als Begründer des Faches Chemie an der dortigen Universität, deren Leiter als Prorektor er 1809, 1812, 1816 und 1821 viermal war.<ref>Rektoratsreden (HKM)</ref>

Sein Neffe war der Arzt, Gutsbesitzer und Politiker Ferdinand Wurzer (1808–1875).

Ehrungen

  • 1792 Mitglied der Leopoldina<ref>Mitgliedseintrag von Ferdinand Wurzer bei der Deutschen Akademie der Naturforscher LeopoldinaVorlage:Abrufdatum</ref>
  • 1801 korrespondierendes Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften<ref>Holger Krahnke: Die Mitglieder der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 1751–2001 (= Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Philologisch-Historische Klasse. Folge 3, Bd. 246 = Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Mathematisch-Physikalische Klasse. Folge 3, Bd. 50). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-82516-1, S. 265.</ref>
  • 1819 Ritterkreuz des Goldenen Löwenordens wegen seiner Verdienste um die Universität Marburg<ref>

K. W. Justi: Grundlage zu einer Hessischen Gelehrten-Schriftsteller-und-Künstler-Geschichte. Marburg 1831, S. 818.</ref>

Werke

  • Gedanken über die in Deutschland herrschende Theurung, nebst Vorschlägen dieselbe künftig abzuwenden. Barth in Komm., Leipzig 1805 Digitalisat
  • Über das Gemeinnützige chemischer Kenntnisse. Bayrhoffer, Marburg 1805 Digitalisat

Literatur

Weblinks

Wikisource: Ferdinand Wurzer – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

<references/>

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