Ferdinand Joseph von Hörwarth
Ferdinand Joseph von Hörwarth (auch: von Herwart bzw. Herwarth; * 20. August 1663 in München<ref name= "L ">Leitschuh, Max: Die Matrikeln der Oberklassen des Wilhelmsgymnasiums in München, 4 Bde., München 1970–1976; Bd. 2, S. 3</ref>; † 10. November 1731 in München<ref name= "L" />) war von 1691 bis 1731 Hofmarksherr von Hohenburg.<ref>Herrschaftsgeschichte. In: hohenburg-lenggries.de. Förderverein Burgruine Hohenburg e. V., abgerufen am 20. November 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Leben
Ferdinand Joseph von Hörwarth war ein Sohn von Johann Wilhelm von Hörwarth, der seit 1657 Hofmarksherr von Hohenburg war, und Maria Katharina, geborene Baronin von Köth.<ref name=":0">Ferdinand Joseph von Hörwarth (ca. 1662-1731). In: hohenburg-lenggries.de. Förderverein Burgruine Hohenburg e. V., abgerufen am 20. November 2021.</ref>
1681 machte er seinen Gymnasialabschluss am Jesuitengymnasium München (heute: Wilhelmsgymnasium München)<ref name="L" /> und studierte Humaniora, Philosophie und Rechtswissenschaft an in München, Landshut, Ingolstadt, Salzburg und Straßburg.<ref name=":0" />
Er war verheiratet mit Maria Anna Katharina Helena, geborene Baronin von Speth (ca. 1669/1672 – 1714/1717) und hatte mit ihr dreizehn Kinder, darunter zwei überlebende Töchter und drei Söhne. Nach ihrem Tod heiratete er Maria Anna Kunigunda, geb. Gräfin von Preysing (–1748).<ref name=":0" />
Wirken
Nach dem Tod seines Vaters 1691 übernahm Ferdinand Joseph von Hörwarth die Hofmark. Durch Erbschaften wurde er Besitzer von weiteren Hofmarken, darunter Ottenberg, Inham, Allmannshausen, Biberkor, Forsten- und Poschetsried. Durch Kauf erwarb er zusätzlich Ergolding, Farchach, Hechenberg und Paunzhausen.<ref name=":0" />
Während des bayerischen Volksaufstandes von 1705 berichtete der Hofmarkrichter von Hohenburg, Johann Georg Klanner, dem in München residierenden Grafen Ferdinand Joseph von Hörwarth, seinem Herrn, und schlug vor, in München Tiroler, die dort zum Markt kämen, gefänglich einzutun und erst gegen Wiedergutmachung der Schäden, die im Isarwinkel entstanden waren, freizulassen. Graf von Hörwarth lehnte dies ab, um die Tiroler nicht noch mehr zu reizen.<ref>Christian Probst: Lieber bayrisch sterben. Der bayrische Volksaufstand der Jahre 1705 und 1706. Süddeutscher Verlag, München 1978, ISBN 3-7991-5970-3.</ref>
Als die Burg Hohenburg 1707 abbrannte, entschied Ferdinand Joseph von Hörwarth, sie nicht wieder aufzubauen, sondern stattdessen ein neues Schloss unterhalb der alten Burg zu errichten.
1715 verkaufte er Schwaige und Herrenhaus Poschetsried an den bayerischen Kurfürsten Max Emanuel, der dort das Schloss Fürstenried errichten ließ.
1722 ließ er die Lenggrieser Pfarrkirche St. Jakob neu errichten.
Weblinks
- Ferdinand Joseph von Hörwarth (ca. 1662-1731). In: hohenburg-lenggries.de. Förderverein Burgruine Hohenburg e. V., abgerufen am 20. November 2021.
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hörwarth, Ferdinand Joseph von |
| ALTERNATIVNAMEN | Herwarth, Ferdinand Joseph von; Herwart, Ferdinand Joseph von |
| KURZBESCHREIBUNG | Hofmarksherr von Hohenburg |
| GEBURTSDATUM | 20. August 1663 |
| GEBURTSORT | München |
| STERBEDATUM | 10. November 1731 |
| STERBEORT | München |