Felice Casorati (Mathematiker)
Felice Casorati (* 17. Dezember 1835 in Pavia; † 11. September 1890 in Casteggio) war ein italienischer Mathematiker. Felice Casorati ist vor allem durch den Satz von Weierstraß-Casorati bekannt.
Leben
Casoratis erste Interessen galten der Architektur und dem Bauwesen. Er erlangte zunächst in diesen Fächern 1856 sein Diplom an der Universität von Pavia. Als Assistent von Francesco Brioschi lehrte er unter anderem Topologie und besuchte 1858 zusammen mit Enrico Betti Göttingen, Berlin und Paris. In diesen Studienreisen diskutierte er mit Leopold Kronecker und Karl Weierstraß die Grundlagen der Analysis. Nach seiner Rückkehr im Jahr 1859 nahm er eine außerordentliche Professur für Algebra und analytische Geometrie an der Universität von Pavia an. Im Jahr 1862 folgte die ordentliche Professur. Er hielt bis 1868 Vorlesungen in Geodäsie und Analysis. Es folgte ein Aufenthalt in Mailand bis 1875 und anschließend die Rückkehr nach Pavia, wo er bis zu seinem Tod Analysis lehrte.
1875 wurde er als ordentliches Mitglied in die Accademia dei Lincei aufgenommen.<ref>Accademici: Felice Casorati. Accademia Nazionale dei Lincei, abgerufen am 1. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 1877 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften gewählt.<ref>Holger Krahnke: Die Mitglieder der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 1751–2001 (= Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Philologisch-Historische Klasse. Folge 3, Band 246 = Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Mathematisch-Physikalische Klasse. Folge 3, Band 50). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-82516-1, S. 56.</ref> 1880 wurde er als korrespondierendes Mitglied in die Accademia delle Scienze di Torino<ref>Soci: Felice Casorati. Accademia delle Scienze di Torino, abgerufen am 1. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und 1886 in die Preußische Akademie der Wissenschaften gewählt.<ref>Mitglieder der Vorgängerakademien. Felice Casorati. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 6. März 2015.</ref>
Das mathematische Institut der Universität Pavia ist nach ihm benannt.<ref>Mathematisches Institut der Universität Pavia. Abgerufen am 8. April 2015.</ref>
Werke (Auswahl)
- Teorica delle funzioni di variabili complesse. Fusi, Pavia 1868. (Digitalisat)
- Alcuni strumenti topografici a riflessione e le proprietà cardinali dei cannocchiali anche non centrati. Bernardoni, Mailand 1872. (Digitalisat)
- Opere. 2 Bände. Edizioni Cremonese, Rom 1951–1952.
-
Le proprietà cardinali degli strumenti ottici anche non centrati, 1872
Weblinks
- John J. O’Connor, Edmund F. Robertson: Felice Casorati. In: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (englisch).
- Felice Casorati im Mathematics Genealogy Project (englisch)
- Felice Casorati in der Datenbank zbMATH
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Casorati, Felice |
| KURZBESCHREIBUNG | italienischer Mathematiker |
| GEBURTSDATUM | 17. Dezember 1835 |
| GEBURTSORT | Pavia |
| STERBEDATUM | 11. September 1890 |
| STERBEORT | Casteggio |
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- Mathematiker (19. Jahrhundert)
- Hochschullehrer (Universität Pavia)
- Hochschullehrer (Mailand)
- Mitglied der Accademia dei Lincei
- Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften
- Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen
- Mitglied der Accademia delle Scienze di Torino
- Absolvent der Universität Pavia
- Italiener
- Geboren 1835
- Gestorben 1890
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