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Faugères (Wein)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Faugères
Datei:Vignobles midi neu-de.svg
Jahr der Gründung: 1982, 2005 (Weißweine)
Land: Frankreich
Anbauklima: mediterran
Bodenarten: tonhaltige Schieferböden
Bestockte Anbaufläche: 1900 ha.
Rebsorten: Mourvèdre, Syrah, Grenache, Cinsault, Carignan, Roussanne, Marsanne, Grenache Blanc, Vermentino, Clairette, Viognier
Weinmenge: 600.000 hl / 8 Mio. Flaschen

Das Weinbaugebiet Faugères liegt in nordöstlicher Nachbarschaft der Appellation Saint-Chinian in der Weinbauregion Languedoc. Die Weinberge umfassen ca. 2.000 Hektar Rebfläche in den sieben Gemeinden Autignac, Cabrerolles, Caussiniojouls, Faugères, Fos, Laurens und Roquessels im Département Hérault. Das Gebiet liegt innerhalb des Städtedreiecks BéziersBédarieuxPézenas. Die Gemeinde Faugères gab dem Gebiet ihren Namen. Die Appellation verfügt seit dem 5. Mai 1982 für den Rotwein über den Status einer Appellation d’Origine Contrôlée (kurz AOC). Im Jahr 2006 wurde der erste Weißwein mit dem Status der AOC vermarktet. Zwei Weinkooperativen sowie 41 Selbstvermarkter teilen sich den Markt von jährlich ca. 80.000 Hektolitern Wein.

Die Weinberge liegen auf einer mittleren Höhe von ca. 250 m ü. NN in starken Hanglagen der Montagne Noire, die geologisch im weiteren Sinne ein Ausläufer der Cevennen ist. Die Weinberge sind häufig terrassiert. Mehr als 80 % der Böden sind einer geologischen Formation mit dem Namen „Monts de Faugères“ aus dem Erdzeitalter des Mississippium (359,2 bis 318,1 mya) zuzuordnen. Die Schieferböden der Region, die in variszisch ausgerichteten Faltenzügen liegen, gehören damit zu den ältesten geologischen Formationen Frankreichs. Der Boden ist ausgesprochen sauer, d. h., er verfügt über einen sehr niedrigen pH-Wert.

Seit dem Weinjahrgang 1995 werden gewisse Spitzenweine unter dem Zusatznamen Trois Tours vermarktet.

Rebsorten

Generell sind die Erträge auf 50 Hektoliter/Hektar beschränkt.

Rotwein und Roséwein machen 84 % der Anbaufläche aus und bestehen aus den Rebsorten Carignan (Anteil maximal 40 %), Cinsault (maximal 20 %), Grenache und/oder Lledoner Pelut (mindestens 20 %) Mourvèdre (mindestens 5 %) und Syrah (mindestens 15 %).

Weißwein wird aus den Hauptsorten Grenache Blanc (Anteil maximal 70 %), Marsanne blanche (maximal 70 %), Roussanne (30 bis 70 %) und Vermentino (maximal 70 %, der Vermentino wird hier auch Rolle genannt) hergestellt.

Daneben sind die Nebensorten Clairette Blanche, Bourboulenc, Macabeo und Carignan Blanc zugelassen. Der gemeinsame Anteil der Nebensorten darf 10 % nicht überschreiten.

Literatur

  • Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3774209146 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
  • Pierre Galet: Cépages et Vignobles de France. Verlag Lavoisier, Paris 2004, ISBN 2-7430-0585-8.
  • Benoît France: Grand Atlas des Vignobles de France. Verlag Éditions SOLAR, Paris 2002, ISBN 2-263-03242-8.

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klassifizierte Weinanbaugebiete mit einer Herkunftsbezeichnung nach AOP oder AOC
AOC-zertifiziert vor 2002
Schaumweine

Blanquette de Limoux (1938) • Blanquette méthode ancestrale (1938) • Crémant de Limoux (1990)

Stillweine

Cabardès (AOC) (1999) • Clairette de Bellegarde (1949) • Clairette du Languedoc (1948) • Corbières (1985) • Coteaux du Languedoc (1985) • Faugères (1982) • Fitou (1948) • Languedoc-Cabrières (1985) • Languedoc-La Clape (1985) • Languedoc-Montpeyroux (1985) • Languedoc-Pénenas (1948) • Languedoc-Saint-Christobal (1985) • Minervois (1985) • Minervois-La-Livinière (1999) • Pic Saint-Loup (1994) • Saint-Chinian (1982)

Muscat-Weine

Muscat de Frontignan (1936) • Muscat de Lunel (1943) • Muscat de Mireval (1959) • Muscat de Saint-Jean-de-Minervois (1949)

AOC-zertifiziert nach 2002

Corbières-Boutenac (2005) • Languedoc-Grés de Montpellier (2003) • Languedoc-La Méjannelle (2011) • Languedoc-Quatourze (2011) • Languedoc-Saint-Christobal (2011) • Languedoc-Saint-Dézéry (2011) • Languedoc-Saint-Georges d’Orques (2011) • Languedoc-Saint-Saturnin (2011) • Languedoc-Sommières (2011) • Limoux (AOC) (2004) • Malepère (2006) • Picpoul de Pinet (2013) • Saint-Chinian-Berlou (2005) • Saint-Chinian-Roquebrun (2005) • Terrasses du Larzac (2014)

nicht nach AOC oder AOP
zertifizierte Regionen

Vin de Pays (Languedoc)

Die AOP (Appellation d’Origine Protégée) ist seit 1992 die Schutzbezeichnung, die die nationale Bezeichnung AOC (Appellation d’Origine Controlée) in Frankreich abgelöst hat. Vor 2002 als AOC klassifizierte Regionen dürfen aber ihre alte Bezeichnung weiter führen.
Die Reihenfolge der Regionen innerhalb der Gruppen erfolgt alphabetisch.

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