Zum Inhalt springen

Fallschirmschützenabzeichen der Luftwaffe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

<templatestyles src="Mehrere Bilder/styles.css" />

Das Fallschirmschützenabzeichen der Luftwaffe wurde am 5. November 1936 vom Oberbefehlshaber der deutschen Luftwaffe Hermann Göring gestiftet und wurde nach erfolgreichem Abschluss des Fallschirmschützenlehrgangs Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften der Wehrmacht verliehen. Eine Ausnahme bildeten die Offiziere und Unteroffiziere, die als Lehrer an der Fallschirmschule tätig waren. Diesen wurde das Fallschirmschützenabzeichen nach erfolgreichem Abschluss der Fallschirmspringerausbildung sofort verliehen, da sie die Schützenausbildung bereits beherrschten.

Erwerb und Erhaltung

Das Fallschirmschützenabzeichen wurde für den bestandenen Springerlehrgang an einer der Fallschirmschulen der Luftwaffe verliehen. Dieser dauerte anfangs zwei Monate und wurde im Krieg verkürzt durchgeführt. Das Fallschirmschützenabzeichen der Luftwaffe wurde zusammen mit einem Erwerb-Nachweis, dem sogenannten Fallschirmschützenschein nach sechs erfolgreichen Absprüngen verliehen. Schein und Abzeichen standen in unmittelbarer Verbindung zur dienstgradabhängigen Fallschirmschützen-Zulage mit 65 bis 120 RM monatlich. Zum Erhalt von Schein und Zulage musste der betreffende Wehrmachtsangehörige im Jahr eine Mindest-Sprungzahl von sechs Absprüngen nachweisen. Auch ohne Bewahrungs-Nachweis durfte das Abzeichen ehrenhalber getragen werden.<ref>Fallschirmjäger, Bildband und Chronik 1939 – 1945, Rudolf Böhmler und Werner Haupt, neubearbeitete Auflage, Verlag Hans-Henning & Podzun, Dornheim 1971</ref>

Aussehen, Beschaffenheit und Trageweise

Datei:A young German fallschirmjäger captured by the US army, 16th Infantry Regiment, 1st Infantry Division, near Weywertz. Belgium, 15 January, 1945. (50078492126).jpg
Trageweise des Fallschirm­schützen­abzeichens der Luftwaffe am Waffenrock

Das hochovale Abzeichen ist aus einem versilberten Kranz, von linksseitig Eichenblättern und rechtsseitig Lorbeerblättern gebildet, der unten mit einem Band zusammengebunden ist. Auf diesen Kranz ist ein vergoldeter, stürzender Adler mit Hakenkreuz in den Fängen aufgesetzt. Getragen wurde das Abzeichen als Steckabzeichen auf der linken Brust. Verliehen wurde es erstmals am 15. Dezember 1936.

Laut dem Gesetz über Titel, Orden und Ehrenzeichen vom 26. Juli 1957 ist das Tragen von Abzeichen aus der Zeit des Nationalsozialismus in der Bundesrepublik Deutschland nur ohne nationalsozialistische Embleme gestattet. Hierfür wurde das Hakenkreuz aus den Fängen des Adlers entfernt.

Sonstiges

Das Barettabzeichen der Fallschirmjäger der deutschen Bundeswehr ähnelt dem Fallschirmschützenabzeichen. In der offiziellen Version und nach der Zentralen Dienstvorschrift (ZDv) hat der stürzende Adler, wie in der Version von 1957, ebenfalls leere Fänge und das Band wurde durch die Fahne der Bundesrepublik Deutschland ersetzt.

Literatur

  • Kurt-Gerhard Klietmann: Auszeichnungen des Deutschen Reiches. 1936–1945. Motorbuch, Stuttgart 1981, ISBN 3-87943-689-4.

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Heer

Ballonbeobachterabzeichen • Ehrenblattspange • Fallschirmschützenabzeichen des Heeres • Heeres-Flakabzeichen • Infanterie-Sturmabzeichen • Kraftfahrbewährungsabzeichen • Nahkampfspange • Tapferkeits- und Verdienstauszeichnung für Angehörige der Ostvölker • Panzerkampfabzeichen • Sonderabzeichen für das Niederkämpfen von Panzerkampfwagen durch Einzelkämpfer • Sturmabzeichen • Tieffliegervernichtungsabzeichen • Anerkennungsurkunde (Schlachtfeld) • Anerkennungsurkunde (Flugzeugabschüsse)

Luftwaffe

Beobachterabzeichen • Ehrenblattspange • Erdkampfabzeichen der Luftwaffe • Fallschirmschützenabzeichen der Luftwaffe • Flak-Kampfabzeichen • Flieger-Erinnerungsabzeichen • Fliegerschützenabzeichen • Flugzeugführerabzeichen • Flugzeugführer- und Beobachterabzeichen • Frontflugspange • Segelflugzeugführerabzeichen • Seekampfabzeichen der Luftwaffe • Nahkampfspange der Luftwaffe • Nichttragbare Auszeichnungen der Luftwaffe • Panzerkampfabzeichen der Luftwaffe

Kriegsmarine

Blockadebrecher • Ehrenblattspange • Flotten-Kriegsabzeichen • Kriegsabzeichen für Hilfskreuzer • Bewährungs- und Kampfabzeichen der Kleinkampfmittel • Kriegsabzeichen für die Marineartillerie • Marine-Frontspange • Kriegsabzeichen für Minensuch-, U-Boot-Jagd- und Sicherungsverbände • Schnellboot-Kriegsabzeichen • U-Boot-Frontspange • U-Boot-Kriegsabzeichen (1939) • Zerstörer-Kriegsabzeichen

Sonstige

Bandenkampfabzeichen • Deutsches Kreuz • Deutsches Schutzwall-Ehrenzeichen • Eisernes Kreuz • Germanische Leistungsrune • Kriegsverdienstkreuz (1939) • Medaille zur Erinnerung an den 13. März 1938 • Medaille zur Erinnerung an den 1. Oktober 1938 • Medaille zur Erinnerung an die Heimkehr des Memellandes • Medaille Winterschlacht im Osten 1941/42 • Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes • Scharfschützenabzeichen • Spanienkreuz • Verwundetenabzeichen

Ärmelschilder

Cholmschild • Demjanskschild • Krimschild • Kubanschild • Narvikschild • Warschauschild

Ärmelbänder

Ärmelband Afrika • Ärmelband Kreta • Ärmelband Metz 1944 • Ärmelband Kurland

Vorlage:Klappleiste/Ende