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Falksches Schema

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Das Falksche Schema (benannt nach dem deutschen Ingenieur Sigurd Falk) ist eine Tabelle, die eine optische Hilfe bei der schriftlichen Matrizenmultiplikation bietet. Der linke Faktor, die <math>(m\times r)</math>-Matrix, wird links von der <math>(m\times n)</math>-Ergebnismatrix und der rechte Faktor, die <math>(r\times n)</math>-Matrix, wird oberhalb der Ergebnismatrix platziert. Wo sich die <math>i</math>-te Zeile des linken Multiplikanden und die <math>j</math>-te Spalte des rechten Multiplikanden kreuzen, wird das entsprechende Skalarprodukt eingetragen.

Beispiel

Gegeben sind die Matrizen

<math>

A = \left( \begin{array}{r}

   1 & 4 \\
   2 & 5 \\
   3 & -6
 \end{array} \right)

</math> und <math> B = \left( \begin{array}{r}

   -1 & 1  \\
    1 & -2 \\
 \end{array} \right)

</math> .

Dann sieht das Falksche Schema zur Berechnung der Produktmatrix <math>C=A\cdot B</math> wie folgt aus:

<math> \begin{array}{c} & \left( \begin{array}{r} -1 & 1 \\ 1 & -2 \end{array} \right) \\ \left( \begin{array}{r} 1 & 4 \\ 2 & 5 \\ 3 & -6 \end{array} \right) & \left( \begin{array}{r} 3 & -7 \\ 3 & -8 \\ -9 & 15 \end{array} \right) \end{array} </math>

Hierbei steht die Produktmatrix <math>C</math> unten rechts.

Rechenweg

Zunächst werden die Matrizen höhenversetzt nebeneinander geschrieben (in der ursprünglichen Ausrichtung, also ohne Kippen oder Drehen). Man erkennt bereits anhand des Schemas, dass <math>C</math> eine <math>(3 \times 2)</math>-Matrix sein muss.

Spalte j
1 2
−1 1
Zeile i 1 −2
1 1 4
2 2 5
3 3 −6

Dann werden Schritt für Schritt die Einträge von <math>C</math> berechnet. Meist fängt man beim Eintrag <math>c_{11}</math>an. Hierzu wird die 1. Zeile von <math>A</math> mit der 1. Spalte von <math>B</math> „multipliziert“. Gemeint ist damit, dass das Skalarprodukt der entsprechenden Zeile und Spalte gebildet wird: <math>1 \cdot (-1) + 4 \cdot 1</math>. Das Ergebnis wird genau im Kreuzungspunkt der 1. Zeile von <math>A</math> und der 1. Spalte von <math>B</math> eingetragen.

1 2
−1 1
Zeile i 1 −2
1 1 4 3
2 2 5
3 3 −6

Die erste Zeile von <math>A</math> wird mit der zweiten Spalte von <math>B</math> multipliziert: <math>1 \cdot 1 + 4 \cdot (-2)</math>. Das Ergebnis ist das Element <math>c_{12}=-7</math>.

Spalte j
1 2
−1 1
Zeile i 1 −2
1 1 4 3 −7
2 2 5
3 3 −6

Analog wird mit den weiteren Zeilen verfahren. Zum Schluss wird die dritte Zeile von <math>A</math> mit der zweiten Spalte von <math>B</math> multipliziert: <math>3 \cdot 1 + (-6)\cdot(- 2)</math>. Das Ergebnis ist das Element <math>c_{32} = 15</math>.

Spalte j
1 2
−1 1
Zeile i 1 −2
1 1 4 3 −7
2 2 5 3 −8
3 3 −6 −9 15

Literatur

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  • Karl-Eugen Kurrer: The History of the Theory of Structures. Searching for Equilibrium. Ernst & Sohn, Berlin 2018, ISBN 978-3-433-03229-9, S. 842 f.

Weblinks