Faktorisierung
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Vorlage:Hinweisbaustein Eine Faktorisierung ist in der Mathematik die Zerlegung eines mathematischen Objekts in mehrere nichttriviale Faktoren. Das heißt, ein Objekt <math>X</math> wird als Verknüpfung von (in der Regel einfacheren) Objekten dargestellt:
- <math>X = a_1 * a_2 * \cdots * a_n</math>
wobei <math>*</math> eine geeignete Verknüpfung in der jeweiligen algebraischen Struktur <math>(A,*)</math> bezeichnet. Ein Beispiel ist die Faktorisierung in der multiplikativen Struktur der natürlichen Zahlen <math>(\mathbb{N},\cdot)</math> wie zum Beispiel
- <math>12 = 2 \cdot 2 \cdot 3 = 2^2 \cdot 3.</math>
Anwendungsbeispiele
- Die stets eindeutige Primfaktorzerlegung einer natürlichen Zahl (vgl. die Faktorisierungsverfahren, um eine Primfaktorzerlegung zu erhalten).
- Algebraische Terme lassen sich häufig durch Ausklammern und die Anwendung binomischer Formeln faktorisieren.
- Polynome lassen sich faktorisieren. Über einem algebraisch abgeschlossenen Körper gibt es sogar immer eine Faktorisierung in Linearfaktoren.
- Anwendung bei Matrizen:
- Eine Matrix kann in Faktoren zerlegt werden, was beispielsweise bei der Lösung linearer Gleichungssysteme mittels Dreieckszerlegung (auch LU- oder LR-Zerlegung genannt) angewendet wird. Die LR-Zerlegung wird in der numerischen Praxis meist mit dem Gaußschen Eliminationsverfahren gewonnen.
- Eine weitere Matrizenfaktorisierung aus der Numerik ist die QR-Zerlegung, die normalerweise mittels Householdertransformationen oder Givens-Rotationen gewonnen werden kann.
- In der Datenanalyse werden unter anderem die non negative matrix factorization und die binary matrix factorization betrachtet, um Matrizen in zwei Cluster- bzw. Konzeptmatrizen zu zerlegen.
- Abstrakter versucht man die Elemente von Ringen in elementare Faktoren zu zerlegen. Neben Zahl-, Polynom- und Matrix-Ringen können das auch Operator-Ringe sein.
- In der Wahrscheinlichkeitstheorie bezeichnet man als Faktorisierung die Zerlegung einer Zufallsvariablen in unabhängige Summanden, da die charakteristische Funktion einer Summe unabhängiger Zufallsvariablen das Produkt der einzelnen charakteristischen Funktionen ist.
- Die statistische Faktorenanalyse nach Spearman.
- Die logische Faktorisierung einer Proposition <math>A</math> in Bezug auf eine andere Proposition <math>B</math>:<ref>Karl Popper, David Miller: A proof of the impossibility of inductive probability, in: Nature 302 (1983), 687f.</ref>
- <math> A = (B \rightarrow A) \land (A \lor B) </math>
- In der Graphentheorie bezeichnet man die Zerlegung eines Graphen <math>G</math> in Teilgraphen, bei denen jeder Knoten <math>x</math> nur eine bestimmte Anzahl <math>a</math> von Nachbarknoten hat, als Faktorisierung, und deren Ergebnis als <math>a</math>-Faktoren, z. B. 1-Faktoren. Siehe Artikel Faktor (Graphentheorie).
Einzelnachweise
<references />