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Fajans-Soddysche-Verschiebungssätze

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Radioaktive Zerfallsarten in der Nuklidkarte.svg
Verschiebung von Kernen auf der Nuklid­karte infolge ver­schie­dener Arten radio­aktiven Zerfalls:
senkrecht: Ordnungszahl (Protonenzahl) Z
waagerecht: Neutronenzahl N

Die Fajans-Soddyschen-Verschiebungssätze (auch radioaktive Verschiebungssätze) sind 1913 von Kasimir Fajans und Frederick Soddy aufgestellte Regeln, die beschreiben, wie sich die Ordnungs- und Massenzahl von Atomkernen bei deren radioaktivem Zerfall ändert.<ref>Kasimir Fajans: Die radioaktiven Umwandlungen und das periodische System der Elemente. In: Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft. Band 46, Nr. 1, Januar 1913, ISSN 0365-9496, S. 422–439, doi:10.1002/cber.19130460162 (wiley.com [abgerufen am 2. Dezember 2025]).</ref><ref></ref><ref></ref> Ihre Erklärung fanden die Regeln später mit der Erforschung des Aufbaus der Atomkerne und der Natur der „Zerfalls“-Prozesse (genauer: Umwandlungsprozesse).

  • Beim Alphazerfall entsteht ein Nuklid mit einer um zwei Einheiten niedrigeren Ordnungszahl als das Mutternuklid. Die Massenzahl verringert sich dabei um vier Einheiten.
  • Beim Betazerfall entsteht ein Nuklid gleicher Massenzahl. Die Ordnungszahl erhöht (β-Zerfall) bzw. verringert sich (β+-Zerfall und Elektroneneinfang) um eine Einheit.

Einzelnachweise

<references />