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Evangelische Kirche (Hofen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Steinen-Hofen - Evangelische Kirche13.jpg
Evangelische Kirche Hofen

Die Evangelische Kirche Hofen steht in der zum Ortsteil Schlächtenhaus zugeordneten Siedlung Hofen der Gemeinde Steinen. Sie wurde in den 1890er Jahren im neugotischen Stil errichtet. Die Evangelische Kirche Hofen wird auch für Konzerte genutzt.

Geschichte

Bereits 1877 bestand ein Vorschlag, in Hofen eine Kirche zu errichten.<ref>Helm: Kirchen- und Kapellen im Markgräflerland, S. 370 (09.5)</ref> Dies konnte jedoch erst in den Jahren 1890 bis 1891 umgesetzt werden, nachdem man sich entschlossen hatte, die Klosterkirche Weitenau nicht mehr für Gottesdienste zu verwenden.<ref>Helm: Kirchen- und Kapellen im Markgräflerland, S. 371 (10.1)</ref> Die Kirche gehört zur evangelischen Pfarrgemeinde Vorderes Kleines Wiesental.<ref>Homepage der Kirchengemeinde</ref>

Nach der Grundsteinlegung am 15. Juni 1890 konnte die Einweihung der Kirche im November 1891 begangen werden. 1938 wurde elektrisches Licht in der Kirche in Hofen installiert. Die während des Zweiten Weltkrieges abhanden gekommenen Glocken wurden 1949 ersetzt. 1955 fanden umfassende Renovierungsarbeiten statt, die am 23. Dezember 1956 offiziell beendet waren. 1972 wurden die Fenster doppelverglast.<ref>Die Hofener Kirche, abgerufen am 22. Januar 2026.</ref>

Beschreibung

Lage und Kirchenbau

Die Kirche steht auf einem ansonsten unbebauten Grundstück exponiert auf der Passhöhe Hofener Buck (rund 427 Meter Höhe) zwischen Schlächtenhaus und Weitenau, südlich des Ortseingangs von Hofen. (→ Liste der Pässe im Landkreis Lörrach)

Die Kirche besteht aus einem rechteckigen Langhaus mit roter Sandsteinfassade und Satteldach. Im Osten befindet sich der Chor, an die sich nördlich und südlich (Sakristei) zwei Anbauten anschließen. An den Längsseiten des Langhauses befinden sich je fünf spitzbogige Fenster. 1974 wurden neue Fenster eingebaut, die von Johannes Schreiter gestaltet wurden. Im Westen erhebt sich der dreigeschossige Glockenturm, der leicht aus der Fassade hervorspringt. Im oberen Stockwerk befinden sich zu allen Seiten zwei spitzbogige Klangarkaden, darüber ein Zifferblatt der Turmuhr. An der Südseite fehlt das Zifferblatt; sichtbar ist eine kreisförmige Vertiefung, die dafür vorgesehen ist. Der Turm schließt mit einer eingeknickten, spitz zulaufenden Pyramide und einer Turmkugel. Das Bauwerk ist aus bossierten Buntsandsteinquadern im neugotischen Stil erbaut. An der Nordseite ist eine Gedenktafel für die Gefallenen des Krieges 1870/71 in die Wand eingelassen.

Innenraum und Ausstattung

Datei:Steinen-Hofen - Evangelische Kirche9.jpg
Innenraum in Richtung Chor

Im Innenraum ist der Kirchenraum mit einer flachen Decke eingezogen. Entlang der West- und Nordwand zieht sich eine L-förmige Empore, auf deren Westseite die Orgel aufgestellt ist. Chor und Langhaus sind über einen Triumphbogen miteinander verbunden, an deren rechter Seite eine Kanzel aus Holz aufgestellt ist.

Glocken und Orgel

Das dreistimmige Geläut der Hofener Kirche setzt sich wie folgt zusammen:

Name Schlagton Gussjahr Gießerei
Große Glocke es′ 1949 F. J. Weule, Bockenem
Mittlere Glocke as′
Kleine Glocke b′ 1888 Bachert

Die erste Orgel aus dem Jahr 1880 – vermutlich eine Merklin-Orgel – wurde 1969 durch eine Vier-Orgel ersetzt, die auf der Westempore aufgestellt ist. Das Instrument mit mechanischer Traktur besitzt zwei Manuale mit Schwellwerk, Pedal und 17 Register.<ref>Helm: Kirchen- und Kapellen im Markgräflerland, S. 372 (10.1)</ref>

2020 erfolgte eine umfassende Revision durch den Orgelbauer Jens Steinhoff aus Schwörstadt.<ref>Gudrun Gehr: Hofener Orgel wurde in ihre 1200 Pfeifen zerlegt. In: Badische Zeitung vom 7. April 2020.</ref>

Literatur

  • Johannes Helm: Kirchen- und Kapellen im Markgräflerland, Müllheim/Baden 1989, ISBN 3-921709-16-4, S. 371–372.
  • Festschrift zum 100jährigen Jubiläum 1991. (PDF)

Weblinks

Commons: Evangelische Kirche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Evangelische Kirchengemeinde Steinen: Petruskirche Steinen | Margarethenkirche Höllstein | Evangelische Kirche Hüsingen

Evangelische Kirchengemeinde "An der Kleinen Wiese": Kirche Hofen in Schlächtenhaus-Hofen | Kirche St. German in Endenburg

Katholische Kirche: Kirche Unbefleckte Empfängnis Mariä in Höllstein

Kirchen anderer Religionsgemeinschaften: evangelisch-lutherische Christuskirche in Steinen

Vorlage:Klappleiste/Ende

Koordinaten: 47° 41′ 19,8″ N, 7° 44′ 58,1″ O

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