Eurydike (Tochter des Antipatros)
Eurydike ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); † nach 287 v. Chr.) war die Tochter des makedonischen Politikers und Feldherrn Antipatros und zweite Ehefrau des Satrapen bzw. späteren Königs Ptolemaios I. von Ägypten.
Leben
Nach dem Tod Alexanders des Großen war Antipatros einer der mächtigsten Diadochen und verheiratete seine Tochter Eurydike – wohl nach der Konferenz von Triparadeisos – um 320 v. Chr. mit Ptolemaios I., dem Satrapen Ägyptens.<ref>Pausanias, Beschreibung Griechenlands 1,6,8; Appian, Syriaca 62,330.</ref>
Aus der Ehe von Eurydike und Ptolemaios I. gingen folgende Kinder hervor:<ref>Pausanias, Beschreibung Griechenlands 1,6,8; 1,7,1; 1,9,6; Plutarch, Demetrios 46,5.</ref>
- Ptolemaios Keraunos, König von Makedonien
- Meleagros, König von Makedonien
- ein Sohn unbekannten Namens, von Ptolemaios II. hingerichtet<ref>Pausanias, Beschreibung Griechenlands 1,7,1.</ref>
- Lysandra, die Ehefrau des Agathokles, des Sohnes des Lysimachos
- Ptolemais, die Ehefrau von Demetrios Poliorketes
Zu Eurydikes Gefolge gehörte ihre Nichte Berenike, eine Witwe aus Makedonien, die seit etwa 317 v. Chr. die Geliebte und schließlich als Berenike I. die dritte Ehefrau Ptolemaios’ I. wurde. Berenike gelang es, Eurydike nicht nur von der Seite ihres Ehemanns, sondern auch deren ältesten Sohn Ptolemaios Keraunos von der Thronfolge zu verdrängen.<ref>Für Christopher Bennett (siehe Weblink) ist es nicht sicher, dass Ptolemaios I. Eurydike offiziell verstieß. Er könnte auch polygam gelebt haben.</ref>
Wohl kurz vor 287 v. Chr., also erst rund 30 Jahre nachdem sich Ptolemaios I. Berenike zugewandt hatte, verließ Eurydike Ägypten, vielleicht zusammen mit ihrem ältesten Sohn. 287 v. Chr. ist sie in Milet nachweisbar, wo ihre Tochter Ptolemais damals den Diadochen Demetrios Poliorketes vor dessen letztem Feldzug heiratete.<ref>Plutarch, Demetrios 46,5.</ref> Ihr Sohn Ptolemaios Keraunos dürfte ihr um 280 v. Chr. Kassandreia als Wohnsitz angewiesen haben, deren Einwohnern sie die Freiheit geschenkt haben soll. Auch habe ein gewisser Apollodoros das Fest der Eurydikeia zu ihren Ehren gestiftet.<ref>Polyainos, Strategemata 6,7,2; dazu Waldemar Heckel: Who’s Who in the Age of Alexander the Great. Prosopography of Alexander’s Empire. Oxford u. a. 2006, S. 122.</ref> Ihr Todesdatum ist nicht überliefert.
Literatur
- Waldemar Heckel: Who’s Who in the Age of Alexander the Great. Prosopography of Alexander’s Empire. Blackwell, Oxford u. a. 2006, ISBN 1-4051-1210-7, S. 122.
- Günther Hölbl: Geschichte des Ptolemäerreiches. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1994, ISBN 3-534-10422-6, S. 26.
- Werner Huß: Ägypten in hellenistischer Zeit 332–30 v. Chr. Beck, München 2001, ISBN 3-406-47154-4, S. 121, 249, 253, 255.
- Hugo Willrich: Eurydike 16). In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band VI,1, Stuttgart 1907, Sp. 1326 f.
Weblinks
- Biographie von Christopher Bennett
- Jona Lendering: Eurydice. In: Livius.org (englisch)
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Eurydike |
| KURZBESCHREIBUNG | ägyptische Königin |
| GEBURTSDATUM | 4. Jahrhundert v. Chr. |
| STERBEDATUM | 3. Jahrhundert v. Chr. |