Eugen Schmidt (Richter)
Eugen Schmidt (* 19. November 1834 in Zweibrücken; † nach 1900) war ein deutscher Reichsgerichtsrat.
Leben
Nach dem Besuch des Herzog-Wolfgang-Gymnasium in Zweibrücken<ref>Jahresbericht über das Königliche Gymnasium und die Lateinische Schule zu Zweibrücken in der Pfalz 1851/52, Zweibrücken 1852, S. 3.</ref> studierte der Sohn eines Ölmüllers und Kaufmanns Rechtswissenschaften u. a. in Würzburg und Heidelberg. Er war protestantisch.<ref>Gustav Toepke (Hrsg.): Die Matrikel der Universität Heidelberg (6. Teil): Von 1846 – 1870, Heidelberg 1907, S. 190.</ref> 1857 wurde er auf den bayrischen Landesherrn vereidigt. 1861 kam er als Ergänzungsrichter nach Kandel<ref>Königlich-Bayerisches Kreis-Amtsblatt der Pfalz, Jahrgang 1861, Speyer 1861, Sp. 287.</ref> und 1862 nach Zweibrücken.<ref>Königlich-Bayerisches Kreis-Amtsblatt der Pfalz, Jahrgang 1862, Speyer 1862, Sp. 336.</ref> 1863 ging er als funktionierender Staatsprokuratorsubstitut nach Frankenthal.<ref>„Dienstesnachrichten“, Zweibrücker Wochenblatt vom 4. August 1863.</ref> 1866 wurde er zum Landgerichtsassessor befördert,<ref>Ludwig von Schmitt: Resultate der Rechtspflege bei den Gerichten der Pfalz während des Etats-Jahres 1865/66, Zweibrücken 1866, S. 56.</ref> und im Januar 1867 zum Bezirksgerichtsassessor in Landau.<ref>„Dienstesnachrichten“, Zweibrücker Wochenblatt vom 18. Januar 1867.</ref> Im September 1867 ernannte man ihn zum Staatsanwaltsubstitut.<ref>Regierungs-Blatt für das Königreich Bayern, München 1867, Sp. 1018.</ref> 1868 folgte die Ernennung zum Landrichter in Winnweiler.<ref>Königlich-Bayerisches Kreis-Amtsblatt der Pfalz, Jahrgang 1868, Speyer 1868, Sp. 1479.</ref> 1870 wurde er Bezirksgerichtsrat in Frankenthal.<ref>Regierungsblatt für das Königreich Bayern, München 1870, Sp. 2446.</ref> 1871 versetzte man ihn nach Kaiserslautern<ref>„Dienstesnachrichten“, Pfälzische Post vom 24. Oktober 1871.</ref> und ernannte ihn zum Handelsgerichtsrat.<ref>Regierungs-Blatt für das Königreich Bayern, München 1871, Sp. 1854.</ref> 1872 kam er als I. Staatsanwalt nach Kaiserslautern. 1877 beförderte man ihn zum Appellationsgerichtsrat und 1879 zum Oberlandgerichtsrat. 1886 wurde er Rat beim Bayerischen Obersten Landesgericht. 1886 wurde er an das Reichsgericht berufen. Er war im I. und III. Strafsenat tätig. Am 1. Januar 1901 trat er in den Ruhestand.
Schriften
- Das fortgesetzte Delikt, Dr. J. A. Seuffert's Blätter für Rechtsanwendung, Band 63 (1898), S. 148.
Literatur
- Adolf Lobe: Fünfzig Jahre Reichsgericht am 1. Oktober 1929, Berlin 1929, S. 361.
Einzelnachweise
<references />
Weblinks
- Webseite der Staatlichen Archive in Bayern, Fundanzeige für das Bayerische Hauptstaatsarchiv, Schmidt, Eugen; BayHStA, MJu 19777.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schmidt, Eugen |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Reichsgerichtsrat |
| GEBURTSDATUM | 19. November 1834 |
| GEBURTSORT | Zweibrücken |
| STERBEDATUM | vor 1929 |