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Eucalyptus amygdalina

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Eucalyptus amygdalina
Datei:Eucalyptus amygdalina from "Eucalypts cultivated in the United States"; (1902) (20165942804).jpg

Eucalyptus amygdalina

Systematik
Ordnung: Myrtenartige (Myrtales)
Familie: Myrtengewächse (Myrtaceae)
Unterfamilie: Myrtoideae
Tribus: Eucalypteae
Gattung: Eukalypten (Eucalyptus)
Art: Eucalyptus amygdalina
Wissenschaftlicher Name
Eucalyptus amygdalina
Labill.

Eucalyptus amygdalina ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae). Sie kommt in Tasmanien vor<ref name="AVH"/> und wird dort „Black Peppermint“ genannt.<ref name="APNI"/>

Beschreibung

Erscheinungsbild und Blatt

Eucalyptus amygdalina wächst in der Wuchsform der Mallee-Eukalypten, dies ist eine Wuchsform, die mehr strauchförmig als baumförmig ist, es sind meist mehrere Stämme vorhanden, die einen Lignotuber<ref name="EUCLID"/> ausbilden;<ref name="EucaLink"/> als Baum, der Wuchshöhen von bis zu 30 Meter erreicht. Die Borke verbleibt am Stamm und den größeren Ästen, manchmal auch an den kleineren Ästen glatt, ist grau oder grau-braun und kurzfasrig.<ref name="EucaLink"/> An den oberen Teilen des Baumes ist sie glatt, weiß bis grau oder bräunlich und schält sich manchmal in Bändern.<ref name="EUCLID"/> Öldrüsen gibt es sowohl im Mark der jungen Zweige als auch in der Borke.<ref name="EucaLink"/>

Bei Eucalyptus amygdalina liegt Heterophyllie vor. An jungen Exemplaren sind die sitzenden Laubblätter bei einer Länge von 2,8 bis 5,5 cm und einer Breite von 0,2 bis 1,1 cm lanzettlich, sichelförmig gebogen, ganzrandig und grün.<ref name="EUCLID"/> An mittelalten Exemplaren sind die gegenständigen, sitzenden Laubblätter lanzettlich, gerade, ganzrandig und blaugrün bemehlt oder bereift. Die Blattstiele an erwachsenen Exemplaren sind bei einer Länge von 0,4 bis 2,0 cm<ref name="EUCLID"/> schmal abgeflacht oder kanalförmig. Die auf Ober- und Unterseite gleichfarbig matt grünen, gestielten Blattspreiten an erwachsenen Exemplaren<ref name="EucaLink"/> sind bei einer Länge von 5,5 bis 12 cm und einer Breite von 0,4 bis 1,2 cm<ref name="EUCLID"/> linealisch bis schmal-lanzettlich, relativ dünn, sichelförmig gebogen, verjüngen sich zur Spreitenbasis hin und besitzen ein spitzes oder zugespitztes oberes Ende. Die kaum erkennbaren Seitennerven gehen in einem sehr spitzen Winkel vom Mittelnerv ab.<ref name="EucaLink"/> Die parallel zum Blattrand verlaufenden, sogenannten Intermarginalnerven sind von diesem deutlich abgesetzt. In den Blattflächen sind wenige bis viele Öldrüsen vorhanden. Die Keimblätter (Kotyledone) sind nierenförmig.<ref name="EucaLink"/>

Blütenstand und Blüte

Seitenständig an einem bei einer Länge von 4 bis 10 mm<ref name="EUCLID"/> und einer Breite von bis zu 3 mm im Querschnitt stielrunden, schmal abgeflachten oder kantigen Blütenstandsschaft<ref name="EucaLink"/> stehen in einem einfachen Blütenstand etwa 11 bis 15 Blüten zusammen.<ref name="EucaLink"/><ref name="EUCLID"/> Die Blütenknospen sind keulenförmig und nicht blaugrün bemehlt oder bereift,<ref name="EucaLink"/> sondern grün bis gelb und gestielt und glatt bis leicht warzig.<ref name="EUCLID"/> Die Kelchblätter bilden eine Calyptra, die bis zur Blüte (Anthese) vorhanden bleibt. Die glatte Calyptra ist halbkugelig, so lang und so breit wie der glatte Blütenbecher (Hypanthium). Die Blüten sind weiß oder cremeweiß.<ref name="EucaLink"/>

Frucht und Samen

Die Frucht ist bei einem Durchmesser von 5 bis 7 mm halbkugelig, kniescheiben-<ref name="EUCLID"/> oder birnenförmig<ref name="EucaLink"/> und drei- bis vierfächrig.<ref name="EUCLID"/> Der Diskus ist flach<ref name="EucaLink"/> oder leicht angehoben, die Fruchtfächer sind eingeschlossen<ref name="EUCLID"/> oder stehen auf der Höhe des Randes.<ref name="EucaLink"/>

Die Samen sind bei einer Länge von 1 bis 2 mm pyramidenförmig oder kubisch. Die braune Samenschale ist an der Rückseite glatt. Das Hilum befindet sich am oberen Ende.<ref name="EUCLID"/>

Vorkommen

Das natürliche Verbreitungsgebiet von Eucalyptus amygdalina ist Tasmanien, wobei die Art in der Mitte und im Osten der Insel häufiger auftritt als im Westen.<ref name="AVH"/><ref name="EUCLID"/>

Systematik

Die Erstbeschreibung von Eucalyptus amygdalina erfolgte 1806 durch Jacques Julien Houtou de Labillardière in Novae Hollandiae Plantarum Specimen, Volume 2, S. 14.<ref name="APNI"/><ref name="tropicos"/><ref name="WCSP"/> Das Typusmaterial weist die Beschriftung in capite Van-Diemen auf.<ref name="APNI"/> Das Artepitheton amygdalina ist vom lateinischen Wort amygdala für Mandel abgeleitet.<ref name="EUCLID"/> Synonyme für Eucalyptus amygdalina <templatestyles src="Person/styles.css" />Labill. sind Eucalyptus salicifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />Cav., Eucalyptus glandulosa <templatestyles src="Person/styles.css" />Desf., Eucalyptus amygdalina <templatestyles src="Person/styles.css" />Labill. var. amygdalina, Eucalyptus salicifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />Cav. var. salicifolia, Eucalyptus salicifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />Cav. orth. var., Eucalyptus amygdalina var. alpina <templatestyles src="Person/styles.css" />Maiden, Eucalyptus amygdalina var. numerosa <templatestyles src="Person/styles.css" />Maiden, Eucalyptus calyculata <templatestyles src="Person/styles.css" />Link ex Maiden, Eucalyptus numerosa <templatestyles src="Person/styles.css" />Maiden und Eucalyptus globularis <templatestyles src="Person/styles.css" />DC. nom. inval.<ref name="APNI"/><ref name="WCSP"/>

Eucalyptus amygdalina bildet mit verschiedenen anderen Eukalyptusarten natürliche Hybriden, so mit Eucalyptus coccifera, Eucalyptus linearis, Eucalyptus nitida, Eucalyptus pauciflora, Eucalyptus pulchella, Eucalyptus risdonii, Eucalyptus sieberi, Eucalyptus sieberiana und Eucalyptus simmondsii.<ref name="APNI"/>

Nutzung

Das Kernholz von Eucalyptus amygdalina dient zur Herstellung von leichten Konstruktionen, Tischlerarbeiten und Zäunen sowie als Brennholz. Aus den Laubblättern wird Eukalyptusöl gewonnen.<ref name="EUCLID"/>

Einzelnachweise

<references> <ref name="AVH">Specimen search results: Eucalyptus amygdalina bei Australia’s Virtual Herbarium. Council of Heads of Australasian Herbaria. Abgerufen am 8. März 2013</ref> <ref name="APNI">APNI = Australian Plant Name Index. Centre for Plant Biodiversity Research. Australian Government. Abgerufen am 8. März 2013</ref> <ref name="EucaLink"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Eucalyptus amygdalina bei EucaLink - A Web Guide to the Eucalypts. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 24. Juni 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/plantnet.rbgsyd.nsw.gov.au Abgerufen am 8. März 2013.</ref> <ref name=EUCLID><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Eucalyptus amygdalina bei EUCLID: Eucalypts of Southern Australia von M.I.H. Brooker, A.V. Slee & J.R. Connors. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 23. September 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.anbg.gov.au Abgerufen am 8. März 2013</ref> <ref name="tropicos">Eucalyptus amygdalina bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> </references>

Weblinks