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Ibis (Hotel)

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(Weitergeleitet von Etap-Hotel)
Ibis

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Ibis-logo-2019.svg
Rechtsform SA, Aktiengesellschaft (Accor SA)
Auflösung 1974
Sitz Évry (Frankreich)
Branche Hotellerie
Website ibis.accor.com/de.html
Datei:Ibis Hotel Logo 2016.png
Logos der Hotelkette (seit 2012)
Datei:17-12-01-Bregenz-RalfR-DSCF0876.jpg
Zimmer im Ibis Bregenz
Datei:17-12-01-Bregenz-RalfR-DSCF0878.jpg
Badezimmer in einem Ibis-Hotel

Ibis (Eigenschreibweise ibis) ist eine Hotelkette des französischen Accor-Konzerns.<ref>Susanne Stauß: Ibis-Werbung auf allen Kanälen. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 6. Oktober 2012, S. 3.</ref> Zu ihr gehören insgesamt 2639 Hotels (Stand Ende 2021) der Marken Ibis, Ibis Budget (ehemals Etap Hotels) und Ibis Styles (ehemals All Seasons). Die Hotelkette ist weltweit vertreten, die Mehrheit der Häuser befindet sich in Europa.<ref>Hotel(s) auf dem Stadtplan. Accor, abgerufen am 27. September 2016.</ref> Dort ist sie sowohl gemessen an der Zahl der Hotels als auch nach Zimmern die größte Hotelkette.<ref>Ibis becomes largest hotel operator in Europe. In: Breaking Travel News. 18. Februar 2013, abgerufen am 27. September 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name=":3">2015 Registration Document and Annual Financial Report. (PDF) Accor, 21. April 2016, S. 6 und 10, abgerufen am 27. September 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Geschichte

Das erste Hotel der Kette wurde 1974 in Bordeaux, Frankreich, als 2-Sterne-Haus eröffnet.<ref name=":4"></ref> Kern des Konzepts war es, durch Abstriche etwa bei Größe und Ausstattung von Zimmern und Restaurants niedrigere Preise zu ermöglichen.<ref>Schlau schlafen. In: fvw Touristik & Business Travel. 19. Mai 2004, S. 15.</ref> Gästen sollte in jedem Haus der Hotelkette ein ähnlicher Standard geboten werden.<ref></ref> Weitere Ibis-Hotels in anderen europäischen Ländern folgten. Während sich diese in den 1970er-Jahren fast ausschließlich im Eigentum von Accor befanden, wurden in den 1980er- und 1990er-Jahren Ibis-Hotels oft mit Investment-, Management- oder Franchise-Partnern eröffnet. Die Hotelkette übernahm in erster Linie das Management der Häuser.<ref></ref><ref>Hans-Jürgen Kleese: Accor: Neue Strategie, neues Ibis-Design. In: WirtschaftsWoche. 20. Januar 2014, abgerufen am 27. September 2016.</ref>

Nach der Deutschen Wiedervereinigung expandierte die Hotelkette auch in die neuen Bundesländer.<ref>Accor-Hotelgruppe baut in der DDR. In: Handelsblatt. 26. März 1990, S. 20.</ref> Neben Mercure, ebenfalls Teil von Accor, übernahm auch Ibis einige ehemalige Interhotels.<ref>Accor-Gruppe übernimmt sechs Interhotels. In: Handelsblatt. 14. Mai 1992, S. 21.</ref> Die Marke entwickelte sich zum wichtigsten Bestandteil des weiteren Wachstums in Deutschland. Vereinzelt wurde Orbis als Marke für Hotels in zentraler Stadtlage verwendet, seit 1993 heißen aber auch diese Hotels wieder Ibis.<ref>Monika Wehrl: Expansion mit zwei Sternen. In: Horizont. 30. April 1992, S. 10.</ref> Bis 1991 stieg die Zahl der Häuser auf über 250 weltweit.<ref>Zweitgrößte Hotelgruppe der Welt. Auch in der Gastronomie rückt man zusammen. In: Handelsblatt. 13. März 1991, S. 18.</ref> Das erste Hotel außerhalb Europas eröffnete in Fortaleza, Brasilien. 1992 trat Ibis in den australischen Markt ein, 1997 folgte das erste Haus in Marokko.<ref name=":1">Erfolgskonzept mit nachhaltigem Wachstum. Österreichischer Wirtschaftsverlag, 2. Februar 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. November 2016; abgerufen am 27. September 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gast.at</ref> Später verlagerte sich der Fokus auf Südamerika.<ref>Umbau der Hotelgruppe trägt Früchte. In: Handelsblatt. 12. März 1998, S. 16.</ref> Nach der Jahrtausendwende weitete Ibis seine Präsenz auf den arabischen und asiatisch-pazifischen Raum aus, beispielsweise mit Hotels in China, Kuwait, Russland und Indien.<ref name=":1" />

1997 erhielt Ibis als erste Hotelkette im Economy-Bereich weltweit die ISO-9001-Zertifizierung.<ref>Zertifizierung für die Schonung der Umwelt. In: medianet. 26. Februar 2010, S. 62.</ref> Einzelne Häuser wurden nun auch als 3-Sterne-Hotel konzipiert.<ref>Claus Schweitzer: Accor: Billig, funktional. In: Tages-Anzeiger. 15. Oktober 2003, S. 50.</ref> 2007 kündigte Accor an, noch stärker in Etap- und Ibis-Hotels zu investieren,<ref>Lutz Meier: Accor investiert in Billighotels. In: Financial Times Deutschland. 18. Dezember 2007, S. 7.</ref> wodurch beide Hotelketten mehr Gewicht im Konzern erlangten.<ref>Ralf Klingsieck: Ibis beflügelt Accor. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 12. Februar 2011, S. 3.</ref> In Deutschland wurden Franchise-Hotels immer wichtiger.<ref>Susanne Stauß: Accor wächst im Economy-Segment. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 4. Juli 2009, S. 9.</ref>

Im Jahr 2011 bekam Ibis ein neues Branding sowie wurden die Marken All Seasons und Etap zu Gunsten von Ibis eingestellt: Etap wurde durch Ibis Budget ersetzt, All Seasons durch Ibis Styles.<ref>Accor: Ibis wird zentrale Budgetmarke. In: Immobilien Zeitung. 13. September 2011, abgerufen am 27. September 2016.</ref><ref>Leo Klimm: McDonald's-Rezept für Ibis-Hotels. In: Financial Times Deutschland. 14. September 2011, S. 6.</ref><ref name=":2">Ralf Klingsieck, Rüdiger Rüster: Ibis wird zur Mega-Marke. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 17. September 2011, S. 2.</ref> Zusätzlich konzipierte Accor neue Betten für alle Hotels der Kette.<ref>Uwe Lehmann: Auch der Budgetgast will ein gutes Bett. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 17. November 2012, S. 9.</ref>

Marken

Häuser

Datei:IBIS-Hotel in Wilmersdorf 20151219 25.jpg
Ibis (heute B&B) in Berlin-Wilmersdorf (2015)

Ibis ist die zentrale Marke der Hotelkette.<ref>Susanne Stauß: So wird aus Ibis eine Mega-Marke. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 6. Oktober 2012, S. 3.</ref> 2014 überschritt sie mit dem Haus am Kurfürstendamm in Berlin die Marke von 1000 Hotels.<ref>Uwe Lehmann: 1.000 Ibis-Hotels und kein Ende in Sicht. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 25. Januar 2014, S. 2.</ref> Diese sind meist verkehrsgünstig gelegen, befinden sich im Stadtzentrum oder im Umkreis. In der Regel sind Ibis-Hotels mit einer Hotelbar, einzelne Häuser auch mit einem Restaurant ausgestattet. Es handelt sich oft um Garni-Hotels, in denen keine Mittags- und Abendküche angeboten wird. Jedoch werden rund um die Uhr Snacks zubereitet. Die Zimmer sind zumeist Doppelzimmer mit eigenem Bad (Dusche und Toilette) und Klimaanlage sowie Garderobe, Fernseher und Schreibtisch ausgestattet. Klimaanlagen sind jedoch zumeist in südlichen Gefilden anzutreffen. Als Erkennungsmerkmal dienen helle Holzmöbel und warme Brauntöne.<ref>Neues Ibis-Hotel: Eröffnung am 1. November. In: Die Welt. 29. August 2000, S. 39.</ref>

Ibis Budget

Datei:Ibis-budget-2019.svg
Logo der Ibis budget Hotels seit 2019

Ibis Budget ist die Low-Cost-Marke der Hotelkette.<ref>Jutta Behr-Groh: Zahl der Betten wächst weiter. In: Fränkischer Tag. 19. Mai 2014, S. 9.</ref> Die Marke entstand durch die Eingliederung der ehemaligen etap-Hotels, die blaue Farbe im Firmenlogo wurde dabei beibehalten. Diese Hotels findet man häufig in der Nähe von Autobahnen oder Gewerbegebieten, zunehmend auch in zentraler Lage. Die kleinen Zimmer sind einfach ausgestattet, sie haben ein französisches Bett mit Etagenbett darüber. Ferner verfügen sie über Stuhl und Tisch, Fernseher sowie häufig auch eine Klimaanlage.<ref>Barbara Goerlich: Ibis Budget macht sich bereit. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 30. April 2016, S. 22.</ref> Dusche, Toilette und Waschtisch wurden entweder ins Zimmer integriert oder befinden sich in einem kleinen separaten Raum. In vielen Häusern gibt es keine 24-Stunden-Rezeption, aber einen Selbstbedienungs-Check-in.<ref>Rainer Lahmann-Lammert: Für den Check-in-Automaten kommt kein Gast zu spät. In: Neue Osnabrücker Zeitung. 7. März 2014.</ref>

Ibis Styles

Datei:Ibis Hotel an der Blauen Brücke in Tübingen und Blauer Turm.jpg
Ibis Styles in Tübingen

Ibis Styles ist die Design-Marke der Hotelkette. Die Hotels liegen im Stadtzentrum oder in der Nähe bekannter Sehenswürdigkeiten.<ref>Neubau an prominenter Stelle. In: Reutlinger General-Anzeiger. 27. Mai 2016, S. 23.</ref><ref>95 Doppelzimmer in der Trierer Innenstadt. In: Trierischer Volksfreund. 24. Juni 2014.</ref> Die Einzel- oder Doppelzimmer sind größer als bei Ibis Budget und Ibis, sie verfügen über ein Badezimmer mit Dusche und Toilette. Klimaanlage, Fernseher und ein größerer Schreibtisch gehören ebenfalls zum Standard. Bei Ibis Styles sind Frühstück und Internetzugang meist im Zimmerpreis enthalten.<ref>Isin baut Hotel am Remspark. In: Aalener Nachrichten. 28. August 2012, S. 8.</ref> Ibis Styles orientiert sich an Boutique-Hotels und bietet ein erkennbar höherwertiges Interieur.<ref>Austria Presse Agentur: Jung, frisch, stylisch. 23. Oktober 2013.</ref>

Standorte

Ende 2021 gehörten 2639 Hotels zu Ibis.<ref>Hotel Portfolio as of December 31, 2021. (PDF) Accor, 31. Dezember 2021, abgerufen am 22. Juli 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Diese sind wie folgt verteilt:

Ibis Hotels Ibis Budget Ibis Styles
Europa 736 542 401
Asien-Pazifik 163 48 130
Nord- und Südamerika 180 64 49
Afrika und Mittlerer Osten 80 4 14
1259 658 594

Weblinks

Einzelnachweise

<references />