Zum Inhalt springen

Et’hem-Bey-Moschee

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Et'hem Bey Mosque & Clock tower.jpg
Nordseite mit Eingang – links von der Moschee der Uhrturm, rechts der Skanderbeg-Platz

Die Et’hem-Bey-Moschee (albanisch, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), türkisch Edhem Bey Camii) ist ein osmanischer Sakralbau. Die Moschee befindet sich im Zentrum der albanischen Hauptstadt Tirana am später angelegten Skanderbeg-Platz.

Geschichte

Der Bau des Gebetshauses begann im Jahr 1794 durch Mullah Bey, einem Nachfahren des Stadtgründers und Erbauers der Alten Moschee, Sulejman Pascha Bargjini. Sie wurde 1821 durch seinen Sohn Ethem Pascha (Haxhi Ethem Bey) fertiggestellt.<ref name="daum">Gëzim Hoxha, Bashkim Lahi: Islamische Kunst und Architektur. In: Werner Daum (Hrsg.): Albanien – zwischen Kreuz und Halbmond. Pinguin Verlag, Innsbruck 1998, ISBN 3-7016-2461-5, S. 146.</ref><ref name="koch">Guntram Koch: DuMont-Kunst-Reiseführer Albanien. DuMont, Köln 1989, ISBN 3-7701-2079-5.</ref> Wenig später wurde auch der benachbarte Uhrturm (albanisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) erbaut.<ref>Kthim ne Kullen e Sahatit. In: Klan Magazin. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. Januar 2013; abgerufen am 26. Dezember 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Datei:Mosquée Et'hem Bey.jpg
Mihrab nebst Minbar

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Minarett beschädigt, aber später wieder restauriert.<ref name="ndarurinze">Renate Ndarurinze: Albanien entdecken. Trescher Verlag, Berlin 2006, ISBN 3-89794-091-4.</ref>

Die Moschee überstand Enver Hoxhas Kampagne, die Albanien zum atheistischen Staat erklärte und in deren Zuge Moscheen, aber auch Kirchen und Klöster, zweckentfremdet oder gar zerstört wurden, als kulturelles Baudokument unter Denkmalschutz.<ref name="koch" /><ref>Tony Wheeler: Tony Wheeler's bad lands. Lonely Planet, London 2007, ISBN 978-1-74179-186-0, S. 49 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Früher standen beidseits des Eingangs die Gräber des Stifters und seiner Frau.<ref name="koch" />

Ab 1967 war die Moschee während der kommunistischen Diktatur in Albanien geschlossen. Nachdem im Dezember 1990 das Religionsverbot aufgehoben worden war, wurde die Et'hem Bey Moschee als eine der ersten Moscheen des Landes wiedereröffnet.<ref>Robert Elsie: A Dictionary of Albanian Religion, Mythology, and Folk Culture. C.Hurst & Co., London 2001, ISBN 1-85065-570-7, S. 125.</ref> Ohne Erlaubnis der Behörden wurde die Tür am 18. Januar 1991 geöffnet und mehrere Tausend Personen besuchten das Gotteshaus.<ref>Ramiz Zekaj: Zhvillimi i Kulturës Islame te Shqiptarët gjatë Shekullit XX. (webnode.com [DOC; 995 kB]).</ref><ref>Foto të rralla, si u fal e premtja e parë pas komunizmit në Shqipëri. In: Lapsi.al. 21. Januar 2015, abgerufen am 9. April 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Diese Demonstration des Volkes mitten in der Hauptstadt – etwas mehr als einen Monat, bevor das benachbarte Enver-Hoxha-Denkmal geschleift wurde – war ein deutliches Zeichen für die religiöse Wiedergeburt in Albanien.<ref name="ndarurinze" />

Im Sommer 2018 wurde die Moschee für Restaurierungsarbeiten, die vom Türkischen Präsidium für Internationale Kooperation und Koordination (TİKA) finanziert werden, geschlossen.<ref>Adela Alla: Xhamia e Et’hem Beut në „Rrugët e Besimit“, 1 ndër 6 kantieret e restaurimit. In: Agjencia Telegrafike Shqiptare. 26. Juli 2018, abgerufen am 15. November 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im September 2024 war sie für Besucher wieder zugänglich.

Bau

Das Gebäude ist ein typisches Beispiel einer Einkuppelmoschee: ein quadratischer Raum von nicht einmal zehn Meter Kantenlänge wird von einer einzelnen Kuppel abgedeckt. An der Nordwestecke steht das 40 Meter hohe Minarett mit Bleistiftspitze.<ref>Andrea Bulleri: Tirana – Contemporaneità sospesa / Suspended Contemporaneity. Quodlibet, Macerata 2012, ISBN 978-88-7462-420-1, S. 98.</ref> Die großzügige, offene Vorhalle liegt nicht nur vor dem Eingang, sondern umspannt das Gebäude auch auf der Ostseite, wo sie über eine eigene Qibla mit Gebetsnische verfügt. Die das Dach tragenden Säulen haben Kapitelle mit Pflanzendekor. Reich bemalt mit Fresken sind die Innenwände, die Kuppel, die Mihrab und die Vorhalle. Dargestellt sind meist Pflanzenornamente, Blumen und Bäume, aber auch eine Darstellung von Istanbul sowie Wasserfälle und Brücken.<ref name="daum" /><ref name="koch" /> Stillleben sind selten in der islamischen Kunst.

Die Moschee ist außerhalb der Gebetszeiten für Besichtigungen zugänglich. Der Hodscha führte zumindest früher Besucher gegen Entgelt auf das Minarett.

Bilder

Anmerkung

<references group="Anmerkung"> <ref name="A1"> Das Hochkomma weist darauf hin, dass es sich in diesem Wort nicht um den th-Laut handelt, ein auch im Albanischen verwendeter Digraph. </ref> </references>

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 41° 19′ 40″ N, 19° 49′ 9,6″ O

 {{#coordinates:41,32779|19,819331|primary
   |dim=
   |globe=
   |name=
   |region=AL-11
   |type=landmark
  }}