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Esja

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{{#if: beschreibt ein Gebirgsmassiv im Südwesten von Island. Für den gleichnamigen Berg im Vulkanmassiv der Esjufjöll im Osten von Island siehe Esjufjöll.

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Die Esja [<templatestyles src="IPA/styles.css" />{{#if:|[}}ˈɛːsja{{#if:

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|all= 1= |opt= 2= Tondatei= |template=Vorlage:IPA |errNS= 0 |cat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:IPA |format=@@@ }}] ist ein Gebirgszug im Südwesten Islands, ca. 10 km nördlich der Hauptstadt Reykjavík. Es handelt sich um ein aus unterschiedlichsten vulkanischen Produkten sowie Sedimenten aufgeschichtetes Gebirgsmassiv, dessen höchster Punkt eine Höhe von Vorlage:Höhe erreicht.

Name

Die Herkunft des Namens ist ungeklärt. In der Kjalnesinga Saga wird zwar unter irischen Einwanderern eine reiche Witwe Esja genannt, doch dürfte wohl umgekehrt (aitiologisch) der Personenname vom Orts-/Bergnamen abgeleitet sein.<ref>Guðrún Kvaran: Hvað þýðir nafnið Esja? Vísindavefurinn Háskóla Íslands (isländisch); abgerufen am 21. April 2011</ref>

Geographie

Das langgestreckte Gebirgsmassiv ist ca. 20 km lang und erstreckt sich im engeren Sinne vom Kollafjörður bis zum Hátindur, eigentlich aber bis nach Kjós bis zum Berg Skálafell, wobei es die Bereiche von drei erloschenen Zentralvulkanen berührt, nämlich des Stardalsvulkans bei Kjós (mit dem Zentrum etwa unter dem heutigen Berg Skálafell), des Kollafjörðurvulkans sowie des Hvalfjörðurvulkans.<ref name="Thor1">Thor Thordarson, Armann Hoskuldsson: Classic geology in Europe 3. Iceland. Harpenden 2002, S. 50f.</ref>

Einige Gipfel und Einschnitte charakterisieren das Bergmassiv. Der östlichste Gipfel ist Hátindur (909 m). Lange hielt man ihn auch für den höchsten Gipfel, aber es erwies sich, dass die Anhöhe nördlich des Gunnlaugsskarð noch höher ist, nämlich 914 m.

Besonders auffallend ist der Berg Kistufell, der am meisten nach Süden vorragt und etwa auf der Höhe von Mosfellsbær liegt.<ref name="Íslandshandbókin">T. Einarsson, H. Magnússon (Hrsg.): Íslandshandbókin. Náttúra, saga og sérkenni. 1. bindi. Örn og Örlygur, Reykjavík 1989, S. 75.</ref>

Geologie

Esja liegt in der Westlichen aktiven Vulkanzone Islands, ist aber selbst kein aktiver Vulkan mehr.<ref name="Thor">Thor Thordarson, Armann Hoskuldsson: Classic geology in Europe 3. Iceland. Harpenden 2002, S. 48</ref> Ganz im Gegenteil gehört das Gestein an ihrer Basis zu den ältesten Gesteinen in der Umgebung der Hauptstadt.<ref name="Thor1" />

Das Bergmassiv Esja bildete sich im Tertiär. In den Warmzeiten strömte Lava aus und in den Kaltzeiten entstanden Palagonitrücken unter dem Gletscher.

Die ältesten Zeichen vulkanischer Tätigkeit befinden sich im Westen (ca. 3,2 Mio. Jahre alt)<ref name="Thor" /> und die jüngsten im Osten des Berges (ca. 1,8 Mio. Jahre alt).

Die ältesten Schichten rühren von Ausbrüchen des Hvalfjörðurvulkans her, die etwas jüngeren von denen des Kollafjörðurvulkans und des Stardalsvulkans.<ref name="Thor1" />

Die Gesteinsschichten der Esja neigen sich insgesamt leicht nach Südosten.<ref name="Thor1" /> Das erklärt sich dadurch, dass dort der Stardalszentralvulkan gelegen war, Zentralvulkane immer schwerer wiegen als die Schichten in ihrer Umgebung und diese dadurch zum Kippen bringen.

Datei:Esja carte simple.png
Lage des Berges

Die Plattentektonik bewegt die Gesteinsschichten mit der Zeit nach Westen vom aktiven Vulkangürtel weg, etwa einen Zentimeter pro Jahr. Intrusionen, d. h. umfangreiche Magmakanäle, ausgehend von den alten Zentralvulkanen bei Kjalarnes und Stardal, drangen später durch die vorhandenen Gesteinsschichten. Dicke Lavaschichten wurden geschaffen und stapelten sich aufeinander. Der Eiszeitgletscher schliff diese Stapel dann ab und hinterließ die höchsten Schnittpunkte, von denen Esja einer ist. Das Bergmassiv wird nach oben und nach Osten zu jünger, was sich durch die Verschiebung weg vom aktiven Vulkangürtel erklärt.<ref name="Thor1" />

Das Bergmassiv ist durchzogen von farbintensiven Intrusionen aus Gabbro, Teilen alter Magmakammern und von einstmals aktiven Vulkanschloten,<ref name="Thor1" /> was man besonders gut an seiner erodierten Westseite bei Kjalarnes beobachten kann.<ref name="Íslandshandbókin" />

Die obersten Schichten des Bergmassivs bestehen abwechselnd aus Basaltlaven Pyroklastika sowie Hyaloklastiten und anderen Produkten subglazialer Vulkanausbrüche.<ref name="Thor1" />

Schließlich findet man auch Sedimentschichten dazwischen.<ref name="Thor1" />

Moskarðshnúkar und die Schönheit des Gebirgszuges

Datei:Landscape iceland.jpg
Esja von Südwesten (Lambastaðir bei Reykjavík)

Die östlichsten Gipfel des Gebirgszuges, die Moskarðshnúkar, leuchten ungewöhnlich hell. Ein Reykjavíker Schriftsteller, so wird gesagt, meinte nach einer langen Regenperiode, dort die Sonne aufgehen zu sehen. Als er genauer hinsah, entdeckte er, dass es nur das Gestein war, das solche Leuchtkraft hatte. In Wirklichkeit handelt es sich um Rhyolith (auch Liparit genannt), der sich immer im Zentrum von alten (und aktiven) Zentralvulkanen findet, hier im Zentrum des Stardalsvulkans.

Darüber hinaus ist Esja bekannt für ihre ästhetische Form und den Farbenreichtum des Gesteins. So verfasste der Schriftsteller Þórbergur Þórðarson ein berühmtes Gedicht über den Berg.<ref>T. Einarsson, H. Magnússon (Hrsg.): Íslandshandbókin. Náttúra, saga og sérkenni. 1. bindi. Örn og Örlygur, Reykjavík 1989, S. 75; “Esjan er yndisfögur/útanúr Reykjavík […]” (freie Übersetzung ins Deutsche: „Esja ist ungemein schön, gesehen von Reykjavík […]“)</ref>

Wandern an der Esja

Durch ihre unmittelbare Nähe zur Hauptstadt des Landes stellt Esja ein sehr beliebtes Naherholungs-, Wander- und Kletterziel dar.

Zahlreiche Wege und Klettersteige führen auf die verschiedenen Gipfel. Ein Wanderparkplatz befindet sich direkt am Hringvegur.

Die beiden ausgeschilderten Wanderwege führen auf das Þverfellshorn<ref>Iceland Review. Wandern an der Esja mit Diashow-Link; (englisch); abgerufen am 21. April 2011.</ref> und auf den Kerhólakambur (Vorlage:Höhe),<ref>Ari Trausti Guðmundsson, Pétur Þorleifsson: Íslensk fjöll. Gönguleiðir á 151 tind. Mál og Menning, Reykjavík 2004, S. 158 f.</ref> auch Helikopterflüge für Touristen werden angeboten.

Siehe auch

Datei:Reykjavik Esja.jpg
Esja vom Perlan aus gesehen

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Normdaten