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Erzeparchie Haifa e Terra Santa

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Erzeparchie Haifa e Terra Santa
Datei:LocationIsrael.svg
Karte Erzeparchie Haifa e Terra Santa
Basisdaten
Kirche eigenen Rechts Maronitische Kirche
Staat Israel
Diözesanbischof Moussa El-Hage OAM
Gründung Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Fläche 20.991 km²
Pfarreien 6 (2021 / AP 2022)
Einwohner Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Katholiken 10.000 (2021 / AP 2022)
Anteil Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator < %
Diözesanpriester 11 (2021 / AP 2022)
Katholiken je Priester 909
Ständige Diakone 1 (2021 / AP 2022)
Ritus Antiochenischer Ritus
Liturgiesprache Syrisch
Kathedrale Kathedrale König Ludwigs des Heiligen (Haifa)
Anschrift {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), 3309195 Haifa, Israel
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Die Erzeparchie Haifa und Heiliges Land ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine mit der römisch-katholischen Kirche unierte maronitische Erzeparchie mit Sitz in Haifa.

Geschichte

Schon die osmanische Binnenwanderung brachte erste Maroniten ins Gebiet des heutigen Israel. Maroniten in Haifa, ohne Zahlen zu nennen, erwähnte der Forschungsreisende James Silk Buckingham 1821.<ref>James Silk Buckingham, Travels in Palestine, through the Countries of Bashan and Gileʿad, East of the River Jordan: Including a Visit to the Cities of Geraza and Gamala, in the Decapolis, London: Longman, Hurst, Rees, Orme, and Brown, 21822, Bd. I, S. 179.</ref> Durch die drusischen Massaker an über 10.000 Christen im Bürgerkrieg im Libanongebirge 1860 kamen Maroniten in größerer Zahl auf der Flucht ins südliche Galiläa und bildeten in mehreren Orten eigene Gemeinden und von dort aus auch in Orten weiter südlich, wie eine in Haifa. Die Gemeinden gehörten zur 1838 geschaffenen Eparchie Tyros, ab 1965 Erzeparchie.

Seit 1948 gehört das südliche Galiläa zu Israel, wobei die diözesane Zugehörigkeit zu Tyros bestehen blieb, was einige Schwierigkeiten mit sich bringt, da das libanesische Gesetz den Umgang von Libanesen mit Israelis weitgehend kriminalisiert und, falls keine amtliche Ausnahmegenehmigung vorliegt, mit mindestens einem Jahr Freiheitsentzug bedroht.<ref name="ElChamaʾa und Taleb 2022">Mohamad ElChamaʾa (محمد الشماء) und Wael Taleb (وائل طالب), “Behind the Moussa al-Hage case: The complex history of clerics crossing the southern border” (8. August 2022), auf: L’Orient Today; abgerufen am 31. Oktober 2023.</ref> Mit libanesischer Ausnahmegenehmigung reisen wenige nichtisraelische Geistliche grenzüberschreitend umrissener Religionsgemeinschaften (wie Drusen, Maroniten, Melkiten, Muslime) regelmäßig über den Grenzübergang Rosch haNiqra/Naqura zwischen beiden Ländern hin und zurück.<ref name="ElChamaʾa und Taleb 2022" />

Datei:Maronite Church P1040716.JPG
Kathedrale König Ludwigs des Heiligen in Haifa

Die Erzeparchie wurde am 8. Juni 1996 aus Gebieten der Erzeparchie Tyros gebildet. Die neue Jurisdiktion nimmt Traditionen des antiken Bistums in Akkon aus dem dritten Jahrhundert auf. Am 5. Oktober des gleichen Jahres verlor die neue Erzeparchie Teile ihres Diözesangebiets zu Gunsten der Errichtung der Patriarchal-Exarchate Jerusalem und Palästina und Jordanien, die sich einen Bischof in persona episcopi teilen. Das verbliebene Diözesangebiet liegt sämtlich in Israel. Ein Israeli als Erzbischof könnte wegen der libanesischen Gesetze nicht zu Gesprächen, kirchlichen Amtshandlungen und anderen Veranstaltungen beim maronitischen Patriarchat in den Libanon einreisen, beide bisherigen Amtsinhaber sind Staatsbürger des Libanons.

Datei:Jish-Gush-Halav-614.jpg
Dschisch: St.-Maroun-Kirche

Größte maronitische Gemeinde in Israel ist diejenige in Dschisch, wo Maroniten mit 6.000 Seelen die Mehrheit stellen,<ref name="Orbach 2022c">Racheli Orbach ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), 18. Februar 2022, auf: חי פה - חדשות חיפה; abgerufen am 31. Oktober 2023.</ref> weitere Gemeinden bestehen in ʿAkko, Haifa (ca. 4.000 Seelen<ref name="Orbach 2022c" />), ʿIsfiya, Jerusalem (500 Seelen<ref name="ElChamaʾa und Taleb 2022" />), Schafa ʿAmr und Tel Aviv-Jaffa.<ref name="Oren הקהילה המרונית 2019">Ammiram Oren ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (30. Oktober 2019), auf: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); abgerufen am 31. Oktober 2023.</ref> Mit dem Zerfall der Südlibanesischen Armee (SLA) ab 2000 erhielten Tausende libanesische Maroniten Asyl in Israel, von denen dauerhaft 2.000 im Lande blieben.<ref name="ElChamaʾa und Taleb 2022" /> Ähnlich israelischen Drusen, die familiäre und historische Bezüge in den Libanon haben, pflegen israelische Maroniten ihre Beziehungen mit dortigen Glaubensbrüdern. Insbesondere in der seit 2019 grassierenden wirtschaftlichen Notlage des Libanons im Allgemeinen und der Glaubensbrüder dort im Besonderen, sammeln Israelis Geld und Medikamente, um zu helfen. Da die Libanesische Republik auch humanitäre Hilfe aus Israel verbietet, versuchen mitunter Geistliche beim Überbringen zu helfen.

Maroniten sind wie andere Suryoye auch der Herkunft nach ethnisch Aramäer, eine levantinische Minderheit, deren Angehörige unter dem Druck der arabischsprachigen Dominanz, nachdem arabische Muslime bis 636 d.Z. die Levante erobert hatten, im Alltag weitgehend arabisiert sind, wobei viele israelische Maroniten sich selbst aber ethnisch nicht als Araber verstehen.<ref name="Orbach 2022c" /> Unter den Maroniten Israels entstand 2007/2008 eine Bewegung, angestoßen durch Schadi Ḥalul ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) aus Dschisch und die durch ihn gegründete HaʿAmuttah haʾAramīt haNozrīt bə-Jisraʾel ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)),<ref>Arik Greenstein ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), “Israel Recognizes Aramean-Christians” (17. September 2014), auf: מידה; abgerufen am 18. Januar 2024.</ref> zur Revitalisierung des Neuaramäischen im Alltag über den Gebrauch in der maronitischen Liturgie hinaus.<ref name="Rossing 2023">NN, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), auf: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) / مركز روسينج للتربية وللحوار / Rossing Center for Education and Dialogue; abgerufen am 31. Oktober 2023.</ref> Nach Gutachten und Gerichtsurteilen zur Frage einer aramäischen Nationalität, und seit Minister Gidʿon Saʿar 2014 diesen Folge leistete, erkennt der Staat Aramäer offiziell als eine israelische Nationalitätengruppe an.<ref name="Jalon 2014">Jorai Jalon ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)). “‹Aramean› officially recognized as nationality in Israel” (17. September 2014), auf: Israel haJom; abgerufen am 18. Januar 2024.</ref> Bis 2022 hatten 2.500 Israelis sich unter der Nationalität Aramäer eintragen lassen und weitere 2.000 dies beantragt.<ref>Giovanni M. Quer, “The Israeli Arameans: a people-in-progress” (27. April 2022 online), in: Middle Eastern Studies, Jg. 59 (Januar/Februar 2023), S. 151–164, hier S. 162.</ref>

Erzbischöfe der Erzeparchie Haifa e Terra Santa

Statistik

Jahr Bevölkerung Priester Ständige Diakone Ordensleute Pfarreien
Katholiken Einwohner % Gesamtanzahl
Diözesanpriester

Ordenspriester
Katholiken je
Priester
Ordensbrüder Ordensschwestern
1999 7.000 ? ? 7 5 2 1.000 2 9 6
2000 7.000 ? ? 6 5 1 1.166 1 9 6
2001 7.000 ? ? 7 5 2 1.000 2 9 6
2002 7.000 ? ? 5 5 1.400 9 6
2003 7.000 ? ? 6 6 1.166 9 6
2004 7.000 ? ? 6 6 1.166 8 6
2010 7.000 ? ? 11 8 3 1.000 3 6 6
Datei:Maronita 195.jpg
Kirche St. Antonius des Großen in Tel Aviv-Jaffa

Maronitische Kirchen in der Erzeparchie

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

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