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Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk

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Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk
(ELES)
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Gründung 2008
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Gründer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Sitz Berlin
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Nachfolger Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Zweck Begabtenförderung
Vorsitz Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Geschäftsführung Michal Or
Eigentümer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Umsatz Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Stiftungskapital Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Beschäftigte ca. 20
Freiwillige Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Mitglieder Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Website eles-studienwerk.de

Das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk e. V.<ref>Vereinsregister VR 7414 P, Amtsgericht Potsdam. Siehe Impressum. In: eles-studienwerk.de, abgerufen am 27. November 2018.</ref> ist eines der dreizehn Begabtenförderungswerke in der Bundesrepublik Deutschland. Der Verein hat seinen Sitz in Berlin.

Geschichte

ELES ist eine Initiative der Leo Baeck Foundation.<ref>Homepage. In: eles-studienwerk.de, abgerufen am 27. November 2018 (am Ende der Website).</ref> Die Gründung erfolgte 2008 und die Eröffnung am 11. November 2009 durch die damalige Bundesbildungsministerin Annette Schavan und die damalige Zentralratspräsidentin Charlotte Knobloch.<ref>(ja): Förderung: Finanziell und ideell. In: Jüdische Allgemeine. Zentralrat der Juden in Deutschland, 3. März 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. Februar 2018; abgerufen am 1. Februar 2018.</ref> Es ist das jüdische Begabtenförderungswerk und das zwölfte, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt wird.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Schavan eröffnet in Berlin Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk. Erstmals Stipendien speziell für jüdische Studierende und Promovierende (Memento vom 11. Februar 2013 im Internet Archive). Pressemitteilung 268/2009 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. 11. November 2009. In: bmbf.de, abgerufen am 14. Juli 2017.</ref>

Das Studienwerk wurde nach Ernst Ludwig Ehrlich (1921–2007) benannt. Die Lebensgeschichte des in Berlin geborenen Religionswissenschaftlers und Historikers umfasst die Erfahrung von Verfolgung und Wiederaufbau des europäischen Judentums im 20. Jahrhundert. Das ELES vergibt in Erinnerung an seinen Namensgeber die Ernst Ludwig Ehrlich Medaille für die Wissenschaften und Künste. Preisträgerinnen der Medaille sind Johanna Wanka (2010),<ref>(dpa/bb): Wanka erhält Ernst-Ludwig-Ehrlich-Medaille. In: Bild. Hannover 13. Oktober 2010 (bild.de [abgerufen am 1. Februar 2018]).</ref> Claudia Lücking-Michel (2012)<ref>Cusanuswerk: Verleihung der Ernst-Ludwig-Ehrlich-Medaille an Dr. Claudia Lücking-Michel. In: cusanuswerk.de. 11. Oktober 2012, abgerufen am 1. Februar 2018.</ref>, Monika Grütters (2014)<ref>Katharina Schmidt-Hirschfelder: Berlin: Begabt und gefördert. In: juedische-allgemeine.de. 11. Dezember 2014, abgerufen am 1. Februar 2018.</ref> und Charlotte Knobloch (2019)<ref>Schana Towa!. In: eles-studienwerk.de, 27. September 2019, abgerufen am 4. Oktober 2019.</ref>.

Für das Studienwerk engagieren sich jüdische Persönlichkeiten aus den Wissenschaften und aus dem öffentlichen Leben. Schirmherrin ist Charlotte Knobloch, Beiratsmitglieder sind u. a. Atina Grossmann, Daniel Krochmalnik, Christine Brinck, Daniel Libeskind, Michael Brenner, Max Czollek, Raphael Gross und Anat Feinberg.<ref>Der Beirat. In: eles-studienwerk.de. Abgerufen am 23. Juli 2023.</ref>

Stipendium und Förderung

ELES fördert begabte jüdische Studierende und Promovierende mit deutscher Staatsbürgerschaft – oder aus dem EU-Raum – während ihrer Ausbildung an Universitäten, Fachhochschulen sowie Kunst- und Musikhochschulen in Deutschland. Auch Nichtjuden können mit Forschungsprojekten gefördert werden, wenn diese jüdische Themen zum Inhalt haben.<ref>Überblick: Bewerbung um ein Promotionsstipendium. Was sind die formalen Voraussetzungen? In: eles-studienwerk.de. 22. Oktober 2021, abgerufen am 22. Oktober 2021.</ref> Die finanzielle Förderung ist in zwei Bereiche aufgeteilt: Studierendenförderung und Promovierendenförderung. Die an die Stipendiaten monatlich ausbezahlten Stipendien sind an die BAföG-Sätze angelehnt. So erhalten die Stipendiaten der Studierendenförderung ein Stipendium von maximal 752 EUR im Monat und eine Studienkostenpauschale in Höhe von monatlich 300 EUR. Die Promovierenden erhalten ein monatliches Stipendium in Höhe von 1350 EUR und eine Forschungskostenpauschale von 100 EUR. Zudem unterstützt ELES Studien- und Forschungsaufenthalte im Ausland.

Neben der finanziellen Absicherung bietet ELES seinen Stipendiaten auch Maßnahmen ideeller Förderung. Jährlich finden bis zu vierzehn Kollegs der ideellen Förderung statt.<ref>Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk: Jahresbericht 2016. (PDF; 8,0 MB) In: eles-studienwerk.de. September 2017, abgerufen am 1. Februar 2018.</ref> Ein zentraler Bestandteil der ideellen Förderung sind die Auslandsakademien in New York und in Israel. Der internationalen Vernetzung dient auch das Benno Jacob und das Bertha Pappenheim Stipendium, mit dem das Studienwerk zukünftige Rabbiner und Kantoren in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt zum Studium nach Deutschland einlädt und fördert.<ref>Auswärtiges Amt: Vorstellung des Benno-Jacob-Stipendiums für Rabbiner- und Kantorenstudierende. In: auswärtiges-amt.de. 20. Oktober 2010, abgerufen am 1. Februar 2018.</ref> Ein weiteres Programm, welches in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung organisiert wird, richtet sich speziell an journalistischen Nachwuchs.<ref>Philipp Peyman Engel: Berlin: »Wegweisende Kooperation«. Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk und Konrad-Adenauer-Stiftung beschließen journalistische Nachwuchsförderung. In: juedische-allgemeine.de. 7. August 2015, abgerufen am 1. Februar 2018.</ref> Im Rahmen der ideellen Förderung kooperiert ELES auch mit dem Cusanuswerk, dem Evangelischen Studienwerk Villigst, dem muslimischen Avicenna-Studienwerk, der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Rosa-Luxemburg-Stiftung, sowie mit der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Das Studienwerk hat nach eigenen Angaben bisher über 900 Stipendiaten (Stand: Oktober 2021)<ref>Das Studienwerk, Vorstellung und Geschichte. Individuelle Befähigung entdecken – vielfältig entwickeln. In: eles-studienwerk.de, abgerufen am 15. Oktober 2021.</ref> fördern können. Von 581 Stipendiaten im Mai 2017 hatten 87 % einen Migrationshintergrund.<ref>Infobroschüre des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk. (PDF; 3,4 MB) In: eles-studienwerk.de. Mai 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. Februar 2018; abgerufen am 23. März 2018.</ref>

Initiativen

Seit 2014 erweitern mehrere Initiativen das Programm des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks:

Hillel Deutschland

Hillel International ist weltweit an 550 Universitäten und Hochschulen vertreten und somit die größte jüdische Studierendenorganisation. Durch eine Kooperation mit dem Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk wurde Hillel in Deutschland aufgebaut.<ref>Das Studienwerk, Vorstellung und Geschichte. Individuelle Befähigung entdecken – vielfältig entwickeln. In: eles-studienwerk.de, abgerufen am 15. Oktober 2021: Siehe in der Zeitleiste zu August 2014: „Beginn der Zusammenarbeit mit Hillel International“.</ref> 2014 wurde Hillel Deutschland von Eric Fingerhut beim Festakt zum fünfjährigen Jubiläum des Studienwerks eröffnet<ref>Eric D. Fingerhut: Expanding Hillel’s Impact to Germany. In: hillel.org. 15. Dezember 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 26. Oktober 2021; abgerufen am 22. Oktober 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), ursprünglich veröffentlicht in eJewish Philanthropy).</ref> und seitdem finden im Bundesgebiet stipendiatisch organisierte Hillel-Veranstaltungen statt.<ref>Jan Schapira: Universitäten: Jüdisch auf dem Campus. In: juedische-allgemeine.de. 26. März 2015, abgerufen am 1. Februar 2018.</ref><ref>Fünf Fragen an Michal Or-Guil, die neue Beiratsvorsitzende von ELES. In: eles-studienwerk.de. 2019, abgerufen am 22. Oktober 2021: „Nicht zuletzt sind durch das Anstoßen von Initiativen wie den Dialogperspektiven, DAGESH oder Hillel Deutschland bei und über ELES hinaus weitere Räume für Stipendiat_innen und jüdische Studierende geschaffen worden.“</ref> Die Zusammenarbeit bestand bis 2019.<ref>ELES ergreift Initiative. Hillel Deutschland. In: eles-studienwerk.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. Juli 2019; abgerufen am 22. Oktober 2021 (letztes Memento zu Hillel Deutschland in der Rubrik Initiativen).</ref>

Dialogperspektiven. Religionen und Weltanschauungen im Gespräch

Dialogperspektiven. Religionen und Weltanschauungen im Gespräch wurde 2015 als ELES-Programm zur Etablierung eines gesellschaftsgerichteten, interreligös-weltanschaulichen Dialogs gegründet.<ref>Religionen und Weltanschauungen im Gespräch (Pressemitteilung: 086/2015). In: bmbf.de. Bundesministerium für Bildung und Forschung, 15. Juni 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 2. Februar 2018; abgerufen am 1. Februar 2018.</ref> Von 2015 bis 2020 nahmen Stipendiaten unterschiedlicher religiöser und weltanschaulicher Orientierungen aller dreizehn Begabtenförderungswerke an dem Programm teil. So arbeiten Stipendiaten für den Zeitraum von einem Jahr während zwei Seminaren und im Rahmen einer Konferenz interdisziplinär zu zwei Themenschwerpunkten. Zudem veranstaltet das Programm in Berlin Abendveranstaltungen.

2016 spendete Bundeskanzlerin Angela Merkel den mit 10.000 EUR dotierten Abraham-Geiger-Preis dem Programm Dialogperspektiven.<ref>Philipp Peyman Engel: Berlin: »Garantin der Freiheit«. In: juedische-allgemeine.de. 3. Dezember 2015, abgerufen am 1. Februar 2018.</ref> 2017 nannte Margot Käßmann in einem Beitrag für die Bild-Zeitung die Dialogperspektiven lobend als Beispiel für gelungenen interreligiösen Dialog.<ref>Margot Käßmann: Religionen können sehr wohl friedlich zusammenleben. In: Bild. 15. Juli 2017 (bild.de [abgerufen am 1. Februar 2018]).</ref>

Anlässlich der Weltausstellung Reformation 2017 waren die Dialogperspektiven in der Themenwoche „Interreligiöser Dialog“ mit mehreren öffentlichen Veranstaltungen beteiligt, bei denen der Lyriker Max Czollek, der Autor Deniz Utlu, der Antisemitismusbeauftragte des Landes Baden-Württemberg, Michael Blume, sowie die Gründerin der ersten liberalen Moschee, Seyran Ates, als Redner beteiligt waren.

Mit der von den Dialogperspektiven veranstalteten öffentlichen Kabbalat Shabbat Feier im Pavillon des „House of One“ unter Beteiligung von Rabbiner Walter Homolka und Margot Käßmann fand im Rahmen der Weltausstellung Reformation der erste Shabbatgottesdienst in Lutherstadt Wittenberg seit dem Zweiten Weltkrieg statt.

Dialogperspektiven ist Gründungsmitglied des im Juni 2018 gegründeten European Institute for Dialogue (EIFD).

Die Dialogperspektiven wurden 2019 um das europäische Programm European Scholarship Programme@DialoguePerspectives<ref>Dialogperspektiven. In: dialogperspektiven.de. Abgerufen am 25. Februar 2020.</ref> erweitert, das vom deutschen Auswärtigen Amt gefördert wird. 2020 wurde Dialogperspektiven ausgegliedert und war bis 2022 ein eigenständiges europäisches Programm der Leo Baeck Foundation (LBF).<ref name=":0">Dialogperspektiven. In: eles-studienwerk.de. Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk e. V., archiviert vom Vorlage:IconExternal am 26. Oktober 2021; abgerufen am 15. Oktober 2021.</ref>

2022 wurde der Verein DialoguePerspectives e. V. gegründet, der fortan als Träger des Programms Dialogperspektiven fungiert.<ref>Ziele der Dialogperspektiven. In: dialogueperspectives.org. DialoguePerspectives e. V., abgerufen am 13. Dezember 2022.</ref>

DAGESH. Jüdische Kunst im Kontext

Seit 2016 förderte ELES mit dem Programm DAGESH. KunstLAB ELES Stipendiaten künstlerischer Fächer.<ref>Ingo Way: ELES: »Studenten gezielter fördern«. In: juedische-allgemeine.de. 16. Juni 2016, abgerufen am 1. Februar 2018.</ref> Neben Retreats, Kollegs und Residenzen bot das Programm Abendveranstaltungen an. Ehemalige ELES-Stipendiaten, die in den Künsten wirken, sind u. a. Max Czollek, Jeff Wilbusch, Arkadij Khaet und Noam Brusilovsky.

Im November 2017 veranstaltete das Studienwerk die Podiumsdiskussion „Asyl im Paradies – jüdische Kunst in Europas Metropolen“. Dabei wurde der von dem Videokünstler Daniel Laufer für Dagesh 2017 gedrehte Film „Asylum in Paradise. Eight Visual Artists Based in Berlin“<ref>ELES – Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk: Asylum in Paradise. Eight Visual Artists Based in Berlin auf YouTube, 11. Januar 2018, abgerufen am 11. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value); Laufzeit: 37:38 min).Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)</ref> vorgestellt.<ref>Melanie Berger: Jüdische Künstler über Abgrenzung und Identität. In: Tagesspiegel. 16. November 2017, abgerufen am 23. März 2018.</ref>

Seit 2018 vergibt DAGESH in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Berlin den dotierten DAGESH-Kunstpreis an jüdische Nachwuchskünstler und -künstlerinnen.<ref>Verleihung des ersten DAGESH-Kunstpreises | Dagesh. In: dagesh.de. 20. Juni 2019, abgerufen am 11. Dezember 2024.</ref> Im November 2018 wurden die Bildende Künstlerin Liat Grayver, der Produktdesigner Yair Kira und der Komponist Amir Shpilman für ihr gemeinsames Werk „Open, Closed, Open“ mit dem Preis ausgezeichnet. Die Installation wurde im Sommer 2019 im Jüdischen Museum Berlin<ref>Open, Closed, Open. In: jmberlin.de. Jüdisches Museum Berlin, abgerufen am 9. Juli 2019.</ref> gezeigt.<ref>Ralf Balke: Open, Closed, Open. In: Jüdische Allgemeine. 27. Juni 2019, abgerufen am 9. Juli 2019.</ref> 2021 erhielt die Künstlerin Talya Feldman für ihre Installation „The Violence We Have Witnessed Carries a Weight on Our Hearts“ den 2. DAGESH-Kunstpreis.<ref>Verleihung des zweiten Dagesh-Kunstpreises an Talya Feldman. In: dagesh.de. Abgerufen am 11. Dezember 2024.</ref> 2020 wurde DAGESH ausgegliedert und ist seitdem ein eigenständiges Programm der Leo Baeck Foundation (LBF). DAGESH. Jüdische Kunst im Kontext bewegt sich an der Schnittstelle zwischen kultureller und politischer Bildungsarbeit. Als Plattform und Netzwerk unterstützt DAGESH junge jüdische Künstlerinnen und Künstler. Das kulturelle Bildungsprogramm von DAGESH richtet sich seit 2020 mit dem Schulprojekt „DAGESH on Tour“ gezielt an Jugendliche.<ref>Dagesh on Tour – Bildungsprogramm zu jüdischen Gegenwartskünsten. In: dagesh.de. Abgerufen am 11. Dezember 2024.</ref>

Karov-Qareeb

Der „jüdisch-muslimische Thinktank Karov-Qareeb“ wurde Anfang 2019 durch das jüdische Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk und das muslimische Avicenna-Studienwerk initiiert. Er arbeitet heute unter dem Dach der Dialogperspektiven. Religionen und Weltanschauungen im Gespräch, einer Initiative der Leo Baeck Foundation.<ref>Karov-Qareeb. Jüdisch-muslimischer Thinktank. Eine Plattform für junge Jüd*innen und Muslim*innen. In: karovqareeb.de. Karov-Qareeb, abgerufen am 22. Oktober 2021.</ref> 2020 veröffentlichte die Plattform mit „Und endlich konnten wir reden …“ Eine Handreichung zu jüdisch-muslimischem Dialog in der Praxis (Herder Verlag) ihre erste Buchpublikation.<ref>Rachel de Boor, Jo Frank, Sonya Ouertani, Hakan Tosuner (Hrsg.): „Und endlich konnten wir reden …“ Eine Handreichung zu jüdisch-muslimischem Dialog in der Praxis. Verlag Herder, Freiburg / Basel / Wien 2020, ISBN 978-3-451-38842-2 (136 S.).</ref>

Literatur

  • Dmitrij Belkin (Hrsg.): #Babel 21. Migration und jüdische Gemeinschaft (= Schriftenreihe des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks. Band 2). Hentrich & Hentrich, Berlin 2017, ISBN 978-3-95565-240-1.
  • Lara Hensch, Dmitrij Belkin, Eva Lezzi (Hrsg.): Neues Judentum – altes Erinnern? Zeiträume des Gedenkens (= Schriftenreihe des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks. Band 1). Hentrich & Hentrich, Berlin 2017, ISBN 978-3-95565-209-8.
  • Walter Homolka, Jonas Fegert, Jo Frank (Hrsg.): »Weil ich hier leben will …«. Jüdische Stimmen zur Zukunft Deutschlands und Europas. Herder, Freiburg im Breisgau / Basel / Wien 2018, ISBN 978-3-451-38287-1, urn:nbn:de:101:1-2019010820180586618180.

Weblinks

Einzelnachweise

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