Erkenntniskritik
Erkenntniskritik ist die auf Immanuel Kant zurückgehende Teildisziplin der Philosophie, welche die grundsätzlichen Voraussetzungen, Möglichkeiten und Grenzen der menschlichen Erkenntnis behandelt. Sie ist Teil der umfassenderen Erkenntnistheorie (Epistemologie). Diese ist der allgemeinere Begriff bzw. die allgemeinere Lehre der menschlichen Erkenntnis, die auch eine einzelwissenschaftliche Untersuchung des Zustandekommens bzw. des Verlaufes der Erkenntnistätigkeit bedeuten kann. Erkenntniskritik ist nicht auf die Frage gerichtet, was wir erkennen, sondern wie wir erkennen.
Nach Kant ist es Angelegenheit der kritischen Erkenntnislehre, nicht die „unerschöpfliche“<ref name="KNS1" /> Vielfalt der „gegebenen Gegenstände“<ref name="KNS1" /> zu erfassen, sondern vielmehr die Einheit der grundlegenden Bedingungen darzustellen, die erforderlich ist, um zur Bestimmung der Erkenntnis der Gegenstände beizutragen.<ref name="SHL" /> Die Rückbesinnung auf Bedingungen im Bewusstsein eines jeden Menschen als eines Subjekts nannte Kant Transzendentalphilosophie.<ref name="KSB" />
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Siehe auch
Literatur
- Uwe Flemming: Prolegomena: Die Weiterentwicklung der Erkenntniskritik.
Einzelnachweise
<references> <ref name="KNS1"> Immanuel Kant: Kritik der reinen Vernunft. Herausgegeben von Wilhelm Weischedel. 1. Auflage. Suhrkamp, Frankfurt/M. 1995, Band 1, stw, text- und seitenidentisch mit Band III Werkausgabe, ISBN 3-518-09327-4; (a) S. 63, Konkordanz Kant-Ausgaben B 26 – zu „Natur der Dinge, welche unerschöpflich ist“; (b) S. 25, Konkordanz Kant-Ausgaben B XVI f. – zu „Erfahrung“ als „gegebene Gegenstände“. </ref> <ref name="SHL"> Heinrich Rathke: Erkenntnis, Zf. 1. In: Systematisches Handlexikon zu Kants Kritik der reinen Vernunft. Meiner, Philosophische Bibliothek 37b, Hamburg 1991, ISBN 3-7873-1048-7, S. 67. </ref> <ref name="KSB"> Uwe Schultz: Immanuel Kant. Selbstzeugnisse und Bilddokumente. Rowohlt Taschenbuch, Reinbek bei Hamburg 1965, rowohlts monographien, S. 98. </ref> </references>
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