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Erika Richter (Tischtennisspielerin)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Erika Richter.jpg
Erika Richter (rechts) beim Tennis

Erika Rosalinde Richter geb. Schirok (* 14. Mai 1913 in Berlin; † 30. November 2000 ebenda) war eine erfolgreiche deutsche Tischtennisspielerin. Sie gewann viermal die Deutsche Einzelmeisterschaft im Doppel.

Erika Richter ist nicht verwandt mit der Hamburger Tischtennisspielerin Richter-Schwerdfeger, welche 1925 die Internationalen Deutschen Meisterschaften gewann.<ref name="tt8023" />

Nationale Karriere

Zunächst spielte Erika Richter Tennis im Arbeitersportverein. 1931 gewann sie die Meisterschaft von Leipzig. Anfang der 1940er Jahre gehörte sie zu den 10 besten Tennisspielerinnen in Berlin. 1984 beendete sie aus gesundheitlichen Gründen ihre Tennisaktivitäten.

1930 begann sie parallel mit dem Tischtennissport in Berlin-Treptow beim Verein Tischtennis-Union. In der Folge machte sie durch lokale Erfolge auf sich aufmerksam. Dreimal wurde sie Berliner Meisterin im Einzel (1943, 1946, 1948), siebenmal im Doppel und viermal im Mixed.<ref name="BTTV75" /> Bei den Deutschen Meisterschaften siegte sie viermal im Doppel, zweimal war sie Vizemeisterin im Einzel.

Als die Firma Osram ihrem Ehemann eine Anstellung versprach, wenn sie für den Verein BSG Osram Berlin spiele, wechselte sie zu diesem Firmenverein. Mit Osram wurde sie von 1936 bis 1938 dreimal Deutscher Mannschaftsmeister.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wechselte Erika Richter zunächst zum Verein Kommunalgruppe Schöneberg, später zum BTTC Grün-Weiß Berlin und im Jahre 1949 zum TTC Blau-Gold Berlin. Mit Blau-Gold erreichte sie bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften dreimal Platz zwei und dreimal Platz drei.

Von 1948 bis 1950 belegte sie den dritten Platz in der deutschen Rangliste.

Privat

1932 heiratete Erika Schirok den Tennisspieler Willi Richter. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm sie die beiden Söhne ihrer verstorbenen Schwester zu sich.

Erfolge

Datei:Deutsche Meisterschaft 1950 in Rheydt.jpg
Erika Richter (links) mit Uschi Janke- von Puttkamer
  • Deutsche Mannschaftsmeisterschaften mit BSG Osram Berlin
    • 1936 in Erfurt: 1. Platz
    • 1937 in Frankfurt am Main: 1. Platz
    • 1938 in Berlin: 1. Platz
  • Gaumeisterschaften mit Brandenburg
    • 1935 in Stettin: 1. Platz
    • 1936 in Gelsenkirchen: 1. Platz

mit vielen Informationen zum Thema T I S C H T E N N I S. Abgerufen am 30. Januar 2022.</ref><ref>Nachruf - Unsere Tischtenniskameradin Änne Butzke. In: Das Trauerportal der Nordseezeitung. Nordsee-Zeitung, abgerufen am 30. Januar 2022.</ref><ref>Änne Butzke * 21.06.1923 † 28.08.2019. In: Das Trauerportal der Nordsee-Zeitung. Nordsee-Zeitung, abgerufen am 30. Januar 2022.</ref>

  • Als Mitglied des Polizei SV Berlin mehrfache Berliner Seniorenmeisterin.
  • Vereine
    • bis 1945 BSG Osram Berlin
    • Kommunalgruppe Schöneberg [Berlin]
    • BTTC Grün-Weiß Berlin
    • 1949–1959 TTC Blau-Gold Berlin
    • 1960–2000 Polizei SV Berlin

Quellen

  • Manfred Schäfer, Deutscher Tischtennis-Bund (Hrsg.): Ein Spiel fürs Leben. 75 Jahre DTTB [1925–2000]. DTTB, Frankfurt am Main 2000, ISBN 3-00-005890-7
  • Anita Brauns: Jahrgang 1913, Zeitschrift DTS, 1995/1 Seite 21

Einzelnachweise

<references> <ref name="tt8023">Friedrich-Karl Brauns / "Tennis- und Golf"-Zitate ausgegraben von Manfred Schäfer: German-Open-Historie, Teil 1: Es begann mit Herrn P. N. Nanda aus Indien, Artikel vom 31. Oktober 2013 (abgerufen am 6. Mai 2023)</ref> <ref name="BTTV75">75 Jahre Berliner Tischtennisverband e.V. - Chronik 1927 - 2002, 2002, Herausgeber: Berliner Tischtennisverband e.V., Berlin, Seite 67</ref> </references>