Zum Inhalt springen

Erika-Heß-Eisstadion

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Erika-Heß-Eisstadion

Datei:2005 Heß-Eisstadion.jpg
Das Erika-Heß-Eisstadion im Winter 2005
Frühere Namen

Eisstadion Wedding (1967–1987)

Daten
Ort Berlin, Deutschland
Koordinaten 52° 32′ 14,7″ N, 13° 22′ 11,9″ OKoordinaten: 52° 32′ 14,7″ N, 13° 22′ 11,9″ O
 {{#coordinates:52,537429|13,369962|primary
dim=250 globe= name= region=DE-BE type=building
  }}
Baubeginn 1966
Eröffnung 1967
Kapazität 2800 (davon 1400 Sitzplätze)
Heimspielbetrieb

FASS Berlin (seit 1972)
Berliner Schlittschuhclub (bis 1973)
ECC Preussen Juniors (2009/10)

Lage
Datei:PankedeckelF0009.JPG
Hinter dem Pankekanal: ein Teil des Eislaufstadions

Das Erika-Heß-Eisstadion ist die drittgrößte Eissporthalle Berlins. Sie wurde im Jahr 1967 fertiggestellt und ist die Heimstätte des Berliner Eishockeyvereins FASS Berlin, der seit 1972 im umgangssprachlich genannten Erika Heß spielt. Das zunächst an allen Seiten offene, überdachte Eisstadion Wedding, das ausschließlich dem Eissport diente, wurde 1982/83 zu einer Mehrzweckhalle umgebaut. 1987 erfolgte die Umbenennung zu Ehren der ehemaligen Weddinger Bezirksbürgermeisterin Erika Heß.<ref>Erika-Heß-Eisstadion wird Impfzentrum – FASS Berlin wird heimatlos. In: FASS Berlin. 22. November 2020, abgerufen am 10. Mai 2022.</ref>

Sie befindet sich im Berliner Ortsteil Wedding und steht unter der Verwaltung des Bezirks Mitte. Wegen der konzeptionellen Auslegung als Mehrzweckhalle finden dort auch andere Veranstaltungen (Eiskunstlauf, Eisstockschießen, Hallenfußball, Tierschauen) statt.

Zum Eisstadion gehört auch eine zweite Eisfläche außerhalb des Stadions, die für den freien Publikumsverkehr geöffnet ist.

Bis zur Fertigstellung der Eissporthalle an der Jafféstraße 1973 nutzte auch der Berliner Schlittschuhclub teilweise das Eisstadion Wedding, da der Sportpalast nicht mehr zeitgemäß und die Deutschlandhalle oft anderweitig belegt war.<ref>Mehr Mief. In: Der Spiegel 45/1973. 4. November 1973, abgerufen am 10. Mai 2022.</ref> Nach dem Abriss der Deutschlandhalle nutze der ECC Preussen Juniors das Erika-Heß-Eisstadion übergangsweise für seine Heimspiele in der Saison 2009/10. Trainingseinheiten trug der Verein auch im Hangar 3 des Flughafens Berlin-Tempelhof aus. Zur Folgesaison wurde der Hangar mit kleinen Tribünen ausgestattet, sodass der ECC Preussen nun auch seine Heimspiele dort austragen konnte, bis 2012 die Eissporthalle Charlottenburg fertiggestellt wurde.

Im Rahmen der Bekämpfung der COVID-19-Pandemie in Deutschland wurde im Eisstadion ein Corona-Impfzentrum für den Impfstoff mRNA-1273 von Moderna eingerichtet. Dieses war vom 14. Januar<ref>Impfzentrum Erika-Heß-Eisstadion geht in Betrieb. In: berlin.de. 14. Januar 2021, abgerufen am 10. Mai 2022.</ref> bis zum 31. August 2021 in Betrieb.<ref>Corona in Berlin: Impfzentrum im Erika-Heß-Eisstadion macht dicht. In: Berliner Zeitung. 29. Juli 2021, abgerufen am 10. Mai 2022.</ref>

Zur Saison 2021/22 öffnete das Stadion wieder für den Eissport. Seither wurde es jedoch mehrfach wegen Defekten geschlossen. Im März 2022 kam es wegen eines Defekts der Kühlanlage zur Schließung, während die Playoffs der Regionalliga noch liefen.<ref>Alexander Hedderich: Spiel am Freitag im Wellblechpalast. In: fass-berlin.de. 28. März 2022, abgerufen am 2. April 2025.</ref> In der Eishockey-Saison 2022/23 stand das Stadion durchgehend zur Verfügung<ref>Regionalliga Ost | 2022/23. In: fass-berlin.de. Abgerufen am 2. April 2025.</ref>, bevor es im März 2023 erneut wegen der Kühlanlage geschlossen wurde.<ref>Jan Ole Behrens: Wie Berlins Eissportvereine unter der Schließung des Erika-Heß-Stadions leiden. In: rbb24. 18. Oktober 2023, abgerufen am 2. April 2025.</ref> Im nächsten Winter erfolgte die Öffnung erst im Dezember 2023.<ref>Coming Home – FASS spielt ab sofort wieder im Erika-Heß-Eisstadion. In: fass-berlin.de. 27. November 2023, abgerufen am 2. April 2025.</ref> Im Winter 2024/25 war die Eishalle lediglich für knapp zwei Wochen nutzbar. Bis zur Öffnung am 4. Januar 2025<ref>Norbert Stramm: Klarer Erfolg zum „Heimspielauftakt“. 4. Januar 2025, abgerufen am 2. April 2025.</ref> wurde das Dach saniert<ref>Halle des Erika-Heß-Eisstadions öffnet im Januar. In: rbb24. 16. November 2024, abgerufen am 2. April 2025.</ref>, danach war es erneut ein Defekt der veralteten Kühlanlage, der zur Schließung am 20. Januar führte.<ref>Sabine Klier: Nach nur zwei Wochen – Erika-Heß-Eisstadion schon wieder geschlossen. In: BZ. 21. Januar 2025, abgerufen am 2. April 2025.</ref><ref>Schock für FASS Berlin – Erika-Heß-Eisstadion geschlossen. In: fass-berlin.de. 21. Januar 2025, abgerufen am 2. April 2025.</ref> Von Oktober bis Dezember 2025 fand der Spiel- und Trainingsbetrieb in der Halle auf einer temporären Eisfläche mit mobiler Kälteanlage statt, die innerhalb der festen Eishockeybanden errichtet wurde und dadurch kleiner als die normale Eisfläche war.<ref>Erstes Training im Erika-Heß-Eisstadion. FASS Berlin, 22. Oktober 2025, abgerufen am 31. Januar 2026.</ref> Seit Januar 2026 sind eine neue Kälteanlage und die reguläre Eisfläche in Betrieb. Auch die im Januar 2023 vorzeitig geschlossene Außenfläche<ref>Außenfläche des Erika-Heß-Eisstadions bleibt geschlossen. Bezirksamt Mitte, 11. Januar 2023, abgerufen am 2. April 2025.</ref><ref>Susanne Rost: Erst Neukölln, jetzt Wedding: Noch ein Eisstadion kaputt! In: Berliner Zeitung. 12. Januar 2023, abgerufen am 2. April 2025.</ref><ref>Dominique Hensel: Abgebrochen! Die Eislaufsaison ist zu Ende. In: Brunnenmagazin. 21. Januar 2025, abgerufen am 2. April 2025.</ref> wurde erstmals wieder geöffnet.<ref>Erika-Heß-Eisstadion im Wedding öffnet wieder Außenfläche. 9. Januar 2026, abgerufen am 31. Januar 2026.</ref>

Literatur

  • Werner Lorenz, Roland May, Hubert Staroste, unter Mitwirkung von Ines Prokop: Ingenieurbauführer Berlin. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2020, ISBN 978-3-7319-1029-9, S. 130–131.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />