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Erich Kühnhackl

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
DeutschlandDeutschland  Erich KühnhacklVorlage:SportPicto
IIHF Hall of Fame, 1997
Datei:Erich Kuehnhackl.jpg

Geburtsdatum 17. Oktober 1950
Geburtsort Citice, Tschechoslowakei
Spitzname Kleiderschrank auf Kufen
Größe 196 cm

Position Center
Nummer #14
Schusshand Links

Karrierestationen

1968–1976 EV Landshut
1976–1979 Kölner EC
1979–1985 EV Landshut
1985–1987 EHC Olten
1987–1989 EV Landshut

Erich Kühnhackl (* 17. Oktober 1950 in Citice, Tschechoslowakei) ist ein ehemaliger deutscher Eishockeyspieler. Er ist ehemaliger Trainer der deutschen Nationalmannschaft und ehemaliger Vizepräsident des Deutschen Eishockey-Bundes. Er wurde im Jahr 2000 zum „Deutschen Eishockeyspieler des Jahrhunderts“ gewählt und ist eines der dreizehn deutschen Mitglieder der IIHF Hall of Fame sowie Mitglied der Hall of Fame des deutschen Sports.

Karriere

Datei:Erich Kühnhackl.jpg
Erich Kühnhackl (Mitte) im Trikot des Kölner EC 1977
Datei:EVL Erich Kuehnhackl 001.jpg
Erich Kühnhackl (rechts) im Trikot des EVL 1988/89

Erich Kühnhackl wurde am 17. Oktober 1950 als Sohn deutscher Eltern im tschechoslowakischen Citice geboren.<ref>Joe Pelletier: Erich Kuhnhackl. In: internationalhockeylegends.blogspot.de. 20. Mai 2009, abgerufen am 11. Mai 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nach Genehmigung der Behörden reiste er zusammen mit seinen Eltern zur Zeit des Einmarsches der Warschauer-Pakt-Truppen in die Tschechoslowakei während des Prager Frühlings 1968 aus der ČSSR nach Landshut aus.<ref>Thomas Becker: Erich Kühnhackl: Ein Kleiderschrank wird 65. In: Abendzeitung. Martin Balle, Dietrich von Boetticher, 15. Oktober 2015, abgerufen am 11. Februar 2017.</ref> Er setzte seine bereits beim HC Baník Sokolov begonnene Karriere als Eishockeyspieler beim EV Landshut fort. 1976 wechselte er für drei Jahre zum Kölner EC und kehrte danach zum EV Landshut zurück. 1985 bis 1987 absolvierte er zwei Spielzeiten beim Schweizer Club EHC Olten, bevor er abermals zum EV Landshut zurückkehrte, bei dem er 1989 seine Karriere als Spieler beendete, um Co-Trainer zu werden.

Zusammen mit seinen Landshuter Mitspielern Alois Schloder und Klaus Auhuber gelang ihm mit der deutschen Nationalmannschaft der Gewinn der Bronzemedaille im olympischen Eishockeyturnier 1976 in Innsbruck. Ab dem 16. Oktober 2008 war er Vizepräsident des Deutschen Eishockey-Bundes<ref>New vice-president for Germany. In: iihf.com. 16. Oktober 2008, abgerufen am 7. Dezember 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und schied 2014 aus.<ref>Änderungen beim DEB - Reindl und Kühnhackl hören auf. In: Welt Online. 5. Mai 2014 (welt.de [abgerufen am 17. Juli 2016]).</ref> Neben diesem Amt fungierte er ab dem 1. Juli 2009 für gut ein Jahr zusätzlich als Sportdirektor im Nachwuchs- und Jugendbereich bei den Frankfurt Lions.<ref>Kühnhackl neuer Sportdirektor bei Frankfurt Lions</ref><ref>Kühnhackl feiert 60. Geburtstag. 17. Oktober 2010, abgerufen am 17. Juli 2016.</ref>

Kühnhackl erwarb sich Verdienste um das Landshuter Eishockey und machte so den Namen der Stadt bundesweit bekannt. Nach seiner aktiven Laufbahn blieb er dem Eishockey als Trainer verbunden.<ref>10 Fragen an Erich Kühnhackl | Tele Regional Passau 1 (TRP1). Abgerufen am 9. Juli 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Trainerstationen waren unter anderem:

Kühnhackl ist verheiratet, Vater von drei Kindern und lebt in Landshut. Sein jüngster Sohn Tom Kühnhackl (* 1992) ist ebenfalls Eishockeyprofi und gewann bislang zweimal den Stanley Cup.

Neben seiner Trainerlaufbahn ist er der Namensgeber der Erich-Kühnhackl-Stiftung, deren Zweck unter anderem die Unterstützung von Nachwuchsmannschaften ist.

Bei der Kommunalwahl 2014 bewarb er sich für die CSU um ein Stadtratsmandat und wurde von Listenplatz 43 (von 44) auf Listenplatz 13, den ersten Nachrückerplatz, vorgewählt.<ref>https://www.landshut.de/wahlen/Stadtratswahl/261000_000161/0002610000000_CSU.html</ref>

Erfolge und Auszeichnungen

Im Verein:

In der Nationalmannschaft:

Individuelle Ehrungen/Erfolge (national):

  • 1976: Spieler des Jahres in der Bundesliga
  • 1980: Tor-Rekord in der Bundesliga (83 Treffer in 48 Spielen)
  • Achtfacher Topscorer der Bundesliga
  • Erfolgreichster Scorer der Bundesliga-Geschichte mit 1.408 Scorer-Punkten in 752 Spielen
  • Erfolgreichster Torschütze der Bundesliga-Geschichte mit 714 Toren-Punkten in 752 Spielen
  • Mitglied in der Hall of Fame des deutschen Eishockeys<ref>Die Mitglieder - Eishockeymuseum. In: www.eishockeymuseum.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Oktober 2016; abgerufen am 17. Juli 2016.</ref>
  • 2000: Wahl zum Deutschen Eishockeyspieler des Jahrhunderts
  • 2016 Auszeichnung mit dem Bayerischen Sportpreis für sein Lebenswerk
  • 2016: Aufnahme in die Hall of Fame des deutschen Sports<ref>Meldung 24 05 2016. In: www.hall-of-fame-sport.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. Juli 2016; abgerufen am 17. Juli 2016.</ref>
  • In Anerkennung seiner Verdienste um den EV Landshut wird die Trikotnummer 14 durch den Verein nicht mehr vergeben.

Individuelle Ehrungen/Erfolge (international):

Sonstige Auszeichnungen:

Weblinks

Commons: Erich Kühnhackl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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Bobby Hoffinger (1935–1936) | Bobby Bell (1936–1939) | Gerhard Kießling (1947–1952) | Joe Aitken (1952–1953) | Bruno Leinweber (1953–1954) | Frank Trottier (1954–1957) | Gerhard Kießling (1958–1960) | Karl Wild (1960) | Victor Heyliger (1961–1963) | Engelbert Holderied, Markus Egen & Xaver Unsinn (1963–1965) | Ed Reigle (1965–1968) | Vladimír Bouzek & Markus Egen (1968–1969) | Vladimír Bouzek & Ernst Trautwein (1969–1970) | Gerhard Kießling (1971–1974) | Xaver Unsinn (1975–1977) | Hans Rampf (1977–1981) | Xaver Unsinn (1981–1990) | Erich Kühnhackl & Ladislav Olejník (1990–1992) | Luděk Bukač (1992–1994) | George Kingston (1994–1998) | Hans Zach (1998–2004) | Greg Poss (2004–2005) | Uwe Krupp (2005–2011) | Jakob Kölliker (2011–2012) | Pat Cortina (2012–2015) | Marco Sturm (2015–2018) | Toni Söderholm (2019–2022) | Harold Kreis (seit 2023)

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