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Endzeitfilm

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Datei:M40 gasmask.jpg
Typisches Bild in Endzeitfilmen: Regierungstruppen in ABC-Schutzanzügen

Der Endzeitfilm (auch Apokalypsenfilm oder Postapokalyptischer Film) ist ein Subgenre des Science-Fiction-Films, in dem die Weltordnung durch eine globale Katastrophe radikal verändert ist. Das Genre entstand in den 1950er Jahren, nachdem durch die Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs und der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki eine weltweite Katastrophe möglich erschien.<ref>Nils Borstnar, Eckhard Pabst, Hans Jürgen Wulff: Einführung in die Film- und Fernsehwissenschaft, Uni-Taschenbücher GmbH Stuttgart, S. 76.</ref>

Charakterisierung

Im Gegensatz zur Dystopie, welche die Verschlechterung gesellschaftlicher Verhältnisse beschreibt, entwirft der Endzeitfilm drastische, apokalyptische oder groteske Weltuntergangsszenarien als Extremfall der Dystopie.<ref name="bender2">Philipp Brunner: Endzeitvision. In: Lexikon der Filmbegriffe, Hrsg. von Hans. J. Wulff und Theo Bender</ref><ref name="bender3">Philipp Brunner, Ludger Kaczmarek: Dystopie in der Filmgeschichte. In: Lexikon der Filmbegriffe, Hrsg. von Hans. J. Wulff und Theo Bender</ref> Genreüberschneidungen sind vor allem mit dem Horrorfilm und Katastrophenfilm charakteristisch. Neben der weltumspannenden Katastrophe (Atomare Katastrophe, Naturkatastrophe, Pandemie) sind auch Zivilisationsprobleme in Folge von Weltkriegen oder gesellschaftlichen Entwicklungen ein wiederkehrendes Motiv. Hierbei fehlt der markante Einschnitt einer Katastrophe, stattdessen sind die Zustände Resultat stetiger Entwicklung. Kennzeichnend ist ein „organisiertes“ Chaos, etwa in Ich bin Legende (1964), Mad Max (1979), M.A.R.K. 13 – Hardware (1990), Waterworld (1995) oder Children of Men (2006). Endzeitliche Katastrophenfilme sind charakterisiert durch ein „Davor“ und ein „Danach“. Entweder existieren bereits etablierte, neue Organisationsformen oder die angepassten Gesellschaftsformen entstehen erst,<ref name="bender">Hans Krah: Apokalypsenfilme. In: Lexikon der Filmbegriffe, Hrsg. von Hans. J. Wulff und Theo Bender</ref> siehe A Boy and His Dog (1975), Malevil (1981), Quiet Earth (1985), 28 Days Later (2002) oder The Day After Tomorrow (2004). Der russische Endzeitfilm Briefe eines Toten (1986) konzentriert sich auf den Alltag der wenigen Überlebenden nach einem Atomkrieg, der US-amerikanische Endzeitfilm Tote leben länger (Dead Man Walking, 1988)<ref>Ronald M. Hahn, Volker Jansen: Lexikon des Science Fiction-Films. Heyne, München 1997, ISBN 3-453-11860-X, S. 919.</ref> auf Viren, die nach der Apokalypse die Überlebenden bedrohen.

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

<references />